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Zukunft Nørreport-Park: Stadtinteresse vor Gewinn – Geht das?

Der Nørreport-Park im Winterkleid (Archivfoto)

Der Nørreport-Park wird bebaut. Das steht fest. Gewinn solle dabei nicht im Mittelpunkt stehen, sagt der Planungsausschussvorsitzende. Da stellt sich zumindest eine Frage.

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Dieses ist ein Kommentar aus der Redaktion des „Nordschleswigers“. Bei Kommentaren handelt es sich um journalistische Meinungsbeiträge und nicht um objektive Berichte.

Seit 2021 diskutiert Apenrade öffentlich über den Nørreport-Park. Bürgerinnen und Bürger haben sich eingebracht, Pläne wurden gezeigt, Varianten verworfen, Hoffnungen geweckt.

Bei einem Info-Treffen, das kürzlich stattfand, machte Thomas Andresen (Venstre), Vorsitzender des Ausschusses für Wohnen und Planung, klar, was der Stadtrat schon lange beschlossen hat – und auch immer wieder offen erklärt: Der politische Beschluss zum Bauen steht. Offen ist jetzt nur noch das Wie und Wann.

Ein Ass im Ärmel?

Auffällig ist Andresens Appell an mögliche Investoren. Gesucht seien Akteure, die nicht nur auf Gewinn schauten, sondern auch auf die Stadt. Das klingt gut. Doch: Investoren handeln in der Regel nach klaren wirtschaftlichen Interessen. Eine Investorin oder einen Investor zu finden, wo diese Interessen eine Nebenrolle spielen, ist schwer. Einige mögliche Kandidatinnen und Kandidaten sind bereits abgesprungen.

Jetzt stellt sich aber die Frage: Gibt es bereits konkrete Gespräche mit einem lokalen Investor, der genau dieses Profil erfüllt? Hat Thomas Andresen ein Ass im Ärmel? Oder gar mehrere?