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Gefroren – aber nicht sicher: Seen und Küsten in Nordschleswig sind tückisch

Spazieren und Eislaufen auf unsicherem Eis: In Nordschleswig wird trotz Frost vom Betreten abgeraten.

Die Kälte hat Nordschleswigs Seen und Fjorde in ein winterliches Paradies verwandelt. Doch unter den scheinbar stabilen Eisdecken verbergen sich unsichtbare Gefahren. Solange kein offizielles Schild aufgestellt ist, raten die Behörden weiterhin dringend davon ab, das Eis zu betreten.

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Zusammenfassung

  • In Nordschleswig gilt trotz vieler zugefrorener Gewässer weiterhin ein Betretungsverbot für die Eisflächen.
  • Unterströmungen machen die Tragfähigkeit unberechenbar und erhöhen die Einbruchgefahr.
  • Erst wenn Kommunen und Polizei Eisflächen offiziell freigeben und dies ausschildern, dürfen Menschen sie betreten.

Diese Infobox wurde mithilfe von KI generiert und von der Redaktion geprüft.

Wenn Gewässer zufrieren, können Kinder, Familien und Eislauffans dem verlockenden Glitzern kaum widerstehen. Während in einigen Teilen Dänemarks ausgewählte Seen schon sicher betreten werden können, gilt in Nordschleswig jedoch weiterhin ein striktes Betretungsverbot.

Selbst nach mehreren Frosttagen bleibt die Tragfähigkeit der Eisdecke ungewiss. Unterströmungen können das Eis an einzelnen Stellen schwächen und ein plötzliches Einbrechen verursachen – besonders trügerisch in Fjorden und Seen mit Zuflüssen.

Hinzu kommt: Eisschichten wachsen laut dem dänischen Wetterdienst DMI (Danmarks Meteorologiske Institut) nur langsam. Bei minus fünf Grad entstehen in 24 Stunden theoretisch lediglich etwa 12 Millimeter neue Eisstärke.

Verantwortung der Kommunen

In Dänemark entscheidet die jeweilige Kommune in Zusammenarbeit mit der Polizei, ob Gewässer freigegeben werden dürfen. Eine Faustregel besagt, dass das Eis mindestens 13 bis 18 Zentimeter dick sein sollte, bevor Personen darauf gehen können.

Auch in Nordschleswig dürfen Eisflächen nur betreten werden, wenn Kommunen und Polizei die Freigabe offiziell erteilen. Bis ein Schild mit der Aufschrift „Færdsel på isen er tilladt“ aufgestellt ist, bleibt das Betreten verboten.

Keld Rysgaard, Abteilungsleiter für Anlagen und Infrastruktur bei der Kommune Sonderburg (Sønderborg), warnt: „Der Frost lockt viele aufs Eis, aber es ist einfach zu gefährlich. Schon kleine Strömungen unter der Oberfläche können das Eis schwächen.“ 

Gerade jetzt, da laut DMI ab dem Wochenende wieder Plusgrade erwartet werden, kann es Wochen dauern, bis eine wirklich tragfähige Eisschicht entsteht.

Sicherheitstipps für die Bevölkerung

  • Offizielle Hinweise beachten: Eisflächen nur betreten, wenn ein Schild „Færdsel på isen tilladt“ aufgestellt ist.
  • Informationen auf den Webseiten der Kommunen Sonderburg, Apenrade (Aabenraa), Tondern (Tønder) und Hadersleben (Haderslev) beachten.
  • Kinder von Eisflächen fernhalten und freundlich zum Verlassen auffordern.