Handball

Sønderjyske-Cheftrainer Vandbæk nach seiner Entlassung traurig und enttäuscht

Rasmus Glad Vandbæk war seit Dezember 2022 Cheftrainer von Sønderjyske Herrehåndbold.

Rückendeckung gab es bis zuletzt von der Mannschaft, aber auch von der Führungsetage, doch der Vorstand von Sønderjyske HH hat nach der sportlichen Talfahrt der vergangenen Monate die Reißleine gezogen. 

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Zusammenfassung

  • Sønderjyske HH hat Cheftrainer Rasmus Glad Vandbæk nach einer langen Negativserie von zehn Ligaspielen ohne Sieg entlassen.
  • Der Vereinsvorstand begründet den Schritt mit ungenutztem Potenzial des Kaders, obwohl Mannschaft und sportliche Leitung den Trainer weiterhin unterstützten.
  • Co-Trainer Lasse Folkmann übernimmt bis Saisonende mit dem Auftrag, den drohenden Abstieg zu verhindern.

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Zehn Liga-Spiele ohne Sieg und der verpasste Einzug in die Meisterschafts-Endrunde haben das Fass zum Überlaufen gebracht. Rasmus Glad Vandbæk ist mit sofortiger Wirkung als Cheftrainer von Sønderjyske Herrehåndbold entlassen worden.

„Das Potenzial des Spielerkaders ist nach Ansicht des Vorstandes nicht ausgeschöpft worden, und deswegen ist es ein einstimmiger Vorstand, der den Wunsch hat, dass ein anderer Trainer für den Rest der Saison an der Spitze der Mannschaft steht“, heißt es in einer Pressemitteilung von Sønderjyske Herrehåndbold.

Rückendeckung der Mannschaft

Bemerkenswert ist es, dass der achtköpfige Vorstand mit Anders Stahlschmidt an der Spitze diese Entlassung ausspricht – nicht die sportliche Leitung.

Nach Informationen des „Nordschleswigers“ hatte Rasmus Glad Vandbæk bis zuletzt die Rückendeckung der Mannschaft und auch von der sportlichen Leitung. Eine Trainerentlassung war auch nach dem Debakel im Pokal-Halbfinale Mitte Februar ein Thema gewesen, doch damals schon hatte die Kapitänsgruppe volle Unterstützung für den Cheftrainer ausgesprochen.

„Der Job des Vorstandes ist es, die Interessen des Klubs zu vertreten und die Entscheidungen zu treffen, die er für richtig befindet. Ich kann als Trainer eine Meinung dazu haben, ob eine Entscheidung richtig oder falsch ist, aber die ist irrelevant. Der Vorstand mischt sich auch nicht ein, welchen Spieler ich als Trainer ich auf der Linksaußen-Position einsetze“, sagt Rasmus Glad Vandbæk zum „Nordschleswiger“.

Entlassung tut weh

Der 39-Jährige wurde 2019 vom damaligen Cheftrainer Kasper Christensen (heute GOG) als Co-Trainer geholt und übernahm im Dezember 2022 nach der Entlassung von Klavs Bruun Jørgensen die Position des Cheftrainers.

„Ich bin abgeklärt, aber auch traurig. Sønderjyske ist ein Klub, der mir sehr viel bedeutet. Nach sieben Jahren und mehr als 250 Spielen tut das weh. Ich bin enttäuscht, dass es uns nach Weihnachten nicht gelungen ist, bessere Leistungen zu bringen. Dafür trage ich meinen Teil der Verantwortung, und dann ist es oftmals der Trainer, der gehen muss“, sagt Rasmus Glad Vandbæk.

Mit ihm zog Sønderjyske HH zweimal ins Pokal-Final-Four ein.

„Ich bin der einzige Trainer, der mit Sønderjyske eine Medaille gewonnen hat. Ich bin stolz auf die Arbeit, die ich über die vergangenen sieben Jahre hier verrichtet habe“, so der entlassene Cheftrainer, der noch bis zum Sommer 2027 einen Vertrag hat.

Entscheidung, auf die man keine Lust hat

Aus dem erhofften Einzug in die Meisterschafts-Endrunde ist ein Kampf gegen den Abstieg geworden.

„Wir sind an einen Punkt angelangt, wo wir reagieren mussten. Die Ergebnisse sind ausgeblieben, und dann sind die Mechanismen im Sport oft so, dass man Entscheidungen treffen muss, auf die man keine Lust hat“, sagt Sønderjyske-Direktor Kim Poulsen zum „Nordschleswiger“.

Er versichert, dass jeder Stein in den vergangenen Monaten umgedreht worden ist.

„Nach der Niederlage mussten wir einen Schlussstrich ziehen. Wir stehen in einer ernsten Situation – alle wissen, was auf dem Spiel steht“, so Kim Poulsen.

Co-Trainer übernimmt

Der bisherige Co-Trainer Lasse Folkmann übernimmt bis Saisonende die sportliche Verantwortung und soll den Liga-Abstieg vermeiden.

„Es ist superärgerlich, dass es dazu gekommen ist. Rasmus ist ein tüchtiger Trainer, der bei uns sehr gute Arbeit verrichtet hat“, meint der Sønderjyske-Direktor.