Winterwetter

Kommune warnt: Eisflächen in Sonderburg sind tabu

Das Eis auf den Seen – hier der See bei Meels – scheint dick zu sein. Doch ein Experte der Kommune warnt: Das Eis kann täuschen.

Winterkälte: Die Kommune warnt vor dem Betreten von Eisflächen. Trotz stabiler Optik bleibt das Eis unsicher. Leserinnen und Leser erfahren, warum Vorsicht geboten ist.

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Zusammenfassung

  • Die Kommune Sonderburg warnt eindringlich davor, derzeit jegliche Eisflächen zu betreten.
  • Nach Angaben der Kommune wirkt das Eis zwar stabil, kann aber wegen unsichtbarer Strömungen jederzeit einbrechen.
  • Besonders Kinder sollen von zugefrorenen Gewässern ferngehalten und freundlich zum Verlassen der Eisflächen aufgefordert werden.

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Die Winterkälte hat auch die Kommune Sonderburg (Sønderborg) im Griff, und vielerorts locken die zugefrorenen Gewässer zum Betreten. Doch die Kommune warnt eindringlich davor: Das Betreten sämtlicher Eisflächen im Gemeindegebiet ist verboten. Das Verbot gilt für alle Gewässer – sowohl entlang der Küsten als auch auf öffentlichen Seen, in Häfen, an Bächen und anderen Wasserstellen.

„Der Frost hat sich festgesetzt, und viele bekommen Lust, aufs Eis zu gehen“, sagt Keld Rysgaard, Abteilungsleiter im Bereich Anlagen und Infrastruktur. „Aber das ist einfach zu gefährlich.“

Genau jetzt sind wir an dem Punkt, an dem viele denken: Es war doch schon lange kalt, vielleicht hält das Eis – und genau da müssen wir sagen: Nein, im Moment darf man nicht raufgehen.

Keld Rysgaard

Er erläutert gegenüber dem „Nordschleswiger“, warum derzeit kein See in der Kommune freigegeben werden kann. „Das Eis sieht stabil aus, aber man kann einfach nicht erkennen, ob es wirklich stark genug ist“, sagt er. „Schon ein kleiner Wasserstrom unter der Oberfläche kann dafür sorgen, dass das Eis an manchen Stellen dünner bleibt – und dann kann es brechen, selbst wenn es tagelang gefroren hat.“

Nahaufnahme einer grauen, zugefrorenen Wasserfläche mit dünner Schneeschicht und Rissen.
Eine dünn verschneite Eisfläche zeigt, wie trügerisch gefrorene Gewässer in der Kommune Sonderburg derzeit sind.

Auf die Frage, wie lange es gefroren haben müsse, bis das Eis sicher sei, antwortet Rysgaard: „Das kann man gar nicht genau sagen.“ Wenn sich unter dem Eis auch nur eine leichte Strömung befinde, könne es Wochen dauern, bis sich eine wirklich tragfähige Schicht bilde. „Genau jetzt sind wir an dem Punkt, an dem viele denken: Es war doch schon lange kalt, vielleicht hält das Eis – und genau da müssen wir sagen: Nein, im Moment darf man nicht raufgehen“, betont er.

Auch kleinere Wasserflächen seien trügerisch. „Selbst in Regenrückhalte- oder Überlaufbecken fließt Wasser, und dadurch gefriert es dort nie richtig“, erklärt Rysgaard. Wer dort unterwegs sei, dürfe sich nicht von der glatten Oberfläche täuschen lassen.

Wie richtig reagieren, wenn man Kinder auf einer Eisfläche entdeckt? „Wenn man Kinder auf einer zugefrorenen Fläche sieht, sollte man sie ansprechen und bitten, sofort an Land zu kommen“, sagt er. „Das ist kein Einmischen, sondern ein wichtiger Hinweis – es ist einfach nicht sicher, nirgends in der Kommune im Moment.“

Die Kommune Sonderburg bittet die Bürgerinnen und Bürger daher, die winterliche Landschaft lieber vom Ufer aus zu genießen.