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Pachanga hat noch viel Geduld – und große Träume

Pachanga Kristensen kam im Sommer 2025 von Zweitdivisionär AB zu Sønderjyske.

Bei seinem Startelf-Debüt in der Superliga wurde er gleich zum besten Mann auf dem Platz gekürt. Der 19-Jährige träumt von der dänischen Nationalmannschaft und der Premier League, ist aber mit viel Geduld ausgestattet.

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Zusammenfassung

  • Der 19-jährige Innenverteidiger Pachanga Kristensen überzeugt bei seinem Startelf-Debüt für Sønderjyske gegen Tabellenführer AGF und wird zum besten Spieler gekürt.
  • Er bleibt trotz starker Konkurrenz in der Abwehr geduldig, arbeitet weiter hart und hofft mittelfristig auf einen festen Stammplatz.
  • Langfristig träumt Kristensen von der dänischen Nationalmannschaft und der Premier League, fühlt sich nach anfänglichen Anpassungsschwierigkeiten inzwischen in der Grenzregion eingelebt.

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Die Fans auf den Rängen, die Fernsehkommentatoren und auch Mit- und Gegenspieler staunten nicht schlecht über das Startelf-Debüt von Pachanga Kristensen in der Fußball-Superliga.

Der 19-Jährige spielte mit der Ruhe und Abgeklärtheit eines gestandenen Profis und wurde als bester Mann auf dem Platz gekürt, als Sønderjyske am ersten Spieltag der Meisterschafts-Endrunde dem Tabellenführer AGF ein 1:1-Unentschieden abtrotzte.

„Nur Fußball“

„Ich war schon nervös, zumindest mehr als sonst. Ich denke aber, dass es für mich ein Vorteil war, dass ich schon seit dem Sommer hier bin, mich gut entwickelt habe und die Leute kenne, obwohl es gegen die Nummer eins der Liga ging. Als das Spiel erst losging, war es ja nur Fußball, so wie immer“, sagt Pachanga Kristensen zum „Nordschleswiger“.

Pachanga Kristensen spielte bei seinem Startelf-Debüt abgeklärt wie ein alter Hase.

Der 19-Jährige kam im Sommer 2025 von Zweitdivisionär AB zu Sønderjyske und absolvierte bis vor einer Woche lediglich vier Kurzeinsätze in der Superliga, der längste dauerte neun Minuten. Die Geduld hat er nicht verloren.

Positive Entwicklung

„Es ist mir nicht schwergefallen, die Geduld zu bewahren. Mein Glaube daran, dass meine Chance irgendwann kommen würde, war groß. Ich habe gesehen, wie meine Entwicklung in die richtige Richtung ging, und war nicht so nervös. Ich wusste, dass ich irgendwann dran bin“, so der Innenverteidiger.

Gegen AGF wurde er ins kalte Wasser geworfen, und obwohl er die 90 Minuten mit Glanz meisterte, droht bei der starken Konkurrenz auf dieser Position mit Magnus Jensen, Maxime Soulas und Daniel Gretarsson wieder die Bank. 

Stark in der Luft und stark im Zweikampfverhalten war Pachanga Kristensen gegen AGF.

„Ich nehme es, wie es kommt. Muss ich wieder auf die Bank, ändert das für mich nichts. Ich arbeite weiter und versuche, mich aufzudrängen. Ich wusste von Anfang an, dass es eine gewisse Eingewöhnungszeit geben würde, um von der 2. Division auf Superliga-Niveau zu gelangen. Wie lange die sein wird, weiß ich nicht, und ich denke auch nicht, dass es einen konkreten Plan dafür gibt“, meint Pachanga Kristensen vor dem Auswärtsspiel am Sonntag ab 14 Uhr gegen den FC Nordsjælland.

In der kommenden Saison könnte er aber an der Reihe sein, wenn Maxime Soulas, Daniel Gretarsson und vielleicht auch Magnus Jensen den nächsten Karriereschritt machen und Sønderjyske verlassen sollten.

„Ich werde alles geben, dass das mein Platz wird. Das wäre klasse, wenn das der Fall wäre“, sagt der 19-Jährige, der in Søborg, einem Vorort Kopenhagens, aufgewachsen ist, mit einer dänischen Mutter und einem Vater aus Angola. Auf seinem Trikot steht der Schriftzug „Pachanga“, zum einen „weil es einzigartig ist und zum anderen, weil ich stolz auf meine Geschichte bin“.

Pachanga Kristensen klatscht sich nach dem AGF-Spiel mit Magnus Jensen ab.

Sein größter Traum ist die Nationalmannschaft.

„Ich möchte natürlich sehen, wie weit ich kommen kann. Es wäre fantastisch, wenn ich eines Tages in der Premier League spielen würde, aber mein größter Traum ist die Nationalmannschaft. Das ist zu 100 Prozent der Traum Nummer eins“, so Pachanga Kristensen.

Neuer Alltag in der Fremde

Die Umstellung von Hauptstadt auf Grenzregion ist ihm zunächst nicht leicht gefallen.

„Ich habe mich daran gewöhnt, aber anfangs fand ich den Kontrast schon groß. Ich musste mich aber auch erst daran gewöhnen, von Zuhause wegzuziehen und ohne Familie und Freunde auszukommen. Das war vielleicht die größte Umstellung, aber mittlerweile gehört das zum Alltag, dass ich all die praktischen Dinge selbst machen muss“, sagt Pachanga Kristensen.