AUS DER MINDERHEIT

Erasmus-Erlebnisse: Schüler auf Entdeckungstour

Die Französischschülerinnen und -schüler des DGN

Austauschprogramm: Eine Woche voller kultureller Entdeckungen und neuer Freundschaften. Von Paris bis Argelès-sur-Mer erlebten die Schülerinnen und Schüler unvergessliche Momente. Der Bericht gibt Einblicke in ihre Reiseerfahrungen.

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Aus der Minderheit

Dieses ist ein Bericht aus dem Verbands- und Vereinsleben der deutschen Minderheit in Nordschleswig. Es handelt sich nicht um einen Beitrag aus der Redaktion des „Nordschleswigers”.

Wir, die Französischschüler der Klassen 2g und 3g, verbrachten im Rahmen des Erasmus-Austauschprogramms eine Woche in Frankreich. Die ersten beiden Tage waren wir in Paris, die folgenden fünf in Argelès-sur-Mer. Im Süden besuchten wir das Lycée Christian Bourquin. 

Paris 

Wir sind am 5. Dezember vom Flughafen in Billund losgeflogen und kamen am Abend in Charles de Gaulle in Paris an. Da es schon spät war, haben wir uns schnell auf den Weg zum Hostel Bastille gemacht und uns auf unseren Zimmern eingefunden. Am folgenden Tag haben wir eine Tour durch Paris gemacht. Wir haben bei Place de la Bastille angefangen und sind weiter zu Notre-Dame, welche wir leider nur von außen besichtigen konnten. Weiter haben wir das Centre Georges Pompidou und den Louvre von außen gesehen. Danach sind wir zum Weihnachtsmarkt gegangen, von wo wir auch das Ferris Wheel sehen konnten.

Gemeinsam Paris erleben – hier vor der Notre-Dame.

Nach dem Weihnachtsmarkt waren wir auf dem Place de la Concorde, wo wir uns den Obelisque angeschaut haben. Danach sind wir die Champs-Elyssée entlanggelaufen, bis wir zum Arc de Triomphe kamen. Als letztes haben wir uns zum Eiffelturm begeben, wo wir uns anstellten, um auf den Eiffelturm raufzugehen. Als wir uns anstellten, war es immer noch hell, aber als wir dran waren, die Treppen hochzulaufen, war es dunkel geworden und wir konnten das Glitzern vom Inneren des Turms erleben. Es war sehr schön, Paris im Dunkeln vom Eiffelturm zu sehen, mit all den Gebäuden und der Weihnachtsbeleuchtung. Als wir wieder vom Eiffelturm runterkamen und ein kleines Stück gingen, war ungefähr eine Stunde vergangen und wir konnten das Glitzern nochmal von Weitem betrachten. Am Abend waren wir dann in einem französischen Restaurant namens l’Epidon, wo wir sehr gutes Essen und Wein bekommen haben.

Es gibt viel zu entdecken.

Am zweiten Tag machten wir uns auf den Weg zum Louvre, nachdem wir aus dem Hotel ausgecheckt hatten. Die Pariser Metro war wie gewohnt voll, aber wir erreichten unser Ziel trotz Platzmangel. Das Louvre war atemberaubend. Von innen konnten wir oben auf die Pyramide blicken und die Menschenmenge bewundern. Wir teilten uns auf und jeder sah die Kunstwerke, die er sehen wollte. Nike von Samothrake, Mona Lisa, „Die Freiheit führt das Volk“ und weitere atemberaubende Kunstwerke gehören der Ausstellung an. Unser Weg führte uns in die Touristenshops und in ein Restaurant, bevor wir zur Dior-Galerie gingen. Das war sehr schön, und man bekam einen guten Einblick in die Geschichte von Dior. Im Mittelpunkt stand Christian Dior als Person. Die Galerie legte Wert darauf, seine Geschichte zu erzählen, wie er eigentlich zum Designer wurde. Die Ausstellung hatte wundervolle Kleider und Zeichnungen von Christian Dior selbst. Das Highlight war ein Kleid, das Prinzessin Diana anhatte. Wir sind die Champs-Élysées entlanggegangen und haben die Designer-Geschäfte gesehen. Wir fuhren mit der Metro zurück nach Bastille und warteten im Hotel, bevor wir zum Bahnhof Austerlitz gingen. Dann sind wir mit dem Nachtzug in den Süden gefahren. Es war ein unvergessliches Erlebnis.

