Denkmalschutz

Vereinsmitglied: Die Entscheidung, den Højkro aufzugeben, wäre längst überfällig

Trine Steinbeck glaubt nicht mehr an die Rettung des Højkros.

Trine Steinbeck aus Süderseiersleff meint, dass die Gastwirtschaft nicht mehr zu retten ist. Der Verein könne das nötige Kapital unmöglich aufbringen, meint die Dorfbewohnerin.

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Sie war Mitglied der ersten Stunde, als der Freundeskreis Højkro's Venner, der Verein zur Rettung der gleichnamigen Gastwirtschaft in Süderseiersleff (Sønder Sejerslev) im Jahr 2022 gegründet wurde: Trine Steinbeck. Nun will der Freundeskreis Venner, wie bereits früher berichtet, aufgeben. Der Vorstand schlägt daher die Auflösung des Vereins vor, wenn er am 19. Februar zur Generalversammlung einberuft. Für diesen Vorschlag hat Trine Steinbeck aus Süderseiersleff volles Verständnis.

Zusammenfassung

  • Die Dorfbewohnerin Trine Steinbeck aus Süderseiersleff sieht keine Chance mehr für den verfallenen Højkro. Ein Abriss sei unumgänglich. 
  • Die Entscheidung des Freundeskreises, sich aufzulösen, findet ihre volle Unterstützung. Der Verein verfüge nicht über das nötige Kapital.
  • Eigentümerin Therese Thøgersen verlangte 450.000 Kronen und Vorab-Sanierungen bis zur Übernahme, was der Verein als finanziell untragbar ablehnte.

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Johannes’ und Trine Steinbecks Haus liegt ungefähr einen Kilometer von der Ruine entfernt. „Der Anblick macht uns traurig, jedes Mal, wenn wir daran vorbeifahren. Wir haben aber volles Verständnis für den Vorschlag des Vorstandes. Die Entscheidung war längst überfällig. Die Gastwirtschaft ist mittlerweile so verfallen, dass sie nur noch abgerissen werden kann“, bedauert Trine Steinbeck. 

Es ist schade, dass es so weit kommen musste.

Trine Steinbeck

Die Familie Thøgersen befindet sich seit 2008 im Besitz der einst so beliebten Gastwirtschaft, die seit 2010 leer steht und drinnen wie draußen immer weiter verfällt. Der Zustand sei so miserabel, dass die Emmerleffer Kirche, die in Seiersleff liegt, immer seltener als Stätte für Hochzeiten und Kindtaufen gewählt werde, hat der Vorsitzende des Freundeskreises, Mads Rykind-Eriksen, im vergangenen Jahr berichtet. Mehrfach sind Gebäudeteile auch auf den Friedhof gefallen.

„Es ist schade, dass es so weit kommen musste. Therese Thøgersen hätte früher verkaufen müssen, als sich die Möglichkeit bot“, meint Steinbeck.

Der Højkro ist äußerst sanierungsbedürftig.

Ein Interessent war der Freundeskreis. Für 450.000 Kronen hätte dieser das unter Denkmalschutz stehende Anwesen gekauft. An einen möglichen Verkauf heftete die Besitzerin aber die Bedingung, dass der Verein die dringlichsten Arbeiten finanzieren müsste, die bis zur Übernahme am 1. September fällig wurden.

Verständnis für die Ablehnung des Angebots

„Ich verstehe gut, dass der Verein dankend abgelehnt hat. Die Übernahme zu diesen Bedingungen und der Kauf wären ein Fass ohne Boden gewesen. Das hätten wir schon bei der Gründung des Vereins einsehen müssen. Aber hinterher ist man immer klüger“, sagt Trine Steinbeck.

Als Dorfgemeinschaft sei man oft Zeuge von mutwilligem Eindringen Unbekannter, die im Kruginneren noch mehr zerstören als schon demoliert sei. Die Türen würden einfach aufgebrochen. In dem Haus auf der anderen Straßenseite, das auch zum Højkro gehört, sei auch Brandstiftung verübt worden.