Blaulicht

Bankbetrug eskalierte und wurde zum Raub

Bankkarten sollte man nie an der Haustür aushändigen, so der Rat der Polizei und auch der Banken (Symbolfoto).

In Rothenkrug hat es wieder Betrugsfälle gegeben, bei denen falsche Bankangestellte Kreditkarten und PIN-Codes entlockten. In einem Fall wurde der Täter gegenüber einer älteren Frau handgreiflich und stieß sie um.

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Zusammenfassung

  • In Rothenkrug haben sich erneut falsche Bankmitarbeiter Zugang zu Bankkarten älterer Menschen verschafft.
  • In einem Fall entriss der Täter einer Seniorin Karte und PIN, nachdem sie misstrauisch geworden war, und stieß sie zu Boden.
  • Mit den erbeuteten Karten wurde kurz darauf Geld abgehoben. Die Polizei ermittelt in dem einen Fall auch wegen Raubes.

Diese Infobox wurde mithilfe von KI generiert und von der Redaktion geprüft.

Die Masche ist nicht neu und hat sich in dieser Woche wieder im Raum Apenrade abgespielt: Ein angeblicher Bankmitarbeiter meldet sich bei Kundinnen und Kunden und kündigt das Erscheinen eines Kollegen an, um die Bankkarten wegen verdächtiger Onlinezugriffe auf das Konto zu sichern.

Ein älteres Ehepaar und eine ältere Frau in Rothenkrug (Rødekro) wurden am Dienstag Opfer dieser Masche. Bei der älteren Frau im Ryttervænget uferte der Betrug aus. 

Als der vermeintliche Mitarbeiter am Dienstagnachmittag Kreditkarte, PIN-Code und auch Bargeld einforderte, wurde die Frau misstrauisch. Laut Polizeisprecher Thomas Jæger verweigerte die Seniorin die Herausgabe der EC-Karte und der Daten, woraufhin der Täter ihr die Karte entriss und sie dabei zu Boden stieß. Die Frau zog sich nach ersten Erkenntnissen keine schlimmen Verletzungen zu. 

Wenig später Geld abgehoben

Aufgrund des Tathergangs wird nicht nur wegen Betrugs, sondern auch wegen Raubes ermittelt, so Thomas Jæger. Kurz nach dem Zwischenfall wurde mit der Karte Geld bei der örtlichen Kreditbank abgehoben.

Die Beschreibung des Täters deckt sich in weiten Teilen mit der Beschreibung des falschen Bankmitarbeiters, der dem am Hærvejen wohnenden älteren Ehepaar die Karte abluchste und damit wenig später bei der Sparkasse ebenfalls Geld abhob.

Sachdienliche Hinweise erbeten

Vermutlich handelte es sich um denselben Mann, der wie folgt beschrieben wird: etwa 40 Jahre alt, 1,80 bis 1,90 Meter groß, kurzes Haar, Vollbart. Er hat ein ausländisches Erscheinungsbild, sprach aber akzentfrei Dänisch. Er trug eine kurze weiße Jacke und schwarze Hosen. 

Wer sachdienliche Hinweise zu den Vorfällen und dem mutmaßlichen Täter geben kann, wird gebeten, sich mit der Polizei in Verbindung zu setzen.

Eine Auswertung der Videoaufzeichnung an den Bankautomaten, an denen der Täter Geld abhob, stehe laut Jæger noch aus.

Vor derartigen Betrugsmaschen wird immer wieder gewarnt. Geldinstitute würden demnach niemals so vorgehen und erst recht keine Karten und PIN-Codes an der Haustür einfordern.