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Nicht mehr auf der Stelle treten: Verein für neues Kulturhaus in Tingleff setzt auf entscheidende Impulse

Architektenvisualisierung eines modernen Kulturhauses mit zwei verbundenen Baukörpern in Tingleff.
Ein Entwurf von vielen für eine Versammlungs- und Aktivitätsstätte in Tingleff. Bei diesem Modell waren noch Restaurant und Hotel mitgedacht. Das hat sich geändert.

Das Ziel ist immer noch ziemlich weit weg, der Vorstand der geplanten Begegnungsstätte „TINKA“ für Mehr- und Minderheit in Tingleff ist aber guter Dinge, dass der Stadtrat Apenrade Sympathiebekundungen Taten folgen lässt. Eine Wasserstandsmeldung zum Vorhaben gibt es auf der Frühjahrsversammlung von „TINKA“ und „Tinglev Forum“ am 10. März. Wie „TINKA“-Vorsitzender Moten Heilmann Sørensen die Ausgangslage einschätzt.

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Zusammenfassung

  • Tingleff plant seit Jahren ein gemeinsames Kultur- und Versammlungshaus für Mehrheit und deutsche Minderheit unter dem Projektnamen „TINKA“.
  • Die Kommune Apenrade lässt im Rahmen der Ortsentwicklung die Ausgangslage in Tingleff analysieren.
  • Bei einer Frühjahrsversammlung von „TINKA“ und „Tinglev Forum“ am 10. März wird über das Kulturhaus sowie weitere Bau- und Entwicklungspläne berichtet.

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Was lange währt, wird endlich gut. An diesen Spruch klammern sich nach wie vor die Befürworterinnen und Befürworter einer kulturellen Begegnungsstätte für Mehrheit und Deutsche Minderheit in Tingleff (Tinglev). 

Seit gut und gern zehn Jahren peilt die Ortsgemeinschaft über die Dachorganisation „Tinglev Forum“ den Bau eines neuen Versammlungs- und Kulturhauses an. In der Einrichtung sollen sowohl die deutsche als auch die dänische Bibliothek unterkommen, und das Haus soll der Mehrheit und der Minderheit gleichermaßen zur Verfügung stehen. Für das Projekt ist der Trägerverein „TINKA“ gegründet worden (Tinglev Kultur- og Aktivitetshus).

Gegrübelt wird schön länger darüber, wo solch eine Einrichtung entstehen könnte, was es genau beinhalten soll und allen voran, wie sehr die Kommune das Projekt vor allem finanziell unterstützen wird. 

Den Stand der Dinge wird der „TINKA“-Vorstand bei der gemeinsamen Frühlingsveranstaltung mit „Tinglev Forum“ am Dienstag, 10. März, ab 19 Uhr in der Aula der dänischen Schule erläutern.

Bei der Ortserneuerung im Fokus sein

Es gibt durchaus vielversprechende neue Ansätze, so „TINKA“-Vorsitzender Morten Heilmann Sørensen, seines Zeichens auch Leiter der dänischen Schule im Ort. 

Der vorherige Stadtrat gab eine Gebäudeanalyse in Auftrag und stellte für die Vorplanung einer ganzheitlichen Entwicklung des Ortes (helhedsplan) 2 Millionen Kronen zur Verfügung. Zum 1. April wird nun eine Fachkraft für Stadtentwicklung Tingleff unter die Lupe nehmen. 

Davon erhoffen sich die Initiatorinnen und Initiatoren wichtige Akzente, um mit dem Kulturhausprojekt weiterzukommen. „Mit der Kommune ist vereinbart, dass wir mit der entsprechenden Person im Austausch sein und Rücksprache halten werden“, so Heilmann.

Lage und Investitionsvolumen noch ungeklärt

Offen ist immer noch, wo ein Kulturhaus entstehen könnte und mit welchem finanziellen Rahmen. „Hier ist die Kommune natürlich die entscheidende Mitspielerin“, so der „TINKA“-Vorsitzende.

Mann in hellem Polohemd lehnt vor weißer Wand und blickt in die Kamera.
Morten Heilmann Sørensen und Kolleginnen und Kollegen des Trägervereins „TINKA“ hoffen, mit ihrem Kulturhausprojekt durch Zutun der Kommunalpolitik endlich weiterzukommen (Archivfoto).

Ob eine Investition von 20, 30, 40 oder noch mehr Millionen benötigt und am Ende bewilligt wird, müsse sich zeigen. Der Trägerverein hat eine Architektenzeichnung als Ideenentwurf anfertigen lassen. Ob dieser Ansatz maßgebend wird, müsse man ebenfalls abwarten. 

„Es muss aber etwas passieren. So denken wir schon länger. Unser Gefühl ist aber, dass die Stadtratspolitikerinnen und -politiker jetzt, wo die Kommunalwahl vorbei ist, bereit sind, unser Projekt bei der Ortsentwicklung mit hineinzudenken und auch zu fördern.“

Architektonische Innenraum-Skizze eines geplanten Kultur- und Versammlungshauses mit markierten Bereichen.
Entwurf für das Erdgeschoss eines Aktivitäts- und Kulturhauses in Tingleff (Archivfoto)

Informationen zu anderen Bau- und Entwicklungsprojekten

Auf der Frühjahrsversammlung zusammen mit „Tinglev Forum“ wird es nicht nur Details zum „TINKA“-Projekt geben. „Brand og Redning Sønderjylland“, ein Zusammenschluss der Kommunen Apenrade (Aabenraa), Tondern (Tønder) und Hadersleben (Haderslev) im Feuerwehr- und Rettungswesen, informiert über die geplante neue Feuerwehrstation in Tingleff. Zudem berichtet der Chef des staatlichen Ausbildungscenters der Bereitschaft in Tingleff, Allan Kirk Jensen, über aktuelle Entwicklungspläne für die Einrichtung im Zuge des Bereitschaftsvergleichs (beredskabsforlig).

Alle sind herzlich willkommen, heißt es in der Einladung von „Tinglev Forum“ und „TINKA“.