Kultur

Hier werden Freundschaften geschlossen: Nygadeatelier schafft seit 20 Jahren Gemeinschaft

Das Atelier befindet sich im zweiten Stock des Kulturhauses Nygadehuset. Hier wird künstlerisch gearbeitet, aber es werden auch Kontakte geknüpft.

Kreativität verbindet: Im Nygadeatelier treffen Menschen unterschiedlicher Hintergründe aufeinander. Seit 20 Jahren bietet es Raum für gemeinsames Schaffen und Austausch. Ein Jubiläum feiert die Vielfalt und Offenheit des Ateliers. Vereinsvorsitzende Brigitta Hansen nennt das Besondere am Kulturtreffpunkt.

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Zusammenfassung

  • Das Nygadeatelier in Apenrade bietet seit 20 Jahren Raum für gemeinsames kreatives Arbeiten.
  • Der Treffpunkt fördert Begegnungen in der Grenzregion und verbindet Menschen unterschiedlicher Hintergründe.
  • Zum Jubiläum am 21. März lädt das Atelier zu Mitmachaktionen, Rückblick und Angeboten für Kinder ein.

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Als Brigitta Hansen Ende der 1990er-Jahre aus Flensburg (Flensborg) nach Barsmark bei Apenrade (Aabenraa) zog, fiel ihr etwas auf: Es gab viele Menschen mit Ideen – aber kaum einen Ort, an dem sie diese gemeinsam entwickeln konnten.

Also schuf sie mit anderen zusammen genau so einen Raum – im Apenrader Nygadehuset.

Heute, 20 Jahre später, ist das Nygadeatelier mehr als ein Kursangebot. Hansen ist Vorsitzende des Ateliers. Es ist ein Treffpunkt für Menschen, die zeichnen, malen, ausprobieren wollen – oder einfach Anschluss suchen.

Das ist wichtig, denn viele Menschen sagen zwar, dass ihnen Kultur wichtig sei. Das geht aus einer Forsa-Befragung im Auftrag der Liz-Mohn-Stitung hervor. Doch nur knapp ein Drittel der Menschen ist selbst kulturell aktiv. Das zeigt eine Befragung des Deutschen Musikinformationszentrums. Als Gründe werden Zeitmangel, fehlendes Interesse für bestimmte Kulturangebote und Geldmangel genannt. 

Da bietet das Nygadeatelier eine passende Alternative. Es lädt zum Mitmachen ein – kostengünstig und leicht zugänglich.

Unterschiedlichste Menschen treffen aufeinander

Außerdem spielt gerade in einer Grenzregion wie Nordschleswig so ein Raum eine besondere Rolle. Hier treffen unterschiedliche Hintergründe, Sprachen und Lebenswege aufeinander. „Wer gemeinsam kreativ arbeitet, kommt schnell ins Gespräch – oft ganz ohne große Worte“, sagt Brigitta Hansen.

Über Kunst kommt man miteinander ins Gespräch.

Auch Mitglieder der deutschen Minderheit haben hier schon Kunst erlebt und gemacht. Dazu gehören Schülergruppen des Deutschen Gymnasiums für Nordschleswig (DGN). So baut das Nygadeatelier Brücken. 

Ein Angebot für alle, die anfangen wollen

Von Anfang an setzte der Verein auf Offenheit. Anfängerinnen und Anfänger, Fortgeschrittene und sogar Semiprofessionelle arbeiten hier nebeneinander. Es gibt Kurse, freie Werkstätten und die Möglichkeit, einen eigenen Atelierplatz zu nutzen. Auch wer sich organisatorisch einbringen will, findet hier Raum.

Getragen wird das alles von Ehrenamtlichen – „und von der Idee, dass Kreativität kein exklusives Gut sein soll“, wie Hansen findet.

Bei Kursangeboten wird Kunst vermittelt.

20 Jahre – und ein Blick nach vorn

Das Jubiläum am 21. März von 14 bis 18 Uhr im Nygadehuset lädt dazu ein, genau das kennenzulernen. Neben einem Rückblick auf die Geschichte des Ateliers gibt es ein Quiz, Mitmachaktionen und Mitmach-Angebote für Kinder.

Oder, wie es Brigitta Hansen formuliert hat: „Ein Atelier lebt nicht von seinen Räumen, sondern von den Menschen, die den Mut haben, sie zu nutzen.“