Freizeit

Vom Becken ins Miteinander: Auszeichnung für Verein in Scherrebek

Vier Personen stehen vor einer türkisfarbenen Wand, zwei halten Urkunden und eine eine Holztrophäe.
Eine vierköpfige Abordnung des Scherrebeker Schwimmvereins nahm die Auszeichnung entgegen (2. v. l. Vorsitzende Julie Petersen und 2.v.r.. Anette Hellwig).

Unsicherheit, Neubeginn, Gemeinschaft: In Scherrebek wird das Wasser zum geschützten Raum für Menschen nach einer Reha oder Trainingsphase – und genau dieser Ansatz bringt dem Verein jetzt eine besondere Ehrung ein.

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Zusammenfassung

  • Der Schwimmverein Scherrebek ist von DGI Sønderjylland als „Verein des Jahres 2026“ ausgezeichnet worden.
  • Grund ist ein Aqua-Fitness-Angebot für Menschen nach Reha- oder kommunalen Trainingsprogrammen.
  • Die gelenkschonenden Kurse stärken Gesundheit, Gemeinschaftsgefühl und den Einstieg in einen aktiveren Alltag.

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Vor 123 Gästen ist der Schwimmverein aus Scherrebek, Skærbæk Svømmeklub (SSK), beim Jahrestreffen der nordschleswigschen Abteilung des Breitensportverbandes „Danske Gymnastik- og Idrætsforeninger“, DGI Sønderjylland, am 9. April als „Verein des Jahres 2026“ ausgezeichnet worden. Gewürdigt wurde vor allem ein Projekt, das weit über klassischen Vereinssport hinausgeht.

Im Mittelpunkt steht ein neues Aqua-Fitness-Angebot, das der Verein gemeinsam mit der Kommune Tondern (Tønder) aufgebaut hat. Es richtet sich gezielt an Bürgerinnen und Bürger, die zuvor ein kommunales Trainings- oder Rehabilitationsprogramm durchlaufen haben – und nun einen sanften Übergang in ein aktives Leben in Gemeinschaft suchen.

Gelenkschonendes Training im Wasser

Denn genau dieser Übergang ist oft eine Hürde: Nach einem strukturierten Gesundheitsprogramm fehlt vielen der Anschluss. Hier setzt der Schwimmverein an. Das Angebot kombiniert Ausdauer- und Krafttraining im Wasser und ist bewusst niedrigschwellig angelegt. Die Übungen gelten als gelenkschonend und eignen sich besonders für Menschen mit körperlichen Einschränkungen oder Unsicherheiten.

Gleichzeitig geht es um mehr als Bewegung. „Es geht nicht nur um Sport, sondern auch um Lebensqualität, Zugehörigkeit und den Mut zu einem aktiveren Alltag“, heißt es aus dem Verein. Das zehnwöchige Programm soll helfen, gesunde Gewohnheiten zu festigen – und dabei den Einstieg in die Gemeinschaft erleichtern.

Ihr macht ihn (den SSK) zu einem Ort, an dem Menschen sich begegnen, sich weiterentwickeln und dazugehören.

Julie Petersen, Vereinsvorsitzende

Erfahrene Übungsleiterin

Eine zentrale Rolle spielt dabei Trainerin Anette Hellwig. Sie gilt als erfahrene Kursleiterin im Bereich Wassergymnastik sowie Fitnessprogramme und wird im Verein für ihre ruhige, zugewandte Art geschätzt. Ihr gelingt es, auf individuelle Bedürfnisse einzugehen und gleichzeitig ein Gefühl von Sicherheit im Wasser zu vermitteln – eine wichtige Voraussetzung für viele Teilnehmende.

Dass dieses Konzept aufgeht, sieht auch der Dachverband so. Die Kombination aus Inklusion, engagierter Ehrenamtskultur und enger Zusammenarbeit mit der Kommune habe den Verein zu einer offenen und attraktiven Gemeinschaft gemacht, heißt es in der Begründung für die Auszeichnung.

Vereinsführung gibt das Lob weiter

Auch der Verein selbst versteht den Preis als gemeinschaftliche Leistung. In den sozialen Medien spricht er von einem „großen Schulterklopfen“ für alle Ehrenamtlichen, Mitglieder und Partner, die täglich dazu beitragen, den Klub zu einem besonderen Ort zu machen. „Ich bin unglaublich stolz, Vorsitzende eines Vereins wie dem SSK zu sein. Ihr macht ihn zu einem Ort, an dem Menschen sich begegnen, sich weiterentwickeln und dazugehören“, sagt die Vorsitzende Julie Petersen auf ihrem Facebook-Account an die Mitglieder und Ehrenamtlichen gerichtet.

Das Projekt zeigt beispielhaft, wie Sportvereine in Nordschleswig neue Wege gehen können: als Brücke zwischen Gesundheitsangeboten und Freizeit, zwischen individueller Herausforderung und Gemeinschaft. Oder, wie es der Verein formuliert: als Ort für „Bewegung, Gemeinschaft und Platz für alle – im und rund um das Becken“.