Stadtentwicklung

Keine 180-Grad-Wende für den Nørreport-Park: Wohnungsbau weiterhin Hauptziel des Stadtrats

Das Streetfood-Festival ist seit einigen Jahren auf dem Nørreport-Gelände zu Gast – mit über 10.000 Besuchenden (Archivfoto).

Der Stadtrat von Apenrade hält am Bau von Wohnungen am Nørreport fest. Eine Investition von 22 Millionen Kronen wurde bereits getätigt. Weitere Treffen sollen klären, wie grüne Flächen integriert werden können.

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Zusammenfassung

  • Der Stadtrat von Apenrade hält trotz Widerstands am Plan fest, im heutigen Nørreport-Park neuen Wohnraum zu schaffen.
  • Der Park war von Beginn an nur als provisorische Nutzung einer seit 2012 entwickelten Fläche gedacht, in die bereits 22 Millionen Kronen geflossen sind.
  • Über Verkehrsführung, Einbindung von Grünflächen und konkrete Investorenmodelle soll in weiteren Sitzungen und Anhörungen entschieden werden, gestützt von einer Realdania-Förderung.

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Der Nørreport-Park in Apenrade hat viele Anhänger, die sich die grüne Oase als permanente Lösung wünschen. Doch der Stadtrat hält an seinem Kurs fest: Dort sollen Wohnungen entstehen. Das machte ein Info-Treffen im Rathaus deutlich, das kürzlich stattfand.

Keine neue Diskussion, sondern Überblick verschaffen

Rund 90 Gäste folgten der Einladung der Kommune, darunter auch mehrere Mitglieder des Stadtrats. Thomas Andresen (Venstre), Vorsitzender des Ausschusses für Wohnen und Planung, stellte aber klar: Der politische Beschluss zum Bau steht. Ziel des Abends sei kein Neustart der Debatte, sondern ein aktueller Überblick, berichtet „JydskeVestkysten“.

Seit 2012 beschäftigt sich die Stadt mit dem Areal nahe der Innenstadt. Der heutige Park entstand bewusst als Zwischenlösung, um eine brachliegende Fläche zu vermeiden. Die Kommune investierte rund 22 Millionen Kronen – unter anderem, um alte Bauten zu entfernen und das Gebiet aufzuwerten. Einen finanziellen Rückfluss erwartet die Stadt nicht.

Entwicklung mit Blick auf die Stadt

„Wir schauen auf den Inhalt des Projekts, nicht auf den Preis“, sagte Andresen. Entscheidend sei, dass neuer Wohnraum in Apenrade entsteht. Die Hoffnung richtet sich auf Investoren, die mit Blick auf die Stadt handeln – nicht allein mit Blick auf Gewinn.

Entwicklung der Verkehrsführung im Blick

Zentral für die weitere Planung bleibt die H. P. Hanssens Gade: Erst wenn der Stadtrat eine Grundlinie zur künftigen Nutzung der Straße festlegt, kann die Kommune Unterlagen für Investoren ausarbeiten. Diskutiert werden mehrere Modelle: Einbahnstraße, Verkehrsberuhigung oder eine komplette Schließung. Was es wird, wird in kommenden Sitzungen entschieden.

Weitere Treffen und Anhörungen sind angekündigt. Auch Gegner des Bauvorhabens sollen sich einbringen – vor allem bei der Frage, wie grüne Flächen in das Gebiet eingebunden werden können.

Investoren-Wünsche im Fokus

Eine neue Architektenkonkurrenz plant die Stadt nicht. Stattdessen setzt sie auf Gespräche mit möglichen Investoren. So wünscht die Kommune sicherzustellen, dass am Ende ein Projekt entsteht, das sich auch umsetzen lässt.

Positiv aus Sicht des Stadtrats: Eine Förderzusage von Realdania über 9,1 Millionen Kronen besteht weiterhin. Das Geld ist für eine grüne Verbindung gedacht, die Hafen, Nørreport, H. P. Hanssens Gade und die Fußgängerzone verknüpft – falls der Stadtrat diesen Weg einschlägt.