Wirtschaftswelt

Spa und Spitzenschneiden: Sasha Vosooghi Narmighis Erfolgskonzept mit Ehefrau und Eigenständigkeit

Sasha Vosooghi Narmighi im neuen Schönheitsuniversum Manô House of Beauty
Sasha Vosooghi Narmighi in seinem neuen, modern eingerichteten Salon.

Selbstständigkeit: Sasha Vosooghi Narmighi trotzte den Zweifeln und etablierte sich mit Präzision und Kundenorientierung. In seinem neuen Salon im Borgen arbeitet er mit seiner Frau zusammen. Wie das funktioniert und warum er auf seine Selbstständigkeit setzt.

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Zusammenfassung

  • Sasha und seine Frau Malene haben in Sonderburg das gemeinsame Schönheitszentrum „Manô House of Beauty“ eröffnet.
  • Der frühere Einzelsalon ist zu einem größeren, ruhigeren Spa-ähnlichen Konzept mit Friseur- und Kosmetikangeboten gewachsen.
  • Das Paar arbeitet selbständig ohne Chefs und setzt auf entspannte Atmosphäre.

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Als sich Sasha Vosooghi Narmighi vor zwölf Jahren bei der Eröffnung des Einkaufszentrums Borgen mit dem einzigen Friseursalon des Hauses selbständig machte, waren viele skeptisch. „Die Gerüchte schwirrten. Das wird nie gehen und die Miete ist viel zu hoch“, erinnert sich Narmighi. Sie glaubten nicht, dass es der damals 22-Jährige schaffen würde. Heute kann er getrost lächeln.

Denn der 35-Jährige hat es den Skeptikern gezeigt: Seine professionelle Arbeitsweise – er setzt auf Präzision – und seine stets aufrichtige und zuvorkommende Art, mit der er und seine Angestellten Kundinnen und Kunden behandeln, ist gut angekommen: Die Selbstständigkeit geht weiter.

Warum, das erklärt er dem „Nordschleswiger“ bei einem Gespräch in der Küche des erst vor Kurzem eingeweihten Schönheitsuniversums „Manô House of Beauty". Denn Sasha und seine Frau Malene sind seit Januar nicht nur ein Paar und die Eltern zweier Kinder. Sie sind seit ein paar Wochen professionelle Kollegen. Im Schönheitssalon gibt es Hilfe für Haut und Haar.

Modern in Schwarz und Weiß

Ehemaliger Schüler der Deutschen Schule Sonderburg

Auf die Frage, ob Sasha schon immer Friseur werden wolle, muss er lachen: „Ich will ganz ehrlich sein: Ich habe die Volksschule gehasst! Stillsitzen und Papier, das ist für mich einfach viel zu langweilig. Wenn ich die erste Seite gelesen habe, frage ich mich ’Wann wird es endlich spannend?“ Das wüssten sein damaliger Schulleiter Helmuth Petersen und seine Lehrerin Hannelore Holm von der Deutschen Schule Sonderburg auch, meint er lachend. 

Das Friseurgewerbe begann einst für ihn mit einigen Freunden, denen er für 50 Kronen die Locken stutzte. „Aber die kommen immer noch zu mir“, meint er gutgelaunt.

Das Friseurdasein ist für ihn perfekt, sagt er: „Man geht während der Ausbildung nicht so lang zur Schule, das Praktische steht im Vordergrund. Das Beste an dem Beruf ist: Man bekommt sofort ein Resultat. Ich muss nicht lange warten“, meint der Friseur. Er freut sich, wenn die Kundinnen und Kunden sich bei ihm mit einem glücklichen Lächeln verabschieden.

Vom Schönheitssalon sieht man die Menschen des Einkaufszentrums vorbeiwandern. Man hört sie aber nicht.

Sasha Vosooghi Narmighi

  • Geboren: 15. Dezember 1990 in Sonderburg (Sønderborg)
  • Geschwister: Jessica, Aarhus, und Alexander, Sonderburg
  • Institutionen: Deutscher Kindergarten, Deutsche Schule Sonderburg
  • 2015 Malene Maj Sørensen geheiratet
  • Zwei Kinder: Madeline und Noel
  • Beruflicher Hintergrund: Lehrzeit und anschließend fester Mitarbeiter im Salon „Manhattan“ in Sonderburg
  • Als 22-Jähriger eröffnete Narmighi im Borgen seinen eigenen Friseursalon „MbyS Coiffure"
  • Seit Januar 2026 „Manô House of Beauty“

Er liebt den Kontakt zu Menschen. „Man trifft so viele, auf allen Niveaus – ob Ärzte, Handwerker oder Kinder und Jugendliche. Man macht sie glücklich, und dann bekommt man obendrein auch noch Geld dafür“, so Sasha Narmighi.

