Folketingswahl 2026

Wahlarena am DGN soll demokratisches Bewusstsein stärken

Junge Menschen sitzen in Gruppen in einer Halle und führen Gespräche an Infoständen.
DGN-Schülerinnen und -Schüler im Gespräch mit den Kandidierenden der verschiedenen Parteien

Demokratie: Bei einer Wahlarena am Deutschen Gymnasium für Nordschleswig informierten sich Jugendliche im Speeddating-Format über Parteien und Kandidierende. Warum das wichtig ist, verraten Lehrer Gerret Schlaber und Erstwählerin Birthe Andresen.

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Zusammenfassung

  • Im Deutschen Gymnasium für Nordschleswig informierten sich Schülerinnen und Schüler in einer Wahlarena im Speeddating-Format über Parteien und Kandidierende.
  • Lehrer Gerret Schlaber betont, dass das Format demokratisches Bewusstsein stärken und jungen Menschen Teilhabe sowie Funktionsweise von Wahlen vermitteln soll.
  • Erstwählerin Birthe Andresen hebt hervor, wie wichtig es ist, das eigene Mitspracherecht zu nutzen und sich vor der Wahl intensiv über Programme und Positionen zu informieren.

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Bei einer Wahlarena im Deutschen Gymnasium für Nordschleswig konnten sich am Donnerstag Schülerinnen und Schüler der 1g und 2g bei Parteien, die zur Folketingswahl am 24. März antreten, in einer Art „Speeddating“ informieren. 

Dazu waren Kandidatinnen und Kandidaten der meisten Parteien mit kleinen Ständen und Infomaterial in die Aula des DGN gekommen. 

Teilhabe an demokratischen Prozessen

Organisiert hatten die Wahlarena die Schleswigsche Partei und auch Gerret Liebing Schlaber, Lehrer für Geschichte, Wirtschaft und Politik. 

Demokratie ist nicht einfach da, sondern Demokratie muss mitgestaltet werden.

Gerret Liebing Schlaber

„Es ist unheimlich wichtig, dass die jungen Leute das Gefühl gestärkt bekommen, wie wichtig es ist, an demokratischen Prozessen teilzuhaben“, so Schlaber. Es gehe darum, dass die Schülerinnen und Schüler ein Verständnis bekommen, was Demokratie ausmacht.  

Welche Parteien und ihre Kandidierenden am DGN waren

  • Liberale Allianz (Frederik Klakk)
  • Sozialdemokratie (Theis Kylling Hommeltoft)
  • Moderate (Frida Bruun)
  • Dänische Volkspartei (Per Knudsen)
  • Sozialistische Volkspartei (Christian Mutwa Christensen)
  • Venstre (Thomas Andresen)
  • Konservative (Rasmus Elkjær Larsen)
  • Radikale Venstre (Finn Hartvig Nielsen)
  • Einheitsliste (Selma Bolø)
  • Alternative (Mikael Hertig)

Unter den Jugendlichen waren auch viele Erstwählende. Sie können am Dienstag erstmals bei einer Folketingswahl abstimmen. Aber auch für die unter 18-Jährigen oder Schülerinnen und Schüler ohne dänischen Pass soll das Format eine Orientierung bieten, denn für diese Gruppe würden auch politische Entscheidungen im Folketing getroffen. 

„Demokratie ist nicht einfach da, sondern Demokratie muss mitgestaltet werden“, so Schlaber. „Es ist ganz wichtig, dass sie den Austausch haben mit den Kandidierenden, dass sie sehen, dass es auch nur Menschen sind mit unterschiedlichen Meinungen, die man austauschen muss, um dann Beschlüsse zu fassen.“ 

Man bekommt Einfluss auf eine Art, wie man sie vorher vielleicht nicht hatte. Deswegen ist es mir auch wichtig, gut zu überlegen, wo ich mein Kreuz setzen soll.

Birthe Andresen

Informieren und Austauschen im Vordergrund 

Wichtig zu betonen: Die Schülerinnen und Schüler sollen sich bei der Wahlarena informieren und austauschen. Es gehe nicht darum, hier eine Wahlentscheidung herbeizuführen, so Schlaber. 

Schon früh im Schuljahr stehen Parteien und Wahlsysteme „als eines der ersten wichtigen Themen“ auf dem Stundenplan. Die Jugendlichen haben das Fach mindestens ein Jahr, viele danach nicht mehr. „Deshalb ist es umso wichtiger, dass alle wissen, wie Wahlen funktionieren und welche Parteien es gibt.“

Erstwählerin Birthe Andresen engagiert sich selbst politisch bei den Jungen Spitzen. Erst in der vergangenen Woche wurde die 18-Jährige zur stellvertretenden Vorsitzenden gewählt. 

„Man bekommt Einfluss auf eine Art, wie man sie vorher vielleicht nicht hatte. Deswegen ist es mir auch wichtig, gut zu überlegen, wo ich mein Kreuz setzen soll.“ Das Angebot des DGN sei da eine gute Sache. 

Zwei Personen stehen lächelnd im Vordergrund eines gut besuchten Saals mit Tischen und Sitzgruppen.
Mitorganisator Gerret Schlaber und Erstwählerin Birthe Andresen

Sie selbst hat sich noch nicht festgelegt, wen sie wählen wird, will sich aber informieren. „Ich habe mir selbst gesagt, dass ich ein wenig offen bleiben und mir anhören möchte, was die verschiedenen Parteien und Kandidaten zu erzählen haben.“  

Mitspracherecht nutzen

Ihr sei es wichtig, wählen zu gehen, weil man ein Mitspracherecht in der Demokratie habe. „Es ist wichtig, dies zu nutzen, wenn man schon die Gelegenheit hat“, so die Schülerin aus Nolde. 

Weil sie bereits politisch engagiert ist, hat sie auch einen Rat für diejenigen Erstwählerinnen und Erstwähler, die sich bisher nicht für Politik interessiert haben. Sie selbst habe volles Verständnis dafür, dass es schwer sei, sich hinzusetzen und sich mit Parteiprogrammen zu beschäftigen. „Ich halte es für wichtig, sich damit auseinanderzusetzen, und man sollte sich die Zeit auf jeden Fall nehmen. Das Mitspracherecht in der Demokratie sollte man nutzen.“ 

Gerret Schlaber zieht ein positives Fazit der Wahlarena. Es habe richtig gute Gespräche gegeben. „Das haben die Kandidierenden am Ende auch durch die Bank bestätigt, und sie waren sehr von unseren Schülern angetan – und auch vom Konzept des Gesprächsforums.“ 

Zwar dauert es nach der Folketingswahl am Dienstag wieder ein paar Jahre, doch Schlaber hofft, das Wahlforum bei der nächsten Wahl erneut anzubieten. Dann sollen auch wieder alle drei Jahrgänge dabei sein. Am Donnerstag konnte die 3g wegen eines Projekts nicht teilnehmen.