Energieversorgung

Nicht mehr benötigt: Netzbetreiber will alte Stromleitung von Apenrade bis zur Grenze entfernen

Strommast mit Hochspannungsleitungen über einer bewaldeten Landschaft unter grauem Himmel.
Die 150-kV-Stromleitung zwischen Apenrade und der Grenze bei Krusau soll zurückgebaut werden.

Rund 20 Kilometer Leitungen und Strommasten bis zur deutsch-dänischen Grenze sollen verschwinden. Was hinter der Entscheidung des staatlichen Netzbetreibers „Energinet“ steckt.

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Zusammenfassung

  • Energinet plant den Rückbau der alten 150-kV-Stromleitung zwischen Apenrade und Krusau.
  • Die Leitung wird nicht mehr benötigt, da Flensburg nun über das deutsche Stromnetz versorgt wird.
  • Spätestens 2030 sollen 18 Kilometer Freileitungen, zwei Kilometer Erdkabel und 61 Masten nach einer Umweltverträglichkeitsprüfung entfernt sein.

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Noch stehen die Masten in der Landschaft, in einigen Jahren sollen sie verschwunden sein: Der staatliche Netzbetreiber „Energinet“ plant nach eigenen Angaben die Demontage der Stromleitung zwischen dem ehemaligen Ensted-Werk in Apenrade (Aabenraa) und Kitschelund (Kiskelund) bei Krusau (Kruså).

Diese 150-kV-Verbindung (1 kV entspricht 1.000 Volt) diente der Stromversorgung Flensburgs. Flensburg wird künftig aus dem deutschen Stromnetz versorgt, womit die Verbindung zwischen Apenrade und Krusau laut „Energinet“ nicht mehr erforderlich ist, zumal vor einiger Zeit eine 400-kV-Verbindung bis nach Deutschland geschaffen wurde.

Einfluss auf Natur und Umwelt wird noch geprüft

18 Kilometer Freileitungen und zwei Kilometer Erdkabel werden verschwinden. Sobald die Freileitungen abgebaut sind, können auch die insgesamt 61 Strommasten entfernt werden, teilt „Energinet“ als Betreiber von Strom-, Gas- und Wassertoffnetzwerken mit.

Karte mit markierter Stromtrasse zwischen Apenrade und Krusau in Südjütland.
Übersichtskarte mit der Stromtrasse (dicke Linie), die entfernt werden soll.

Rund um die Strommasten und in ihrer Umgebung befinden sich zahlreiche geschützte Lebensräume. Entlang der Trasse verläuft unter anderem ein großes Natura-2000-Gebiet. „Energinet“ hat daher beschlossen, eine Umweltverträglichkeitsprüfung durchführen zu lassen, die die Auswirkungen des Projekts auf Natur, Umwelt und die Bevölkerung analysiert.

Laut Zeitplan soll die Stromverbindung spätestens 2030 zurückgebaut sein.