Deutsche MInderheit

Haderslebener BDN-Vereine bereiten sich auf wichtige Entscheidung vor

Henriette Hindrichsen, die als Versammlungsleiterin durch die Sitzungen führte, hatte an beide BDN-Hauptvorstandskandidaten Fragen.

Bei den Generalversammlungen der beiden Haderslebener BDN-Vereine standen wichtige Zukunftsfragen im Mittelpunkt. Besonders die bevorstehende Wahl des BDN-Hauptvorsitzes am 2. Juni sorgte für Diskussionsbedarf.

Veröffentlicht

Zusammenfassung

  • In Hadersleben hielten zwei BDN- Vereine ihre Generalversammlungen ab.
  • Die Kandidierenden für den BDN-Hauptvorsitz, Claudia Knauer und Stephan Kleinschmidt, stellten sich vor und diskutierten Themen wie Gleichstellung, Bildung und Ehrenamt.
  • Delegierte für die BDN-Generalversammlung wurden einvernehmlich bestimmt und Themen diskutiert.

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Wahlen

BDN-Bezirksverein Hadersleben

Der alte Vorstand ist der neue Vorstand 

Angelika Feigel, Bezirksvorsitzende 

Sabina Wittkop-Hansen, Stellvertreterin 

Mette Zempel, Kassiererin 

Hans-Iver Kley, SP-Vorsitzender 

Olav Hansen, SP-Stellvertreter 

BDN-Ortsverein Hadersleben

Sabina Wittkop-Hansen, Vorsitzende, wiedergewählt

Carsten Jürgensen, Stellvertreter, wiedergewählt

 

Die beiden Haderslebener Vereine des Bundes Deutscher Nordschleswiger (BDN) hielten der Tradition treu ihre jährliche Generalversammlung am Donnerstag im örtlichen deutschen Ruderverein DRH in Hadersleben (Haderslev) hintereinander ab. Es gab Diskussionsbedarf, was vor allem der Tatsache geschuldet war, dass am 2. Juni die entsandten Delegierten auf der BDN-Generalversammlung entscheiden müssen, wer zukünftig den BDN leiten wird.

Hauptvorsitz-Kandidaten stellen sich vor

Bislang gibt es eine Kandidatin und einen Kandidaten: Claudia Kauer und Stephan Kleinschmidt, die am Ende der Sitzungen Gelegenheit hatten, sich vorzustellen und Fragen zu beantworten, von denen es einige gab. Diese berührten Themen wie Gleichstellung, Zuzüglerinnen und Zuzügler aus Deutschland, Ausrichtung des BDN in den kommenden Jahren, Ortsschilder sowie Zukunft der deutschen Einrichtungen.

Stephan Kleinschmidt bemerkte, dass seiner Ansicht nach zu viele Kinder zwar den deutschen Kindergarten besuchen, aber dann nicht weiter auf eine deutsche Schule gehen würden. Daran müsse gearbeitet werden. Claudia Knauer unterstrich, es sei wichtig, das Ehrenamt zu stärken, es sei das Fundament der Minderheit. 

Auf der Tagesordnung des BDN-Ortsvereins Hadersleben stand die Wahl derjenigen Personen an, die als Delegierte den Ortsverein am 2. Juni in Tingleff (Tinglev) repräsentieren. Dazu gab es einige Fragen und Meinungen. Es galt, „sichere“ Delegierte zu finden, und Personen, die als Nachrücker eventuelle freie Plätze auffüllen, aber per se nicht abstimmen können, falls es keine freien Plätze gibt. Die Erstellung der Liste gelang durch Verständigung ohne Wahlen.

Es gab in beiden BDN-Vereinen insgesamt zwei Anregungen: Zum einen kam die Idee auf, den Vorstand des Bezirksvereins nicht alle vier Jahre, sondern alle zwei Jahre zu wählen. Hans-Iver Kley und Harro Hallmann warfen ein, dass dies vermutlich nur dann möglich sei, wenn die Statuten geändert würden. Das soll geprüft werden, sodass das Thema im kommenden Jahr wieder besprochen werden kann.

Für und Wider Werbung im „Nordschleswiger“

Die andere Anregung betraf die Werbung für die Veranstaltungen des Ortsvereins und den Hinweis auf die Generalversammlungen, die in Form von Anzeigen im „Nordschleswiger“ geschaltet werden. Angesichts des E-Mail-Verteilers sei Werbung im „Nordschleswiger“ nicht mehr nötig, so der Gedanke. Ein Gegenargument lautete, die Anzeigen würden auch Nichtmitglieder sehen und sie mit der Chance motivieren, dem Ortsverein beizutreten. Am Ende lehnte die Versammlung den Antrag mehrheitlich ab. Es bleibt bei der Werbung im „Nordschleswiger“.

Hans-Iver Kley, SP-Vorsitzender im Bezirk Hadersleben, berichtete von der Wahl im vergangenen Herbst – für ihn ein großer Erfolg der SP, denn es gab in der Kommune Hadersleben 100 Stimmen mehr für die Schleswigsche Partei. „Nicht begeistert“ war er von dem Umstand, dass es aus seiner Sicht seitens der Gewinnerparteien kein echtes Angebot gab. „Ich habe mir da mehr erhofft“, so Hans-Iver Kley, der unterstrich, dass Carsten Leth Schmidt als Vorsitzender des Ausschusses für Technik und Klima eine sehr gute Arbeit gemacht habe.