Eishockey

Gute Playoffs wichtig für das eigene Selbstverständnis und den Glauben an das Sønderjyske-Projekt

Der siebenfache WM-Teilnehmer Kasper Degn ist seit Dezember 2025 Sportchef von Sønderjyske Ishockey.

Sønderjyske-Sportchef Kasper Degn geht nicht nur zuversichtlich in die Playoffs, sondern auch in die kommende Saison. Die Rahmenbedingungen kennt er, und sein Hauptaugenmerk beim Aufbau des Kaders liegt in erster Linie auf dänischen Spielern. Ein Neuzugang kündigt sich bereits an.

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Zusammenfassung

  • Sønderjyske Ishockey startet als Außenseiter in die Playoff-Viertelfinals gegen Herlev, die für Selbstverständnis und Zukunft des Projekts entscheidend sind.
  • Trotz angespannter Finanzlage plant Sportchef Kasper Degn den Kader für die kommende Saison mit Fokus auf einen starken dänischen Spielerstamm.
  • Leistungsträger könnten den Klub verlassen, doch Degn ist optimistischer geworden und verhandelt unter anderem mit Verteidiger Patrick Madsen aus dem Ausland.

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Die Playoffs um die dänische Eishockey-Meisterschaft stehen vor der Tür. Sønderjyske Ishockey geht als Tabellensiebter und als Außenseiter in die Viertelfinalserie gegen den Tabellenzweiten Herlev Eagles. Eine chaotische Saison auf und neben dem Eis kann versöhnlich ausgehen, aber mit einem glatten Viertelfinal-Aus auch ein Fiasko vollenden.

„Der Verlauf der Viertelfinalserie hat eine große Bedeutung für unser eigenes Selbstverständnis und für den Glauben an das Sønderjyske-Projekt. Wir stehen wieder in einer solideren Position, und für den Aufbau der kommenden Saison wäre es richtig gut, wenn wir eine gute Viertelfinalserie hinlegen, wo wir uns selbst und auch der Region beweisen, dass wir eine gute Eishockey-Mannschaft haben und zusammenhalten, wenn es ernst wird“, sagt Kasper Degn zum „Nordschleswiger“.

Die Kaderplanungen laufen

Der 44-Jährige aus Herning ist seit Dezember 2025 Sportchef von Sønderjyske Ishockey und hat seinen Blick nicht nur auf die bevorstehenden Playoffs, sondern auch auf die kommende Saison gerichtet.

Die Kaderplanungen laufen, wobei ihnen die wirtschaftlich angespannte Finanzlage des Klubs nur bedingt ein Bein stellen. Der Lizenzausschuss des dänischen Eishockey-Verbandes und die Liga-Konkurrenten dulden, dass der Sønderjyske-Kader in der laufenden Saison wegen des negativen Eigenkapitals eigentlich zu teuer ist. Für die kommende Saison muss das Eigenkapital aber wieder hergestellt werden, um bis an die Gehaltsobergrenze gehen zu dürfen.

„Es wird in den Kulissen daran gearbeitet, die Rahmen für den sportlichen Bereich zu schaffen. Ich weiß im Großen und Ganzen, was ich zur Verfügung haben werde. Ich darf für die kommende Saison Verträge schreiben und habe meinen größten Fokus auf die dänischen Spieler gerichtet. Es ist wichtig, einen Grundstamm von dänischen Spielern mit der richtigen Qualität zu schaffen“, sagt Kasper Degn.

Leistungsträger vor dem Absprung

Ein Aderlass von dänischen Spielern hatte sich bei seinem Amtsantritt im Dezember abgezeichnet, doch mittlerweile ist er positiv gestimmt, dass es nicht so schlimm wird wie zunächst befürchtet. Es zeichnen sich aber die Abgänge von Leistungsträgern wie Albert Schioldan (Rückkehr nach Frederikshavn) sowie Jacob Schmidt-Svejstrup und Nikolaj Krag-Christensen ab, die ihre Möglichkeiten im Ausland sondieren.

„Als ich kam, hatte es den Anschein, dass es eine Sturzblutung geben könnte. Nach den ersten Gesprächen mit den Spielern bin ich aber Mitte März weitaus zuversichtlicher als ich Anfang Januar war. Ich sehe positive Gespräche und Tendenzen und habe nicht den Eindruck, dass die Leute in großer Zahl zur Tür rausgehen. Wie es ausgeht, kann ich nicht sagen, aber ich sehe gute Perspektiven“, so der Sønderjyske-Sportchef, der im aktuellen Kader noch keinen seiner einheimischen Spieler abgeschrieben hat.

Kasper Degn hat durch seinen späten Amtsantritt nicht die besten Voraussetzungen, und der Markt gibt nicht gerade viele dänische Spieler von hoher Qualität her. Der Sportchef scheint aber im Ausland fündig geworden zu sein. 

Verteidiger kommt aus dem Ausland

Nach Informationen des „Nordschleswigers“ steht Patrick Madsen vor einem Wechsel zu Sønderjyske. Der 33-jährige Verteidiger hat in den vergangenen beiden Spielzeiten in Südtirol sein Geld verdient, für den HC Meran und Ritten Sport. Zuvor spielte er 14 Jahre in der dänischen Liga, 13 davon für Herning Blue Fox.

Kasper Degn will den Neuzugang noch nicht bestätigen, sagt aber: „Wir befinden uns mit Patrick Madsen in einem guten Dialog.“