Eishockey

Sønderjyske nach blassem Auftritt bereits mit dem Rücken zur Wand

Sønderjyske musste sich ein zweites Mal geschlagen geben.

Die Herlev Eagles haben gegen eine enttäuschende Sønderjyske-Mannschaft auch das zweite Spiel gewonnen und schicken sich an, ein legendäres Relegationsspiel von vor exakt 34 Jahren zu rächen.

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Zusammenfassung

  • Sønderjyske hat nach einer blassen Leistung auch das zweite Playoff-Spiel gegen die Herlev Eagles verloren und liegt in der Viertelfinalserie 0:2 zurück.
  • Herlev kann damit im Heimspiel bereits den ersten Matchball erzwingen, während Sønderjyske ein frühes Playoff-Aus nur mit einer deutlichen Leistungssteigerung abwenden kann.
  • Vor historisch schwacher Kulisse mit nur 1.663 Zuschauern wirkte Sønderjyskes Offensive harmlos, sodass die Gefahr eines sportlichen und finanziellen Absturzes für den Klub wächst.

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Der 15. März 1992 hat einen ganz besonderen Platz in der nordschleswigschen Eishockey-Geschichte. Damals vor exakt 34 Jahren schaffte die beste Eishockey-Mannschaft des Landesteil die Rückkehr in die dänische Liga, wo sie seitdem ununterbrochen zu finden ist.

Vojens IK war 1987, fünf Jahre nach dem letzten von drei Meistertiteln innerhalb von vier Jahren, in die Zweitklassigkeit abgestiegen und blieb dort, abgesehen von einer kurzen, erfolglosen Liga-Rückkehr in der Saison 1989/90, bis zum 15. März 1992, als eine junge VIK-Mannschaft um talentierte Spieler wie Søren Gerber (17), Ole Christiansen (21), Jan Jensen (16), Claus Jensen (18), Kim Foder (19) und Jesper Gaarde (16) eine für unmöglich gehaltene Überraschung hinlegte.

Vojens IK hatte die Saison in der zweithöchsten Spielklasse nur Platz vier belegt und in der Aufstiegsrunde das Hinspiel gegen Herlev mit 3:12 verloren, doch im entscheidenden Rückspiel einen 5:3-Erfolg erkämpft.

Der Nordschleswiger vom 16. März 1992

Der Liga-Aufstieg 1992 bedeutete die Wiederauferstehung des Eishockeys in Woyens (Vojens). Der Grundstein für spätere Erfolge war gelegt. Es folgten sieben weitere Meisterschaften, fünf Pokalsiege und den ersten internationalen Titel eines dänischen Klubs überhaupt, der Continental-Cup-Erfolg 2020.

Es droht aber ein sportlicher Absturz und Eishockey auf Sparflamme in den kommenden Jahren. Der finanziell angeschlagene Eishockey-Klub kann sich einen sportlichen Misserfolg und fehlende Einnahmen bei einem schnellen Playoff-Aus nicht leisten.

Blasser Auftritt von Sønderjyske

Die Herlev Eagles sind aber auf dem besten Wege, den Liga-Abstieg von 1992 zu rächen und Sønderjyske früh in den Sommerurlaub zu schicken. Nach dem 3:2-Auftakterfolg am Freitag hat der Tabellenzweite der regulären Saison auch das zweite Duell am Sonntag in Woyens (Vojens) für sich entschieden.

Und der über weite Strecken blasse Auftritt der Sønderjyske-Spieler bei der 1:3-Heimschlappe gibt nicht viel Hoffnung, dass der 0:2-Rückstand in dieser Viertelfinalserie noch umgebogen werden kann. Die Herlev Eagles können sich im Heimspiel am Dienstag bereits den ersten Matchball erwingen.

Sønderjyske zeigte nur im Anfangsdrittel eine couragierte Leistung und führte nicht unverdient mit 1:0 nach den ersten 20 Minuten, fiel aber im Mitteldrittel wie ein Kartenhaus zusammnen.

Minusrekord auf den Rängen

Die Herlev Eagles dominierten das Geschehen und drehten mit zwei Toren das Spiel. Darauf hatten die Gastgeber keine Antwort. Wer wütende Angriffe von Sønderjyske erwartet hatte, wurde arg enttäuscht. Die Offensive war harmlos.

Sønderjyske muss ein ganz anderes Gesicht zeigen, wenn ein frühes Playoff-Aus vermieden werden soll. 

Lediglich 1.663 Zuschauerinnen und Zuschauer wollten das erste Playoff-Spiel der Saison sehen – so wenige wie seit ein paar Jahrzehnten nicht mehr.

Sønderjyske - Herlev Eagles (1:0,0:2,0:1) 1:3

1:0 Peter Truelsen (9:48/Ass.: Angelo Miceli, Oskar Drugge), 1:1 Victor Cubars (23:30/5 gegen 4), 1:2 Carl Skärström (33:38), 1:3 Oliver True (45:53).

Zeitstrafen: Sønderjyske 2x2 – Herlev 2x2 Minuten. Schiedsrichter: Niklas Knøsen/Vernon Hofferd. Zuschauer: 1.663.