Kultur

Museumsverband hat große Pläne für naturhistorisches Museum in Gramm 

Das naturhistorische Museum in Gramm soll ausgebaut werden.

Der Verband Museum Sønderjylland war kürzlich zu Gast im Ausschuss für Kultur und Freizeit. Dort stellte die Organisation die Umbaupläne für das Museum in Gramm vor. Einen Wunsch hat der Museumsverband auch. 

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Zusammenfassung

  • Museum Sønderjylland plant eine umfassende Erneuerung des naturhistorischen Museums in Gramm für rund 54 Millionen Kronen.
  • Die Kommune Hadersleben soll sich mit insgesamt 18,5 Millionen Kronen beteiligen, eine politische Entscheidung dazu steht aber noch aus.
  • Geplant sind mehr Ausstellungsfläche, bessere Angebote für Schulklassen und Gäste.
  • Geplante Wiedereröffnung nach Umbau im Frühjahr 2029.

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Der Museumsverband Museum Sønderjylland plant, das naturhistorische Museum in Gramm (Gram) umfassend zu erneuern. Die Pläne dazu stellte Museum Sønderjylland jüngst in der Sitzung des Ausschusses für Kultur und Freizeit vor. Rund 54 Millionen Kronen soll der Umbau kosten, rund 37 Millionen Kronen sollen eingeworben werden – unter anderem möchte der Museumsverband, dass sich die Kommune Hadersleben beteiligt. Der Wunsch liegt bei 12 Millionen Kronen, zuzüglich 6,5 Millionen zur Deckung von Steuern, die auf Fördergelder anfallen (fondsmoms).

Ja oder Nein kommt später

Kjeld Trane, Vorsitzender des Ausschusses für Kultur- und Freizeit, sagte dem „Nordschleswiger“, dass es bei dieser ersten Vorstellung des Projekts darum gegangen sei, das Vorhaben kennenzulernen. Um ein Ja oder Nein zum Zuschuss sei es nicht gegangen. „Dafür ist es zu früh. Es gilt nun, eine politische Mehrheit zu finden“, so der Ausschussvorsitzende. Er selbst hielt sich, mit dem Hinweis darauf, dass er selbst Teil des Vorstands des Museumsverbands ist, mit einer Bewertung zurück, wies aber darauf hin, dass die Kommune vom möglichen Ausbau des Museums profitieren könnte.

Was das Einwerben der Kosten angeht, stellt sich Axel Johnson, Direktor von Museum Sønderjylland, auf einen längeren Zeitraum ein und freut sich über eine generelle Entscheidung der Kommune zum Förderantrag, „wenn es so weit ist.“

Direktor sieht Potenzial in Gramm

Der Direktor sieht Potenzial im Standort Gramm. Dort gibt es ein Museum, das Fossilien aus der nahegelegenen Tongrube zeigt. Besucherinnen und Besucher können auch selbst im Ton nach Fossilien suchen. „Der Ton ist äußerst fossilreich. Im Grunde geht jeder mit einem Fund nach Hause“, so Johnson. Seinen Worten nach konnte der Museumsverband vor einiger Zeit den Boden dort kaufen, der vorher gepachtet war. „Jetzt kann der Museumsverband mit der Entwicklung des Museums beginnen“, sagte er dem „Nordschleswiger“, und weiter: „Wir leiden in Gramm unter Platzmangel, es gibt so viele interessante Funde, die wir ausstellen möchten.“ 

Die Tongrube Gramm

2024 erwarb der Museumsverband laut Ausschussbericht das Gelände, auf dem ehemals Ton für die Ziegelherstellung abgebaut wurde. Bei dem Ton handelt es sich um sogenannten Glimmerton mit einem Alter von rund 10 Millionen Jahren aus dem späten Miozän. Der Glimmerton stellt eine Meeresablagerung dar.

Mehr Platz für Schulen, bessere Bedingungen für Gäste

Der Platz für Schulklassen ist begrenzt. Hier sieht der Museumsverbund laut Entwicklungsplan Potenzial. Die Zahl der Schülerinnen und Schüler, die das Unterrichtsangebot wahrnehmen können, soll um das Fünffache gesteigert werden. „Wir kommen mit unseren derzeitigen Räumen schnell an die Grenzen“, so Axel Johnson. Sein Wunsch ist es, mehr als eine Schulklasse gleichzeitig betreuen zu können.

Vergrößert werden soll auch der Parkplatz. Neue Werkstatträume sollen zudem hinzukommen, um den Gästen bessere Möglichkeiten zu geben, ihre Funde, die sie aus der Tongrube mitgenommen haben, genauer zu untersuchen. Auch ein überdachter Platz für Gäste, die sich dem Inhalt ihrer Brotbox widmen möchten, ist angedacht.

Laut Plan soll das Museum dann im Frühjahr 2029 neu eröffnet werden.