Arbeitsmarkt

Grenzpendlerzahlen zwischen Deutschland und Dänemark stabil

Das Regionskontor & Infocenter hat die neuesten Grenzpendlerzahlen veröffentlicht.

Pendlerbewegungen: Die Zahl der Grenzpendlerinnen und Grenzpendler bleibt konstant. 2025 arbeiteten 12.132 Deutsche in Dänemark, ein leichter Anstieg zum Vorjahr. Eine Übersicht.

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Zusammenfassung

  • Die Zahl der Grenzpendlerinnen und Grenzpendler zwischen Deutschland und Dänemark bleibt insgesamt stabil.
  • 2025 arbeiteten 12.132 Deutsche in Dänemark, während nur 568 dänische Beschäftigte täglich nach Deutschland pendeln.
  • Viele Deutsche arbeiten in Nordschleswig, vor allem in Apenrade und Sonderburg, zudem sind zahlreiche deutsche Firmen in Dänemark aktiv.

Diese Infobox wurde mithilfe von KI generiert und von der Redaktion geprüft.

Die Zahl der Grenzpendlerinnen und Grenzpendler ist weiterhin stabil. Das teilt das Regionskontor der Region Sønderjylland-Schleswig mit. 

Im vergangenen Jahr gingen 12.132 deutsche Staatsbürgerinnen und Staatsbürger, die nicht in Dänemark wohnen, einer Beschäftigung in Dänemark nach. Das ist ein leichter Zuwachs im Vergleich zum Jahr 2024, als es 12.026 waren.

Im Gegenzug überqueren deutlich weniger Arbeitnehmende aus Dänemark die Grenze nach Deutschland. Im vergangenen Jahr waren es 568, wobei nur sozialversicherungspflichtige Beschäftigungen in die Statistik einfließen. 

Pendelnde aus Dänemark arbeiten meist in Südschleswig

In Schleswig-Holstein arbeiten 430 der 568 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. In Flensburg sind es demnach 186, im Kreis Schleswig-Flensburg 142 und im Kreis Nordfriesland 77. Nicht enthalten sind in der Statistik Beschäftigte in einem Beamtenverhältnis oder beamtenähnlichen Anstellungen sowie Selbstständige und Freiberufler. 

„Auch wenn die Zahl der Pendler aus Dänemark gestiegen ist, schlagen die nach Dänemark in den vergangenen Jahren Ausgewanderten nicht bemerkenswert zu Buche. Dies verwundert und erfordert eine nähere Betrachtung“, heißt es dazu vom Regionskontor. 

Viele Deutsche arbeiten in Nordschleswig

Etwa die Hälfte der Grenzpendlerinnen und Grenzpendler nach Dänemark arbeitet in der Region Süddänemark. Dabei gehen die meisten einer Beschäftigung in Nordschleswig nach ­– allen voran in den Kommunen Apenrade (Aabenraa) und Sonderburg (Sønderborg). 

Das bedeutet auch, dass 6.155 Arbeitnehmende außerhalb der Region Süddänemark einer Beschäftigung nachgehen. 

Woher stammen die Daten?

Das Regionskontor erhebt Zahlen zu Grenzpendelnden seit 2007. Seit 2016 wird eine andere Methode zur Datenerhebung genutzt, weshalb die Zahlen nicht vergleichbar sind. In Dänemark wird als Quelle die Arbeitsmarktdatenseite jobindsats.dk genutzt. In Deutschland kommen die Daten von der Bundesagentur für Arbeit. 

Neben den Zahlen der Pendlerinnen und Pendler wurden im Jahr 2025 auch 1.671 deutsche Unternehmen in Dänemark registriert, die Dienstleistungen ausgeführt haben. Hieran waren 5.435 Arbeitnehmende beteiligt. 

Hohe „Dunkelziffer“

Die Gruppe dänischer Staatsbürgerinnen und Staatsbürger, die südlich der Grenze wohnen und in nicht geringem Umfang in Dänemark arbeiten, kann durch das Regionskontor jedoch nicht erfasst werden. Daher ist von einer deutlich höheren Pendlerzahl auszugehen, heißt es. Dies gilt auch für Selbstständige und Freiberufler, Beamtinnen und Beamte sowie Soldatinnen und Soldaten.