Tourismus

Preisgekrönte Fahrradfähre: Am 14. Mai heißt es wieder „Willkommen an Bord“

Die Fahrradfähre am Anleger von Ekensund

In Kürze wird die Saison der Fahrradfähre mit Fahrten an den Feiertagen und Wochenenden eingeleitet, bevor der tägliche Betrieb beginnt. Außerdem wird erklärt, warum eine Nachmittagsfahrt durch kürzere Routen zwischen Deutschland und Dänemark ersetzt wurde und warum die Freunde der Fahrradfähre nach Sponsoren und Freiwilligen suchen.

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Zusammenfassung

  • Die preisgekrönte Fahrradfähre auf der Flensburger Förde startet Mitte Mai mit Fahrten an Feiertagen und Wochenenden in die neue Saison.
  • Wegen geringer Nachfrage wird die Nachmittagsfahrt von Ekensund um 16 Uhr gestrichen und durch kürzere, stark genutzte Pendelfahrten zwischen Brunsnis und Langballigau ersetzt.
  • Für neue Sicherheitsrampen in Marina Minde und Ekensund fehlen noch 20.000 Kronen, während zugleich Sponsoren und zusätzliche freiwillige Helferinnen und Helfer gesucht werden.

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Seit 2019 bieten Fahrradfähren unter Kapitän Palle Heinrich Touren zwischen Dänemark und Deutschland auf der Flensburger Förde an. Das Angebot, das auch eine direkte Verbindung zum Gendarmenpfad, einem der schönsten Küstenwanderwege Dänemarks, herstellt, ist sehr beliebt.

Wird eine Tour jedoch nicht ausreichend genutzt, müssen Alternativen gefunden werden. Ein Beispiel ist die Nachmittagstour von Ekensund (Egernsund) um 16 Uhr. Sie wird in diesem Jahr durch kürzere Fahrten zwischen Brunsnæs auf der dänischen Seite und Langballigau in Deutschland ersetzt. Diese Verbindung ist stark nachgefragt und wird in den Sommermonaten von vielen Menschen genutzt.

Bei Hochwasser neue Rampen

Eine neue, sicherheitsfördernde Initiative sind zusätzliche Rampen in den Häfen Marina Minde und Ekensund (Egernsund). Bei Hochwasser könnten sie den Transport von Fahrrädern auf und von der Fähre erheblich erleichtern.

Mit der Fahrradfähre haben wir auf beiden Seiten der Förde ein neues touristisches Angebot geschaffen und sind gleichzeitig ein Beispiel für die sehr gute Zusammenarbeit an der Förde.

Gerhard Jacobsen

Die staatliche LAG-Förderung (Lokale Aktionsgruppen) und die Stiftung BHJ-Fonden haben bereits Gelder bewilligt. Es fehlen aber immer noch 20.000 Kronen für das 120.000 Kronen teure Projekt. Um mögliche Sponsoren zu gewinnen, wird im darauffolgenden Jahr auf Bannern, der Homepage und in den Flyern der Fähre Werbung gemacht. Die Fahrradfähre ist für jeweils 12 Fahrgäste und 12 Fahrräder ausgelegt.

Die Fahrradfähre bei der Anfahrt zum Anleger in Süderhaff

Im vergangenen Jahr konnten sich die Freunde der Fahrradfähre und der Kapitän Palle Heinrich nach der letzten Fahrt zufrieden auf die Schulter klopfen: Auf der Route Ekensund-Brunsnis-Langballigau wurden in der Saison 2025 7.600 Passagiere transportiert. Obwohl es weniger Fahrten gab als im Vorjahr, waren trotzdem 800 Menschen mehr an Bord gegangen.

Mit dem Initiativpreis ausgezeichnet

Ein weiterer Beweis, dass die Fahrradfähre seit 2019 ein sehr geschätztes Angebot für Touristinnen, Touristen und Einheimische ist, war die Auszeichnung mit dem „Initiativpreis 2025“ der Tourismusorganisation Destination Sønderjylland.

„Mit der Fahrradfähre haben wir auf beiden Seiten der Förde ein neues touristisches Angebot geschaffen und sind gleichzeitig ein Beispiel für die sehr gute Zusammenarbeit an der Förde“, so der Initiator Gerhard Jacobsen.

Beim Initiativpreis gab es Mitstreiter aus ganz Nordschleswig. Bei der Top 10 holte sich die Fahrradfähre 33 Prozent der abgelieferten Punkte. „Wir haben uns sehr über diese Auszeichnung gefreut“, so Gerhard Jacobsen.

Freiwillige Helferinnen und Helfer dürfen sich gern melden

Die Fährverbindung ist eigentlich mit freiwilligen Helfenden eingedeckt. „Aber im Laufe einer Saison springen auch einige ab, und dann haben wir wieder Platz für neue Kräfte. Wenn es nicht anders geht, werden die Neuen aber auf das nächste Jahr vertröstet. Das ist immer eine gute Lösung“, sagt Gerhard Jacobsen. 

Die Freiwilligen helfen nicht „nur“ an Bord – es werden auch Kräfte bei der  Kulturnacht in Sonderburg (Sønderborg) und dem Apfelfest in Gravenstein (Gråsten) gebraucht.

Hier startete die Fahrradfähre im Juni 2019 ihren Betrieb.