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Grenzenloses Miteinander: Minderheiten planen neues Fest in Niebüll

Straßenstand mit Glücksrad und dänischen Flaggen in belebter Altstadtgasse
Zu den vielen Aktivitäten der Minderheiten in der Fußgängerzone in Tondern gehörte am 2. Oktober 2021 ein Glücksrad (Archivfoto).

Nach dem erfolgreichen „Jubiläum“ in Tondern arbeiten die deutsche und dänische Minderheit an einer Neuauflage ihres grenzüberschreitenden Treffens. Im September soll Niebüll zum Schauplatz eines bunten Programms aus Kultur, Diskussion und Begegnung werden.

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Zusammenfassung

  • Deutsche und dänische Minderheit planen erneut ein gemeinsames Fest im Rahmen des Projekts „100 år mindretal - 100 Jahre Minderheit“.
  • Die Veranstaltung soll am verkaufsoffenen Sonntag, 20. September, in der Hauptstraße und auf dem Marktplatz in Niebüll stattfinden.
  • Geplant sind Informationsstände der Vereine, eine Podiumsdiskussion zur „Minderheitenidentität 2026“ sowie musikalische Beiträge und ein gemeinsamer Tagesabschluss.

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In der Kommune Tondern (Tønder) und im Amt Südtondern südlich der Grenze basteln die deutsche und dänische Minderheit an einem gemeinsamen Event.

Anfang Oktober 2021 gaben sich die deutsche Minderheit aus der Kommune Tondern und die dänische Minderheit aus dem Amt Südtondern in der Fußgängerzone in der Wiedaustadt ein gemeinsames Stelldichein. 

Die deutschen Vereine und Einrichtungen aus der nordschleswigschen Westküstenkommune und die südschleswigschen Vereine und Institutionen feierten mit einer werbewirksamen Aktion coronabedingt nachträglich ihren 100. Geburtstag.

Das Gemeinschaftsprojekt „100 år mindretal – 100 Jahre Minderheit“ war ursprünglich für 2020 geplant.

Wiedersehen zum 106. Geburtstag

Nun wird an einer zweiten Ausgabe gearbeitet. Der mittlerweile 106. Geburtstag läuft nahezu nach dem gleichen Muster ab. 

„Fast alle, die damals dabei waren, kommen auch nach Niebüll. Die Zusammenarbeit bringt Spaß“, sagte die Schulleiterin der Ludwig-Andresen-Schule (LAS), Bonni Rathje-Ottenberg auf der Generalversammlung der Bildungsstätte.

Menschen sitzen und stehen bei einer Veranstaltung vor dem Gebäude Tønder Info Center.
Zum Minderheitenjubiläum gehörte eine Diskussionsveranstaltung auf dem Markt (Archivfoto).

Verkaufsoffener Sonntag wird genutzt

Das Gegenstück zum damaligen Minderheiten-Gipfel ist für Sonntag, 20. September, von 11 bis 17 Uhr in der Hauptstraße und auf dem Marktplatz in Niebüll (Nibøl) geplant. 

Vorgesehen ist, dass die Stände der jeweiligen Vereine sich und ihr Programm an dem verkaufsoffenen Sonntag von 11 bis 17 Uhr präsentieren.

Zudem ist eine Podiumsdiskussion zu dem Thema „Minderheitenidentität 2026“ mit den Bürgermeistern Jørgen Popp Petersen (Schleswigsche Partei) aus Tondern und Thomas Uerschels (SPD) aus Niebüll angestrebt. 

Zum Podium sollen dann auch die Vorsitzende von Sydslesvigsk Forening (SSF), Elsbeth Ketelsen, und die Vorsitzende oder der Vorsitzende des Bundes Deutscher Nordschleswiger (BDN).

Wer die Spitzenkraft der Hauptorganisation der deutschen Minderheit wird, entscheidet sich am Dienstag, 2. Juni, auf der Delegiertenversammlung in Tingleff (Tinglev).

 

Die Zusammenarbeit macht Spaß.

Bonni Rathje-Ottenberg

 

Es sind auch musikalische Auftritte geplant. Wie vor fünf Jahren soll es zum Ausklang des Tages erneut einen gemeinsamen Abschluss für die Akteurinnen und Akteure geben.

So kam es zur Idee

Das Gemeinschaftsprojekt „100 år mindretal – 100 Jahre Minderheit“ hatte 2017 seinen Ursprung beim Knivsbergfest.

Schulleiterin Bonni Rathje-Ottenberg wandte sich damals an den Vorsitzenden der Schleswigschen Partei in der Kommune Tondern, Christian Andresen, Gemeinderatsmitglied Dirk Andresen und Jørgen Popp Petersen, Schleswigsche Partei, mit der Idee,  2020 zum 100. Geburtstag der Minderheiten eine gemeinsame Veranstaltung mit den Südschleswigerinnen und Südschleswigern an der Westküste durchzuführen.