Umwelt und Natur

Jäger fragte sich, wo das Wild geblieben war: Kamera zeichnet Wolf bei Quars auf

Wildtier läuft frühmorgens über ein offenes Feld vor einer Baumreihe
Andreas Hansen sicherte das Bild aus seiner Wildkamera. Er vermutet, dass es sich um ein älteres, erwachsenes Tier handelt.

Jäger Andreas Hansen machte große Augen, als er am Freitagmorgen die Aufnahmen seiner Wildkamera sah. In Nordschleswig ist ein Wolf unterwegs.

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Zusammenfassung

  • Ein Wolf wurde von der Wildkamera des Jägers Andreas Hansen nahe Quars aufgenommen.
  • Seit Längerem gibt es weitere Sichtungen eines Wolfes in der Umgebung von Felstedt, Seegaard und Richtung Tingleff.
  • Hansen findet die Beobachtung spannend, solange der Wolf keine Gefahr für Wild, Landwirtschaft und Kinder darstellt.

Diese Infobox wurde mithilfe von KI generiert und von der Redaktion geprüft.

Am Freitagmorgen, 13. März, um 6.45 Uhr streifte ein Wolf durch Quars (Kværs). Das weiß Andreas Hansen, denn seine Wildkamera hat das Tier nördlich des Dorfes eingefangen.

Der Jäger hatte die Kamera in einem Gebiet aufgestellt, in dem es reichlich Wild gibt.  Rehe sind ihm zuvor fast direkt vor der Kamera vorbeigelaufen. Doch plötzlich war nichts mehr zu sehen.

„Ich habe mich gewundert. Wo sind sie geblieben? Das wurde mir klar, als ich vier oder fünf Tage später das Bild des Wolfes sah“, erzählt er „Jydske Vestkysten“.

Vor Ort hat er einen einzelnen Pfotenabdruck gefunden, von dem er glaubt, dass er vom Wolf stammt. Er ist sowohl größer als auch länger als eine Hundepfote. Der Wolf hingegen war verschwunden.

Wolf wurde auch in Seegaard und Umgebung gesehen

Das Bild von der Kamera hat er in einer geschlossenen Facebook-Gruppe für Jäger aus der Umgebung gepostet. Das hat Früchte getragen:

Einige glauben, dass seit etwa einem Jahr ein Wolf in der Gegend um Feldstedt (Felsted) lebt. Andere haben einen Wolf gesehen, der über den Avntoftvej hinunter nach Seegaard (Søgaard) und weiter in Richtung Tingleff (Tinglev) streifte.

Vielleicht hat der Wolf, den Andreas Hansens Kamera eingefangen hat, die  Kommune Sonderburg (Sønderborg) also längst verlassen.

„Ich war schon immer ein großer Befürworter von Wölfen in Dänemark. Aber ich muss ehrlich sein und zugeben, dass ich mich auf die Rehjagd gefreut habe, und als ich es auf der Kamera sah, dachte ich: Hoffentlich erwischt es nicht das Reh, das ich mir ausgesucht habe“, erzählt Andreas Hansen.

Hansen: Super spannend, solange er kein Problem ist

Er hat auch die Debatte über die Wölfe in Oksbøl verfolgt, die selbst in der Stadt und in Ferienhausgebieten ganz nah an Spaziergängerinnen und Spaziergänger herankommen. Hier wurde Eltern davon abgeraten, Kinder unter 10 Jahren allein in der Natur herumlaufen zu lassen.

„Ich finde es mega spannend, dass der Wolf direkt an meiner Kamera vorbeigehuscht ist, und solange er kein Problem für Landwirtinnen und Landwirte oder Kinder darstellt, ist das für mich in Ordnung“, sagt der Jäger.