Deutsche Minderheit

520 Mitglieder: BDN-Ortsverein Sonderburg wächst rasant

Rund 30 Personen kamen Mittwochabend zur Generalversammlung in die Aula der DSS.

Mitgliederzahl: Der BDN-Ortsverein Sonderburg verzeichnet einen Anstieg um 90 Personen. Der Zuwachs stammt vor allem aus dem aufgelösten Ortsverein Norderharde, aber auch von zugezogenen Familien. Eine mögliche Namensänderung steht zur Diskussion.

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Zusammenfassung

  • Der BDN-Ortsverein Sonderburg verzeichnet einen starken Mitgliederzuwachs auf knapp 520 Personen.
  • Rund 90 neue Mitglieder stammen vor allem aus der aufgelösten Norderharde und stärken den Einfluss des Vereins im BDN.
  • Durch das Wachstum kann der Ortsverein zwei zusätzliche Delegierte entsenden und diskutiert eine Umbenennung in „Sonderburg-Alsen“.

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Der BDN-Ortsverein Sonderburg (Sønderborg) wächst weiter: Bei der Generalversammlung am Mittwochabend in der Aula der Deutschen Schule Sonderburg (DSS) meldet der Vorsitzende Jörn Petersen „knapp 520 Mitglieder“, rund 90 mehr als im Vorjahr.

Petersen beschreibt den Zuwachs als breite Mischung aus neuen Familien, die nach Sonderburg gezogen sind, neuen Mitgliedern aus der Schule sowie zahlreichen Neuzugängen aus dem aufgelösten BDN-Ortsverein Norderharde. 

Das ist ein Zeichen der Basisdemokratie, dass wir als Ortsverein unsere Stimme geltend machen können.

Jörn Petersen

„Mindestens die Hälfte davon sind aus der Norderharde“, schätzt er. Schon vor der Diskussion um die drohende Schließung der Deutschen Schule Lunden verzeichnet der Ortsverein einen großen Zuwachs, inzwischen liegt das Plus insgesamt bei rund 90 Mitgliedern.

Der Vorsitzende des Ortsvereins, Jörn Petersen, neben Jan Wachtberg Schmidt (l.). Bei den Wahlen erhielten die Vorstandsmitglieder Ruth Nielsen, Lone Svendsen und Melissa Knoch ein Mandat für eine weitere Amtszeit.

Für Petersen zeigt die gestiegene Zahl, dass viele Menschen in Sonderburg und Umgebung die deutsche Minderheit und den BDN als Dachverband unterstützen. 

„Das ist eine tolle Unterstützung, und wir haben natürlich mehr Einfluss dadurch“, betont er mit Blick auf die zusätzlichen Delegierten. „Das ist ein Zeichen der Basisdemokratie, dass wir als Ortsverein unsere Stimme geltend machen können.“ 

Nach seiner Einschätzung zeigt der Zuwachs zugleich, „dass wir hier in Sonderburg eine relativ gute Unterstützung für die Minderheit haben“ und viele den BDN (Bund Deutscher Nordschleswiger) als Dachverband anerkennen.

Namensänderung des Ortsvereins im Gespräch

Die Wahl zur Delegiertenversammlung macht den gestärkten Ortsverein unmittelbar sichtbar: Weil die Mitgliederzahl steigt, kann der Ortsverein – zu den zehn bereits gewählten – zwei weitere Delegierten zur BDN-Hauptversammlung nach Tingleff (Tinglev) schicken. Mit 18 Stimmen wählte die Versammlung DSS-Lehrerin Julika Helene Clausen als erste zusätzliche Delegierte, 17 Stimmen erhielt Archiv-Leiterin Nina Jebsen vom Deutschen Museum Nordschleswig.

Der wachsende Zuspruch aus Norderharde spiegelt sich auch in der Struktur des Ortsvereins wider: Auf der Versammlung sprach der Vorstand deshalb einen Vorschlag zur Umbenennung an. Aus dem BDN-Ortsverein Sonderburg soll der BDN-Ortsverein „Sonderburg-Alsen“ werden. Der Vorsitzende Petersen erklärt, dass der Vorstand dafür zunächst die Satzung überarbeiten muss. 

Im kommenden Jahr möchte man dann eine Satzungsänderung auf die Tagesordnung setzen, bei der die Mitglieder über die Namensänderung abstimmen können.

Am Donnerstag, 19. März, findet die BDN-Bezirks- und Delegiertenversammlung in der Aula der DSS statt. Beginn ist um 19 Uhr. 

 

Marion Petersen ist die Theater-Obfrau des Ortsvereins und machte Werbung für die Theaterfahrten nach Flensburg, die der BDN anbietet.