Kultur

Flamenco und dänischer Volkstanz treffen in Tondern aufeinander 

Spanische Musiker vom Ensemble Requiem Flamenco werden gemeinsam mit ihren dänischen Kolleginnen und Kollegen aus Tondern auftreten.

Drei Tage lädt das neue Kontor für Minderheitenmusik in Tondern zum kostenlosen Vergnügen ein. Andalusische Musik wird den Nordlichtern vorgestellt. Die feurige Musik aus Andalusien soll den dänischen Traditionen nicht nur gegenübergestellt werden.

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Zusammenfassung

  • In Tondern treffen in der kommenden Woche Flamenco aus Andalusien und dänischer Volkstanz als gelebtes Kulturerbe aufeinander.
  • Vom 23. bis 25. April bietet das Büro für Musik der Minderheiten, das vom Tønder Festival eingerichtet worden ist, kostenlose Konzerte, Tanzaktionen und eine Diskussionsveranstaltung an.
  • Höhepunkte sind Schulkonzerte, Auftritte andalusischer Musiker  und ein gemeinsames Abschlusskonzert mit lokalen Chören und Folkgruppe aus der Kommune Tondern.

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Seit 2010 ist der leidenschaftliche Flamenco als Musik und Tanz von der UNESCO als immaterielles Kulturerbe anerkannt. Es ist der Ausdruck der Kultur und Architektur der andalusischen Mauren, die seinerzeit von Nordafrika nach Südspanien eingewandert waren und die iberische Halbinsel fast acht Jahrhunderte mit arabischem Einfluss prägten.

Diese Prominenz genießen der dänische Volkstanz und der Chorgesang zwar nicht, beides ist aber dennoch ein Kulturerbe in Dänemark: Die niedrigeren Bevölkerungsschichten feierten bereits früher bei Tanz und Musik die Gemeinschaft. Es ist noch heute ein Erlebnis des Zugehörigkeitsgefühls, des Erzählens von Geschichten und der wahren Lebensfreude.

Musik der Minderheiten im Mittelpunkt

Diese beiden Kulturen stoßen vom 23. bis 25. April zusammen, wenn das beim Tønder Festival angesiedelte Büro für Musik der Minderheiten zum Tanzen, zu Konzerten und zu einem Diskussionsabend über Minderheiten in Tondern einlädt. Bei allen Veranstaltungen ist der Eintritt frei. 

Das Vater-Tochter-Gespann, Halvor und Maja Bogh, tritt gemeinsam mit Gitte Bønning Kristensen mit Volksweisen und eigenen Kompositionen auf Hochdänisch und Sønderjysk auf (Archivfoto).

Die dänischen Musik-Akzente setzt die Tonderner Folkband „Marskens Guld“ mit dem Vater-Tochter-Gespann Halvor und Maja Bogh, das mit Gitte Bønning Kristensen auftritt.

Europäische Minderheiten im Allgemeinen und ihre Kulturen stehen bei einem Diskussionsabend in Hagges Musik Pub am 23. April auf dem Programm, wo der Geschichtsprofessor Jørgen Kühl unter anderem über Minderheiten berichten wird. Kühl ist selbst Mitglied der dänischen Minderheit in Südschleswig. An diesem Abend werden auch besondere Musiktraditionen in der Musikkneipe thematisiert.  

Das spanisch-dänische Stelldichein ist die zweite Veranstaltung des Musikvereins. Die Premiere war ein Sonderkonzert beim Tønder Festival, bei dem fünf Künstler aus der ganzen Welt Lieder in ihrer Minderheitensprache sangen. Der Erfolg des Vorjahres soll in diesem Jahr wiederholt werden.

Musikbüro

  • Das Büro für Musik der Minderheiten in Europa wurde im Jahr 2024 vom Tonderner Festival mit staatlichen Mitteln des Kulturministeriums eingerichtet.
  • Ziel ist es, die Musik der Minderheiten zu stärken und zu unterstützen. 
  • Der Auftrag des Büros heißt: Kartierung, Vermittlung und Förderung des musikalischen Kulturerbes von nationalen und ethnischen Minderheiten in Europa und die Durchführung von Aktivitäten in Dänemark und im Ausland.

Das Programm der andalusisch-dänischen Tage

Donnerstag, 23. April

  • Vormittags: Flamenco-Musik und -tanz am Tønder Gymnasium
  • 19.30 Uhr: Diskussion mit dem Historiker Jørgen Kühl über Minderheiten in Hagges Musik Pub. Abschließendes Konzert mit Marskens Guld und den Flamenco-Musikern aus Sevilla 

Freitag, 24. April 

  • Vormittags: Flamenco-Musik und -tanz an der Højer Designefterskole 
  • 20 Uhr: Kulturschule: Offene Generalprobe mit dem andalusischen Ensemble 

Sonnabend, 25. April 

  • 11-12.30 Uhr: Musik und Tanz auf dem Markt in Tondern. Dargeboten werden Flamenco, Flashmob, Volkstanz und Volksmusik
  • 14-15 Uhr: Konzert in der Christkirche mit dem Flamenco-Ensemble 
  • 20 Uhr: Finale im Festsaal der Kulturschule: Mitwirkende sind das Flamenco-Ensemble, Marskens Guld, Ribe Danse- og Spillemandslaug, das spanische Flamenco-Ensemble und Sänger vom „Tønder Kor und Skærbækegnens kor“. Sie werden gemeinsam das in einem friesischen Stück verankerte Werk „Anten int Water“ des Komponisten Bo Gunge und „Gracias a la Vida“ vom Gitarristen Jens Viggo Fjord aufführen.