Kinderbetreuung

Mehr Fachkräfte, geringere Beiträge: Finanzpaket erreicht Deutsche Kindergärten Sonderburg

Die Einrichtungen von DKS liegen in Sonderburg (Foto), Gravenstein (Gråsten), Lunden und in Broacker (Broager).

Die Sonderburger Kommune senkt den Elternbeitragsanteil und schafft 22 zusätzliche Vollzeitstellen in den Tagesangeboten. DKS-Leiter Marco Seefeldt erwartet auch für die deutschen Kindergärten mehr Luft für Leitungsaufgaben, zusätzliche fachliche Hände in den Gruppen und eine spürbare, wenn auch überschaubare Entlastung bei den Elternbeiträgen.

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Zusammenfassung

  • Die Kommune Sonderburg senkt ab Mai 2026 die Elternbeiträge in den Deutschen Kindergärten Sonderburg leicht.
  • Zugleich werden 22 zusätzliche Vollzeitstellen für pädagogisches Personal in den Tagesangeboten geschaffen.
  • Die Leitungen sollen dank besserer Personalausstattung mehr Zeit für Kernaufgaben haben, ohne den Gruppenkontakt zu verlieren.

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Eltern in den Deutschen Kindergärten Sonderburg (DKS) zahlen ab Mai voraussichtlich weniger für einen Kindergartenplatz. Denn die Kommune Sonderburg (Sønderborg) senkt den Elternbeitragsanteil und schafft zusätzliche Stellen, wovon auch die deutschen Einrichtungen profitieren sollen.

Grundlage dafür bilden 17 Millionen Kronen aus der Finanzgesetzgebung 2026, die die Kommune Sonderburg für den Bereich der Tagesangebote erhält. Der zuständige politische Ausschuss empfahl nun dem Stadtrat, den Elternbeitragsanteil in Kindergarten und Tagespflege zum 1. Mai von 25 auf 21,3 Prozent zu senken. In der Krippe bleibt er bei 19,6 Prozent.

„Der Elternbeitrag liegt bei uns ungefähr bei 2.500 Kronen im Monat“, sagt DKS-Leiter Marco Seefeldt. Wenn der Anteil sinke, liege die Ersparnis nach seiner Einschätzung „bei etwa 120 bis 150 Kronen im Monat. Es sind keine Reichtümer, aber jedes bisschen hilft.“

Zusätzliche Pädagoginnen und Pädagogen

Für die Qualität in den Einrichtungen spielt die personelle Seite eine zentrale Rolle. Die Sonderburger Kommune zählt bereits zu den Kommunen mit hohen Personalschlüsseln und einem hohen Anteil ausgebildeter Pädagoginnen und Pädagogen.

Der Vorsitzende des Ausschusses für Kinder, Schule und Familie, Jesper Smaling (Sozialdemokratie), unterstreicht, dass zusätzliche Pädagoginnen und Pädagogen die Qualität weiter stärken und Familien die geringeren Beiträge direkt in ihrer privaten Wirtschaftslage spüren sollen. 

Gleichzeitig fließen die neuen Mittel in 22 zusätzliche Vollzeitstellen für pädagogisches Personal, weil pädagogische Leiterinnen und Leiter ab 2027 nicht mehr in die Mindestpersonalschlüssel eingerechnet werden.

Das gibt auf allen Ebenen mehr Luft, sich um die Kernaufgaben zu kümmern, die man hat.

Marco Seefeldt

Genau dort setzt Seefeldt für die DKS an. „Das berührt uns genauso, wie das alle anderen Einrichtungen in der Kommune auch berührt“, sagt er. „Im Endeffekt ist das ja eine Sache, die wir schon seit Jahren wollten: Dass die Leitungen einfach aus der Minimums-Normierung, also aus der Rechnung, rausgezogen werden, damit sie sich mehr um ihre eigenen Aufgaben kümmern können.“ 

Bislang arbeiten die Abteilungsleitungen viel in den Gruppen mit, was die Zeit für Leitungsaufgaben einschränkt. „Das gibt auf allen Ebenen mehr Luft, sich um die Kernaufgaben zu kümmern, die man hat“, sagt Seefeldt mit Blick auf zusätzliches Personal.

Marco Seefeldt ist Gesamtleiter der DKS.

Ganz aus dem Alltag der Gruppen ziehen sich die Leitungen nach seiner Einschätzung trotzdem nicht zurück. „Die Leitungen sind ja immer noch im Haus, sie verschwinden ja nicht“, sagt Seefeldt. In der Praxis werde es nicht dazu kommen, dass eine Leitung gar nicht mehr in die Gruppen gehe, das sei „überhaupt nicht zielführend“.

Wie viele der 22 neuen Vollzeitstellen konkret bei den Deutschen Kindergärten Sonderburg landen, ist noch offen. Seefeldt rechnet nicht damit, dass jede Abteilung sofort eine ganze zusätzliche Stelle erhält. Seine Wunschvorstellung: „So eine halbe Stelle pro Abteilung“. 

Grundsätzlich fasst er die Richtung so zusammen: „Ich bin immer dafür, wenn wir mehr fachliche Hände an die Kinder kriegen.“ Wie sich der veränderte Schlüssel am Ende im Alltag auswirkt, sei noch abzuwarten. „Ob der gute Gedanke am Ende auch so umgesetzt werden kann, muss man abwarten. Da sollte man sehr aufmerksam sein.“

Laut dem Online-Portal „Institutioner.dk“ gibt es 29 Krippen und 50 Kindergärten in der Kommune Sonderburg. 29 davon sind sowohl Krippe als auch Kindergarten (integrierte Einrichtungen). Die vier Abteilungen der DKS liegen in Broacker (Broager), Gravenstein (Gråsten), Sonderburg und in Lunden auf Nordalsen (Nordals).