Bildung

Neue Privatschule in Pattburg noch immer im Spiel

Eckansicht eines zweigeschossigen Schulgebäudes mit Backstein und grauer Fassade.
Für die Eröffnung einer Privatschule in Pattburg können die Initiatorinnen und Initiatoren weiterhin mit der Immobilie am Frøslevvej liebäugeln.

Die Menschen, die sich für die Gründung einer Privatschule im Raum Pattburg einsetzen, können wider Erwarten mit einem Gebäude am Frøslevvej weiterarbeiten. Der zuständige politische Ausschuss setzte sich über den Vorschlag der Verwaltung hinweg, eine Anpassung des Bebauungsplans abzulehnen.

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Zusammenfassung

  • In Pattburg planen Initiatorinnen und Initiatoren weiterhin die Gründung der Privatschule „Padborg FRIskole“ im ehemaligen SFO-Gebäude am Frøslevvej.
  • Der Plan- und Wohnungsausschuss ermöglicht weitere Planungen trotz Empfehlung der Verwaltung, eine Anpassung des Flächennutzungsplans abzulehnen.
  • Ein Schulstart ist frühestens 2027 denkbar. Der Vorstand der  Deutschen Schule Pattburg hat die Pläne zur Kenntnis genommen, sieht trotz Konkurrenz aber keinen Grund zur Sorge.

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Der Trägerverein der geplanten Privatschule „Padborg FRIskole“ wollte den Betrieb am liebsten schon im vergangenen Jahr aufnehmen und dafür das ehemalige Gebäude der SFO (Schulfreizeitordnung) am Frøslevvej in Pattburg (Padborg) als Mieter nutzen. Man veranstaltete einen Tag der offenen Tür, rührte auch anderweitig die Werbetrommel und hatte bereits über 20 Voranmeldungen für die verschiedenen Klassenstufen. 

In die Quere kam ihnen allerdings der Bebauungsplan, der geändert wurde, als die Kommune die nicht mehr benötigte SFO-Immobilie 2019 verkaufte. Alternativen konnten die Privatschulplanenden bislang nicht auftun.

Nun können die Initiatorinnen und Initiatoren mit dem Gebäude am Frøslevvej weiterplanen. Das hat der Plan- und Wohnungsausschuss der zuständigen Kommune Apenrade (Aabenraa) entschieden. Er votierte dabei gegen eine Empfehlung der Verwaltung, eine Änderung des Bebauungsplans abzulehnen.

Vor einer Änderung erst einmal der Dialog

Für eine Anpassung des Plans stimmte der Ausschuss allerdings auch nicht. Die Verwaltung soll erst einmal Gespräche mit den Initiatorinnen und Initiatoren sowie dem Immobilienbesitzer führen, um die realistische Umsetzung des Projekts auszuloten.

„Ich befürworte, dass Menschen die Möglichkeit bekommen sollen, eine Privatschule zu gründen, wenn es das ist, was sie wünschen. Wir werden jetzt einen Dialog mit den Eltern führen, um ihnen klarzumachen, was es an Vorarbeit erfordert, ehe wir dazu übergehen können, eine Bebauungsplanänderung auszuarbeiten“, so Ausschussvorsitzender Thomas Andresen (V) zu „JydskeVestkysten“.

Für Marie Mauter, die treibende Kraft des Privatschulprojekts, und Mitstreitende hing die Mission an einem seidenen Faden. „Wir arbeiten mit dem Projekt nicht weiter, solange kein Gebäude in Aussicht steht“, so  Mauter noch vor der Ausschusssitzung zum „Nordschleswiger“. 

Neuer Zeithorizont

Nun geht die Planungsarbeit weiter, wobei es mit einer Privatschule frühestens 2027 losgehen kann, so der Ansatz.

Die Absicht, eine Privatschule in Pattburg zu eröffnen, ließ den Vorstand der Deutschen Schule Pattburg aufhorchen.  Man werde das Unterfangen mitverfolgen. Eine gewisse Konkurrenz um die Kinder sei nicht von der Hand zu weisen, sollte es tatsächlich zur Neugründung im Ort kommen, gestand Schulvereinsvorsitzende Beatrice Schneider Anfang vergangenen Jahres ein. 

Große Sorgen mache sie sich letztlich aber nicht, da die deutsche Schule gut aufgestellt sei und viel zu bieten habe, so Schneider, die mittlerweile aus dem Amt ausgeschieden ist, weil sie keine Kinder mehr in der Einrichtung hat.