Ausstellung

Anneli Olsen im Kunsthaus: Säge statt Schlussstrich

Künstlerin Anneli Olesen sitzt zwischen Holzfragmenten im Alten Hafenamt, wo sie aus früheren Arbeiten neue Werke für die Ausstellung „fragmentum“ entwickelt.

Aus alt mach neu: Die Kopenhagener Künstlerin Anneli Olesen zeigt im Kunsthaus am Haderslebener Hafen, wie aus zersägten Arbeiten neue Kunst entsteht.

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Zusammenfassung

  • Die Künstlerin Anneli Olesen zeigt im Alten Hafenamt Hadersleben ihre Ausstellung "fragmentum" mit Werken aus zerlegten früheren Arbeiten.
  • Sie versteht ihre Kunst als offenen Prozess, bei dem alte Holzstücke und Drucke neu kombiniert werden und so auch Material wiederverwendet wird.
  • Im Kunsthaus „Det Gamle Havnekontor“ bezieht Olesen den gesamten Raum ein, lässt Bodenfragmente und Wandgrafiken zusammenwirken.

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Am Sonnabend, 18. April, eröffnet der Haderslebener Kunstverein im Alten Hafenamt die Ausstellung „fragmentum“ von Anneli Olesen. Die Künstlerin arbeitet nicht mit fertigen Werken. Sie nimmt frühere Arbeiten auseinander – und baut daraus neue.

„Meine Werke sind nicht abgeschlossen – sie entwickeln sich weiter“, sagt die ausgebildete Designerin. Was einmal entstanden ist, bleibt für sie Material. Kein End-, sondern ein neuer Ausgangspunkt.

Die stellvertretende Vereinsvorsitzende Alice Juul im Gespräch mit ihrem Gast aus Kopenhagen: Die Künstlerin stellt zum ersten Mal in Hadersleben aus und hat sich akribisch darauf vorbereitet.

Auf der Suche nach Neuem

Anneli Olesen zersägt, zerlegt und setzt neu zusammen. Holz, Drucke, Fragmente – alles kann wieder auftauchen, in anderer Form, in anderem Zusammenhang.

Das hat auch eine praktische Seite: Sie verwendet vorhandenes Material erneut und reduziert so – ganz nebenbei – ihren ökologischen Fußabdruck. Vor allem aber hält sie ihre Arbeit bewusst in Bewegung. Stillstand interessiere sie nicht: „Ich bin stets auf der Suche nach Neuem.“

Der Raum arbeitet mit

Anneli Olsen baut ihre Ausstellung auf, die Werke hat sie eigens für Hadersleben ausgewählt. Am 16. Mai greift Olesen ihre Idee noch einmal auf: Beim „Frühling am Hafen“ findet gemeinsam mit Gästen ein Workshop statt, natürlich mit recycelten Materialien.

Fragmente am Hafen

    • Vernissage am Sonnabend, 18. April, 14 Uhr, 
    • Inga Roland Lykke (Venstre), stellvertretende Vorsitzende des Kulturausschusses, hält die Eröffnungsrede. 
    • Der Eintritt ist frei. 
    • Die Ausstellung „fragmentum“ läuft bis zum 31. Mai im Kunsthaus in Hadersleben.

Im Kunsthaus „Det Gamle Havnekontor“ geht es diesmal nicht nur um Bilder an der Wand. Olesen denkt den Raum mit – schließlich hat sie viele Jahre Ausstellungen designt, unter anderem im Nationalmuseum. 

Auf dem Boden liegen Holzfragmente, an die Wand gelehnt sind grafische Drucke zu sehen. „Beides gehört zusammen“, sagt sie. Die Arbeiten reagieren aufeinander, verschieben sich im Blick des Betrachters. Es entsteht kein klassischer Ausstellungsrundgang, sondern ein Gefüge aus Teilen, die miteinander arbeiten.

Kunst im Flow

Ihr künstlerischer Workflow hat jedoch Grenzen: Verkaufe sie ein Werk, fasse sie es nicht mehr an, wie sie lachend versichert: „Das ist dann nicht mehr mein Problem.“