Natur

Auf Schusters Rappen von Hoyer nach Südalsen: Kommunen planen Lückenschluss von Qualitätswanderwegen

Wandernde auf dem Marschensteig, der als Qualitätswanderweg ausgewiesen ist.

Von der Marsch bis zur Förde: Die Kommunen Tondern und Apenrade wollen die Lücke zwischen Marschensteig und Gendarmenpfad schließen. Eine 200 Kilometer lange durchgehende Ost-West-Wanderroute quer durch Nordschleswig rückt damit ein gutes Stück näher.

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Zusammenfassung

  • Die Kommunen Tondern und Apenrade planen eine durchgehende Wanderroute, die Marschensteig und Gendarmenpfad verbindet.
  • Gewählt wurde die Variante „Grænsestien 2“, die landschaftlich attraktiv entlang von Wasserläufen und Naturgebieten verläuft.
  • Für die 55 Kilometer lange, neue Verbindung sind nun Voruntersuchungen vorgesehen.

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Gute Nachrichten für Wanderfreudige: Von West nach Ost oder umgekehrt quer durch Nordschleswig auf einer offiziell ausgewiesenen Wanderroute auf Schusters Rappen unterwegs zu sein, das soll nach den Intentionen der Kommunen Tondern (Tønder) und Apenrade (Aabenraa) möglich werden.

 „Wir halten das für eine gute Idee“, sagt Poul Erik Kjær (Venstre), Vorsitzender des kommunalen Ausschusses für Technik, Umwelt und Klima in Tondern, zu den Plänen, die Lücke zwischen dem 54 Kilometer langen Marschensteig (Marskstien) in der Kommune Tondern und dem Gendarmenpfad (Gendarmstien) zu schließen. 

Der 84 Kilometer lange Pfad zieht sich nicht nur durch die Kommune Apenrade, sondern auch durch die Kommune Sonderburg (Sønderborg).

Durch attraktive Natur oder am Wildschweinzaun entlang

Es lagen mit dem grenznahen „Grænsestien 1“ und dem etwas weiter nördlich verlaufenden „Grænsestien 2“ entlang der Süderau (Sønderå) und der Alten Au (Gammelå) zwei Modelle zur Auswahl vor. 

Kjærs Ausschuss gab nun grünes Licht dafür, dass mit „Grænsestien 2“ weitergearbeitet wird.

 „Die erste Route liegt zwar näher an dem Pfad, den die Gendarmen ursprünglich nutzten. Es ist aber landschaftlich keine schöne oder einzigartige Strecke, und sie führt den ganzen Weg am Wildschweinzaun entlang“, so Kjær. 

In Apenrade (Aabenraa) hatte der zuständige Ausschuss für nachhaltige Entwicklung bereits im vergangenen Herbst die Strecke entlang der Wasserläufe und durch Naturgebiete favorisiert. 

Die Kommune wollen mit der grünen Achse weiterarbeiten.

Attraktive Wanderroute im Fokus

An das gewählte Modell wird die Erwartung geknüpft, dass es auch auf nationaler und internationaler Ebene Wanderlustige anlocken wird. 

Die als touristisch wertvoll geltenden Marschensteig und Gendarmenpfad haben mit der Auszeichnung „Leading Quality Trail“ das Gütesiegel als Qualitätswanderweg in Europa.

Anpfiff für Voruntersuchung

Liegen die Ergebnisse der Voruntersuchung für die 55 Kilometer lange Strecke vor, ist die Politik wieder an der Reihe. 

„Wenn dann der Kostenvoranschlag für die Errichtung da ist, geht die Suche nach dem Geld los“, so der Ausschussvorsitzende. Er erwartet, dass Tondern in diesem Zusammenhang wie beim Marschensteig auf Stiftungen bauen wird.

Ein erster Ansatz geht von Ausgaben zwischen drei und vier Millionen Kronen (zuzüglich Personalausgaben) aus.

Die Kommunen bringen sich jeweils ungefähr mit 75.000 Kronen für die Voruntersuchung ein.

Kjær erwähnt, dass auch Zulassungen von verschiedenen Grundbesitzenden eingeholt werden müssen. 

Die angestrebte Wanderstrecke führt auch an der im vergangenen Sommer renaturierten Süderau in Jündewatt vorbei.

Etwa acht Kilometer der Wanderstrecke müssen auf privater Fläche gebaut werden.

Poul Erik Kjær erwartet, dass es einige Jahre dauert, bevor die Wanderschuhe für die 200 Kilometer lange durchgehende Route zwischen Hoyer (Højer) und Südalsen (Sydals) geschnürt werden können.

Eine zusammenhängende Wegverbindung mit dieser Länge und Qualität gibt es in Dänemark nicht in vergleichbarer Form, wie aus den kommunalen Unterlagen hervorgeht.