Natur

Mehr Licht für die Natur: Baumfällungen auf Röm fast abgeschlossen

Gestapelte Baumstämme neben einem Waldweg mit weiteren Holzstapeln in der Ferne.
Gefällte Bäume stapeln sich in der Plantage in Tvismark, wo die Naturbehörde Nadelwald lichtet.

Seit rund sechs Wochen werden in zwei staatlichen Gehölzen auf der Insel Rømø Bäume gefällt. Ziel ist es, die Natur zu stärken: Heimische Arten sollen gefördert und lichtoffene Landschaften für seltene Tiere erhalten bleiben.

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Zusammenfassung

  • Auf Röm sind die Baumfällarbeiten in zwei staatlichen Gehölzen nach rund sechs Wochen nahezu abgeschlossen.
  • Entfernt werden vor allem sich stark ausbreitende Küsten-Kiefern, um heimische Arten wie Waldkiefer, Eiche und Birke zu fördern.
  • Die geöffneten Heide- und Dünensenken sollen bedrohten Arten wie der Kreuzkröte und dem Enzian-Ameisenbläuling bessere Lebensräume bieten.

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„Wir sind in der nördlichen Plantage, in Tvismark, nahezu fertig mit den Arbeiten“, erläutert Forstaufseher Anders Hauge Rahbek von der Naturbehörde Wattenmeer zu dem Fällen der Bäume in den drei staatlichen Gehölzen auf der Insel Röm (Rømø).

Auch in Kirkeby wird der Baumbestand gegenwärtig etwas gelichtet. Die Arbeiten laufen seit ungefähr eineinhalb Monaten.

„Wir möchten mit dieser Maßnahme die Bäume berücksichtigen, die in der dänischen Natur beheimatet sind“, so Hauge Rahbek. Dies sei für die Insekten, weitere Tierarten und Pflanzen von Vorteil.

Zu den gewünschten Bäumen auf der Nordseeinsel zählen Waldkiefern, Eichen und Birken.

Abgeholztes Waldstück mit Baumstümpfen und umliegendem Restwald unter blauem Himmel.
Mit der Fällung von Küsten-Kiefern auf Röm soll Platz für heimische Baumarten und offene Heideflächen entstehen.

Bei vielen der abgeholzten Bäume handele es sich um Küsten-Kiefern. 

Die staatlichen Forste

• Die drei Plantagen auf Röm, die im Besitz der staatlichen Naturbehörde sind, liegen zentral auf der Insel westlich des durchgehenden Havnebyvejs.

• Das nördlichste Gehölz, die Tvismark Plantage, wird durch den Vesterhavsvej getrennt, der vom Damm zum Lakolker Strand führt. 

• Die Plantage und die weiter nördlich liegende Tvismark Hede machen ungefähr eine Fläche von 156 Hektar aus.

• Kirkeby Plantage befindet sich südlich des Småfolksvejs und kommt mit den umliegenden Heideflächen auf etwa 393 Hektar.

• Das südlichste Gehölz, Vråby Plantage, umfasst ungefähr 161 Hektar.

• Die Plantagen wurden im Zeitraum von 1926 bis 1936 gepflanzt, um Sandverwehungen zu vermeiden und dem dahinterliegenden Ackerland Windschutz zu bieten.

„Sie haben sich selbst gesät, und dabei sind sie ziemlich wild. Es geht auch darum, die Heideflächen offen und licht zu halten“, erklärt Anders Hauge Rahbek. Die gefällten Bäume sind zwischen 40 und 50 Jahre alt.

Die Kreuzkröte mag die offene Dünenlandschaft

Zu den Tieren, die auf lichtoffene Dünensenken und Wasserstellen angewiesen sind, gehört die Kreuzkröte. 

Zudem ist der Schmetterling Enzian-Ameisenbläuling von einer besonderen Pflanze, dem Lungen-Enzian abhängig. Diese wächst nach Informationen der Naturbehörde nur in Geländemulden ohne Gehölzvegetationen.

Daher stellt ein dichter Nadelwald für den Schmetterling eine Barriere dar.

Großer Stapel gefällter Baumstämme am Rand einer lichten Wald- und Heidelandschaft.
Die Naturbehörde lichtet den Baumbestand, um Heideflächen und Lebensräume für seltene Arten zu sichern.

Inwieweit auch wieder Bäume gepflanzt werden sollen, sei noch nicht entschieden. „Es kann sein, dass wir vielleicht ein bisschen pflanzen. Wir schauen erstmal, wie es aussieht“, erläutert der Forstverwalter.

Die staatlichen Besitztümer auf Röm umfassen etwa 4.500 Hektar mit Strand, Heide- und Waldflächen. Das entspreche grob gerechnet einem Drittel der Insel, so Hauge Rahbek.