Kriminalität

Landesweit mehr Wohnungseinbrüche – leichter Rückgang in Hadersleben

Während in Dänemark die Zahl der angezeigten Wohnungseinbrüche 2025 um neun Prozent gestiegen ist, verzeichnet die Kommune Hadersleben einen leichten Rückgang. Dennoch bleibt die Aufklärungsquote begrenzt – doch haben Einbrüche für die Polizei weiterhin Priorität.

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Zusammenfassung

  • Landesweit steigen 2025 die Wohnungseinbrüche, während Firmen- und Leerstandseinbrüche leicht zurückgehen.
  • In Hadersleben sinkt die Gesamtzahl der Einbruchsanzeigen leicht, die Kommune bleibt aber ein Risikogebiet.
  • Die Aufklärungsquote bei Einbrüchen bleibt wegen schwieriger Beweislage begrenzt.

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Was Wohnungseinbrüche angeht, verzeichnet die Polizei für 2025 landesweit ein Plus von 1.338 Einbruchsanzeigen im Vergleich zu 2024. Dies ist eine Steigerung von 9 Prozent. Dies berichtet die dänische Statistikbehörde Danmarks Statistik. Aber: Die Zahl der gemeldeten Einbrüche in Unternehmen ist gefallen, nämlich um 13 Prozent. Bei gemeldeten Einbrüchen in unbewohnte Gebäude gibt es ein Minus von 5 Prozent – insgesamt also ein gemischtes Bild. 

In der Kommune Hadersleben ging die Zahl der Einbrüche, die im Vorjahr zur Anzeige gebracht wurden, im Vergleich zu 2024 leicht zurück. Gab es im Jahr 2024 insgesamt 308 Einbruchsanzeigen in den drei oben genannten Kategorien, waren es im Jahr 2025 295. Am häufigsten sind und waren Einbrüche in Privatwohnungen. Deren Zahl ist in Hadersleben 2025 ebenfalls leicht rückläufig. Die Zahl der gemeldeten Einbrüche in Unternehmen blieb in den vergangenen Jahren relativ stabil.

Einen Tiefstand erreichte die Zahl der angezeigten Einbrüche in der Kommune Hadersleben im Jahr 2022, als die Corona-Pandemie die Menschen dazu brachte, mehr Zeit zu Hause zu verbringen. Gleichwohl bleibt Hadersleben trotz sinkender Zahlen ein Risikogebiet

Auf längere Sicht ist die Zahl der Einbrüche in der vergangenen Dekade landesweit gesunken, dies gilt auch lokal für die Kommune Hadersleben. So verzeichnet Danmarks Statistik landesweit einen markanten Rückgang der Einbruchsanzeigen in den vergangenen zehn Jahren um etwa die Hälfte.

Taskforce ermittelt bei Einbruchsdelikten

Ins Auge fällt, dass die Zahl der Beschuldigungen deutlich geringer ist als die Zahl der Einbruchsanzeigen. Für Hadersleben ergibt sich mit den Zahlen von Danmarks Statistik für 2025 ein prozentualer Anteil von 11,2 Prozent, wenn alle drei genannten Einbruchsvarianten (Wohnungen, Firmen, leerstehende Gebäude) mit der Zahl der Beschuldigungen verglichen werden. 

So hat die Polizei laut Danmarks Statistik in Hadersleben 295 Einbrüche in den drei Kategorien registriert, was zu 33 Beschuldigungen der Polizei führte. Daraus ergibt sich eine Prozentzahl von 11,2. Landesweit liegt der Schnitt bei 7,8. Diese Zahl wird im Dänischen „opklaringsprocent“ genannt. 

Allerdings bedeutet eine Beschuldigung der Polizei nicht automatisch, dass es zu einer Verurteilung einer Person kommt und das Verbrechen aufgeklärt wird. Zudem: Die Zahl der Beschuldigungen ist nicht gleichzusetzen mit einer Personenzahl, da eine Person für mehrere Taten verantwortlich sein kann. „Beschuldigungen lassen sich nicht mit Personen gleichstellen. Wenn wir einen mutmaßlichen Einbrecher festnehmen, dann ist es oft so, dass die Person für mehrere Taten infrage kommt“, so Vizepolizeiinspektor Nikolaj Hølmkjær, von der Polizei von Südjütland und Nordschleswig. 

Die  Prozentzahl kann zudem variieren, so die Einschätzung von Hølmkjær. „Wir arbeiten daran, Einbrüche nicht nur aufzuklären, sondern auch vorzubeugen. Im gesamten Polizeikreis, und somit auch in Hadersleben, arbeiten spezielle Beamtinnen und Beamte an Einbruchsfällen. Er gibt einen Einblick, wie die Polizei arbeitet: „Wir kategorisieren die Einbrüche beispielsweise nach Zeitraum, Wahl des Diebesgutes und Einbruchsmethode. Wenn wir dann eine Person für eine Tat beschuldigen, untersuchen wir auch, ob diese Person auch für andere Einbrüche infrage kommt.“

„Auf frischer Tat“ bietet mehr Möglichkeiten 

Die Schwierigkeit für die Polizei, so Hølmkjær, bestehe darin, dass nach einem Einbruch oftmals der oder die Täter den Tatort verlassen haben, und es dann auf die Spurenlage ankommt. „Wenn wir einen Anruf bekommen, dass gerade ein Einbruch passiert, dann haben wir viel mehr Möglichkeiten“, so der Vizepolizeiinspektor. „Für uns haben Einbrüche Priorität, weil so ein Einbruch für die Geschädigten ein sehr unangenehmes Ereignis ist.“