Umwelterziehung

Grüne Projekttage an der Deutschen Privatschule Feldstedt: Gemeinsam und praktisch der Natur helfen

Lehrer Thorbjörn Fichtner-Grabowski (2. v. r.) blickt zufrieden auf den Teich, den er gemeinsam mit den Kindern gesäubert hat.

Schülerinnen und Schüler gestalten ihre Schule um. Sie bauen Totholzhecken und Komposthaufen, um nachhaltige Kreisläufe zu schaffen. Ein praktisches Lernen, das Zusammenarbeit und Verantwortung fördert, ist der zuständige Lehrer überzeugt.

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Zusammenfassung

  • Die Deutschen Privatschule Feldstedt veranstaltet grüne Projekttage, bei denen Kinder das Schulgelände naturnaher gestalten.
  • Sie bauen unter anderem eine Benjeshecke, Komposthaufen sowie Insektenhotels und Nistkästen, um Lebensräume für Tiere zu schaffen.
  • Projektleiter und Lehrkräfte betonen, dass die Schülerinnen und Schüler so nachhaltige Kreisläufe praktisch verstehen und Verantwortung für ihre Umgebung übernehmen.

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Die Sonne scheint durch die Wipfel der noch kahlen Bäume auf dem Schulhof der Deutschen Privatschule Feldstedt (DPF). Es riecht nach feuchter Erde, Kinderstimmen wimmeln durcheinander. Zwischendurch ein Zuruf. Es wird gehämmert. Am Rand des Schulhofs beugt sich eine kleine Gruppe Kinder über einen Teich. Mit Keschern holen sie Blätter und Schlamm aus dem Wasser.

Theorie und Praxis vereint

An der Deutschen Privatschule Feldstedt ist in diesen Tagen vieles anders als sonst:  Es wird gesägt, gegraben und gebaut. Die „grünen Projekttage“ finden statt – und die Kinder machen ihre Schule Stück für Stück naturfreundlicher.

(v. l.) Emilio, Paul, Luan und Torben sind stolz auf die Komposter, die sie unter anderem aus alten Paletten gebaut haben.

Ein paar Meter weiter entsteht eine Totholzhecke. Äste werden geschleppt, gestapelt, neu sortiert. „Das bringt Spaß, mal mit den Händen zu arbeiten und nicht im Klassenzimmer zu lernen“, sagt Elise und wischt sich kurz die Hände an der Hose ab. Die sogenannte Benjeshecke soll später Insekten und kleinen Tieren Schutz bieten.

Die Totholzhecke wird mit Ästen der schuleigenen Bäume gebaut. Dafür müssen diese jedoch zugeschnitten werden.

Kreisläufe kennenlernen – am praktischen Beispiel

Emily weiß genau, warum das wichtig ist. „Sonst gibt es keine Insekten mehr und die sind wichtig, damit die Pflanzen sich vermehren, damit wir Essen haben“, sagt sie. Was im Unterricht begonnen hat, wird draußen jetzt greif- und erfahrbar. 

Hinter dem Schulgebäude wächst derweil ein Komposthaufen. Küchenreste, Laub, Gras – alles bekommt hier seinen Platz. „Mit dem Kompost können wir dann die Hochbeete befüllen und dort Pflanzen anbauen“, erklärt Elise. Ein Kreislauf entsteht, den die Kinder durch den Unterricht nicht nur besser verstehen, sondern den sie jetzt selbst mitgestalten.

Die Hochbeete sollen später mit dem eigenen Kompost befüllt und dann bepflanzt werden. Im Hintergrund wird noch am Teich gearbeitet. Er wird ebenfalls Lebensraum für Tiere und Pflanzen sein.

Projektleiter Thorbjörn Fichtner-Grabowski beobachtet das Treiben. Für ihn ist die Woche mehr als ein praktisches Projekt. „Die Kinder sehen, wie ein nachhaltiger Kreislauf funktioniert. Und sie erleben, dass sie selbst etwas schaffen können“, sagt er.

Sichtbare Erfolge für die Kinder

Auch im Inneren der Schule wird gearbeitet. Alte Blechdosen und Bambusstücke liegen auf den Tischen, daraus entstehen Insektenhotels. Daneben entstehen Nistkästen für Vögel. „So schaffen wir Lebensräume“, erklärt der Lehrer.

Emily (l.) und Klara bauen ein insektenhotel.

Am Sportplatz ist bereits der nächste Schritt geplant. Dort soll eine Wildblumenwiese entstehen – ein Ort für Bienen, Schmetterlinge und andere Insekten. Dass das gelingt, liegt auch an der Unterstützung von außen. Eltern haben Samen, Pflanzen und Stauden gespendet.

Für Fichtner-Grabowski zeigt sich hier ein wichtiger Teil des Lernens: „Wenn Schülerinnen und Schüler aktiv arbeiten, verstehen sie vieles besser. Und sie lernen, zusammenzuarbeiten, Rollen zu übernehmen und sich gegenseitig zu akzeptieren“, nennt er weitere Aspekte dieser Lernform.

Lehrer Thorbjörn Fichtner-Grabowski (l.) und Andreas Vicentine arbeiten tatkräftig mit.

Am Ende der Woche wird das Schulgelände anders aussehen. Grüner. Lebendiger. Und wie ein Ort, den die Kinder selbst gestaltet haben.

„Es ist schön zu sehen, was man gemacht hat“, sind sich die Kinder einig.

Vom „grünen“ Schulhof geht es zum Abschluss des Projekts zurück in die Schulräume, wo die Schülerinnen und Schüler ihren Schulkameradinnen und -kameraden zeigen, was sie während der Projekttage gemacht haben.

Die Äste für die Benjeshecke müssen zugesägt werden.