Argelès-sur-Mer 

Am Montag, dem 8. Dezember, sind wir schließlich in Argelès-sur-Mer, dem Hauptziel unserer Reise, angekommen. Nachdem wir unsere Koffer und Taschen bei dem Hotel abgeliefert hatten, ging es für uns direkt weiter auf eine spannende Wanderung, denn wir wollten die Woche gut nutzen. Wir sind in Richtung Collioure gegangen: die schönste Stadt Frankreichs. Das Wetter war gut und sehr warm – knappe 20 Grad. Schon die Wanderung an den Klippen am Meer war atemberaubend. Als wir dann in die Stadt gingen, merkten wir, warum viele meinen, dass dies die schönste Stadt Frankreichs sei.

Die Schülerinnen und Schüler lernten die Kunst des Baguettebackens.

Am Dienstag ging es für uns dann zum ersten Mal in die Schule, wo wir herzlich begrüßt wurden. Zuerst bekamen wir eine Einführung und eine Rundführung durch die Schule „Lycée Christian Bourquin“ sowie einen Überblick über die unterschiedlichen Bereiche der Schule: das Lycée (Gymnasium), die Hotelschule, unterschiedlichste Küchenausbildungen, Kellner, Sommelier und ein Tourismuszweig. Danach hielten wir eine Präsentation über unsere Schule und Stadt sowie dänische Traditionen auf Französisch vor dem zweiten Jahrgang des Lycée. 

Mittwoch hatten wir dann die Möglichkeit für einen Austausch mit den Schülern der Tourismusklasse. Es gab viele spannende Gespräche, und wir haben uns sehr amüsiert. Danach sind die meisten der Mädchen nach Perpignan gefahren, um sich den Weihnachtsmarkt dort anzugucken.

Die Woche neigte sich mit dem Donnerstag langsam dem Ende zu. Aber wir hatten noch viel vor. Am Donnerstagmorgen haben wir mit der Bäckerklasse Baguette gebacken. Hierbei durften wir alles selbst machen und bekamen eine Einweisung in die Technik des Baguettebackens. Natürlich wurden uns auch Croissants und Pain au Chocolat angeboten, während wir da waren. Es schmeckte fantastisch. 

Die richtige Technik muss gelernt sein.

Die zahlreichen Baguettes konnten wir nach dem Kurs mitnehmen und hatten so Baguettes für Tage. Der Tag war jedoch lange noch nicht zu Ende, denn es gab noch eine spannende Fahrt durch die Weinberge und Städte der Umgebung, wobei der Geschichtslehrer Frederik uns die Geschichte nähergebracht hat. Davor gab es allerdings eine kurze Freizeit, in der wir am Strand baden gegangen sind. 

Freitag war dann schon der letzte Tag. Wir sind hier in die Schule gegangen und bekamen Diplome und Erinnerungsstücke von der spannenden Woche überreicht. Danach ging es für uns wieder in die Klasse der Tourismusstudierenden, wo wir zum Abschluss auf Französisch über die vergangenen Tage gesprochen haben. Somit kam die Woche zu ihrem Ende und mit viel Baguette machten wir uns mit dem Nachtzug auf den Heimweg.

Die DGN-Französinnen und -Franzosen bekommen Diplome und Erinnerungsstücke überreicht.

Erfahrungen, die bleiben 

Wir haben eine ereignisreiche Woche erlebt, in der wir an unsere Grenzen gekommen sind, aber auch viele Herausforderungen gemeistert sowie neue Kontakte geknüpft und eine vielfältige Kultur kennengelernt haben. 

Wir sind sehr dankbar, dass uns dies ermöglicht wurde und wir diese Erfahrung machen durften.

Alma Maria Elvang, Emmelie Jordt Venø, Hannah Evi Jacobsen, Lina M.D. Rigal-Feddersen