Deutsche Minderheit

Kegeln: Vielleicht eine neue Disziplin im Tonderner Schützenhaus

In Tondern gibt es zwei Kegelbahnen (Symbolfoto).

Zwei Mitglieder des Kegelvereins Legan wurden bei der Generalversammlung des Vereins Deutsches Haus mit einem Vorschlag vorstellig. Der Bau von Kegelbahnen wurde eifrig diskutiert.

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Über den Bau von neuen Kegelbahnen ist schon seit mehreren Jahrzehnten in Kreisen der deutschen Minderheit in Tondern (Tønder) geredet worden. Auch als es noch das Turnerheim der SG West gab, wurde darüber gesprochen.

Zusammenfassung

  • Im Verein Deutsches Haus in Tondern wird der Bau neuer Kegelbahnen diskutiert.
  • Als möglicher Standort ist das Tonderner Schützenhaus im Gespräch.
  • Ein Arbeitsausschuss soll erste Sondierungen vornehmen.

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Nun ist der Vorschlag wieder aktuell. Zwei Mitglieder des deutschen Kegelvereins Legan, Kurt Freiberg und Gert Nissen, präsentierten die Idee bei der Generalversammlung des Vereins Deutsches Haus, in dem die beiden Unternehmer auch zum Mitgliederkreis gehören.

Aufschlussreich und interessant

Das Turnerheim gibt es nicht mehr. Als neuer Standort ist das Tonderner Schützenhaus ins Visier genommen worden. Der Besitzer des Gebäudes ist der Verein Deutsches Haus (VDH).

„Wir führten sehr aufschlussreiche und interessante Gespräche bei unserer Generalversammlung“, erklärt VDH-Vorsitzender Klaus Heil.

Er wolle nichts tun, was dem Schützenkorps schade. Schließlich habe der VDH den Mietvertrag mit den Schützen abgeschlossen. Deswegen sei er anfangs noch vorsichtig, zurückhaltend gewesen.

Ich war von der Diskussion bei der Generalversammlung positiv überrascht

Klaus Heil

„Wir ahnen nicht, was ein solches Projekt kostet. Vom VDH können wir kein Geld beisteuern, da es gegen die Satzung unserer Stiftung spricht. Daher hoffen wir, unter anderem das Projekt über Stiftungsgelder aus anderen Quellen finanzieren zu können. Wir stellen uns vor, dass das Schützenhaus eine Art deutsches Haus wird. Der Sozialdienst und die SG West sind ja schon da“, berichtet Klaus Heil.

„Ich war von der Diskussion bei der Generalversammlung positiv überrascht. Alle Anwesenden hielten die Idee für gut“, so Heil.

Sonderausschuss sondiert

Die ersten Sondierungsgespräche soll ein Arbeitsausschuss bestehend aus Heil und VDH-Vorstandsmitglied Ulf Terp sowie den beiden Antragstellern Gert Nissen und Kurt Freiberg führen. Weitere Mitglieder können dazugeholt werden.

Wichtig sei auch eine gute Auslastung, um die Ausgaben auf mehrere Schultern zu verteilen. Er glaube, dass die anderen Kegelvereine auch dorthin ziehen.

Im Schützenhaus in Tondern finden schon die Veranstaltungen des Sozialdienstes und der SG West statt.

„Der Klub Legan würde seine Klubabende nicht mehr im Kegelcenter DMR abhalten, sondern würde an die Bahnen beim Schützenhaus ziehen“, versichert Präsident Günter Haagensen.

Lange Traditionen

Das Kegeln hat in Nordschleswig und besonders in Tondern lange und stolze Traditionen, tief verwurzelt seit dem 19. Jahrhundert. Von den mehr als 30 Herrenvereinen ist Gut Holz der älteste, Gründungsjahr 1839. Seit den 60er Jahren kegeln auch Damen. Die fünf ältesten Herrenvereine führen jedes Jahr im Januar ein Veteranenturnier durch.