Selbstständigkeit bringt Freiheit

Eines hat er schon immer gewusst: Dass er, wie sein Vater, selbständig sein wollte. Parviz Vosooghi hat die Computerwerkstatt „IT Clinic“. „Ich glaube, dass ich nie mehr irgendwo angestellt sein möchte. Mir wurde vor einigen Jahren ein Job bei L’Oreal angeboten. Kann sein, dass ich einen guten Lohn bekommen hätte. Aber man ist irgendwie eingesperrt. Ich liebe die Freiheit“, so der Friseur, der mit seiner Familie am Skovglimt lebt. Dass er selbst viele Stunden Arbeit in seinen Salon gesteckt hat, das macht ihm nichts aus.

175 Quadratmeter stehen dem Ehepaar nun zur Verfügung. Sie genießen es, an der gleichen Adresse zu arbeiten. Früher war er in Borgen, während Malene in den vergangenen drei Jahren ihr Schönheitsstudio mit ihren luxuriösen Behandlungen zu Hause anbot.

Hier sind wir nicht Mann und Frau, sondern Kollegen.

Sasha Vosooghi Narmighi

„Wir haben früher schon immer mehrfach täglich miteinander telefoniert. Haben einander von den verschiedenen Kunden erzählt und wie wir es mit den Kindern regeln“, so der Friseur. Nun sind die beiden an der gleichen Adresse, sehen einander aber trotzdem relativ wenig. „Hier sind wir nicht Mann und Frau, sondern Kollegen“, meint der 35-Jährige.

Sie brauchen keine Chefs

Seine Malene kann nun auch im „House of Beauty" praktische Dinge übernehmen. Ein Beispiel dafür ist die Vermarktung, mit der seine Frau vor ihrem Schönheitssalon professionell gearbeitet hat. Den beiden passt es ausgezeichnet, für sich selbst verantwortlich zu sein. „Wir haben keine Chefs in unserem Leben“, stellt Sasha glücklich fest.

Das Ehepaar Malene Maj Sørensen und Sasha Vosooghi Narmighi im neuen Salon.

Im Friseursalon arbeiten augenblicklich fünf Friseurinnen und Friseure. Hinzu kommt die Kosmetikerin Malene Maj Sørensen. In der ersten Woche gab es schon Kundinnen und Kunden, die sich beide Angebote zugutekommen ließen. „Einige von Malenes Kunden kommen nun auch zu uns und lassen sich hier die Haare richten. Das ist für viele natürlich einfacher“, so der 35-Jährige.

Die ganze Welt kommt zu Manô

Der Salon „Manô" hat – von den Universitäts-Studierenden aus der ganzen Welt abgesehen – auch Kundinnen und Kunden aus Deutschland. In Flensburg (Flensborg) gibt es laut dem Sonderburger Friseur oft Discountlösung von Billigsalons: „In Deutschland musst du die Haarwäsche, das Föhnen und alles andere hinzukaufen. Hier in Dänemark enthält ein Haarschnitt auch ein leichteres Styling. So ist das“, so der Sonderburger. Alle im Salon können englisch sprechen.

Das war für uns der richtige Name. Der andere war für viele irgendwie zu umständlich.

Sasha Vosooghi Narmighi

Die neue Adresse im Einkaufszentrum hat im Verhältnis zum früheren Salon an der Ecke im ersten Stock mehr Platz und mehr Vorteile. Bei Manô sind die Kundinnen und Kunden etwas privater platziert. „Im anderen Salon war alles sehr offen. Hier ist man doch ein wenig mehr abgeschirmt“, meint Sasha. Der neue Name „Manô" sind die beiden ersten Buchstaben der Kindernamen ihrer Kinder Madeline und Noel. „Das war für uns der richtige Name. Der andere war für viele irgendwie zu umständlich“, so der Friseur. „MbyS Coiffure" hatte 100 Quadratmeter.

Manô House of Beauty liegt im ersten Stock des Einkaufszentrums Borgen

Spa-Ruhe statt Trubel

Der Friseursalon verfügt im hinteren Teil über einen großen sogenannten „Kérastase-Backwash“ – der einzige in ganz Dänemark. So ist „Manô The House of Beauty" zum Flaggschiff für den ersten neuen Waschbereich in einem privaten Salon geworden. „Und das hier im kleinen Sonderburg“, so Sasha Narmighi stolz. 

Die Waschecke wurde speziell für den Salon designt: mit gedämpfter Beleuchtung und nicht zuletzt mit wohltuender Ruhe: „Hier ist es ein wenig wie im Spa. Man liegt mit einer Haarfarbe oder einer Kur und ist weg vom Trubel. Leute haben heute so viel um die Ohren. Hier gibt es eine Pause, und das tut allen gut.“ Der Salon wurde wegen des Spa-Bereichs vom offenen Einkaufszentrumbereich hin gut abgeschirmt, damit der Lärm von den Menschen nicht zu den Salongästen gelangt.

Die exklusiven Spa-Waschbecken von „Kérastase“