Kultur

3300 Jahre alter Goldschatz aus Diepholz wird erforscht

Der spektakuläre Schatz von Syke: vor 15 Jahren wurden über 100 Einzelteile gefunden.

1,7 Kilo Gold, 117 Teile, 3.300 Jahre alt: Warum wurde so viel Gold bei Syke vergraben? Was steckt hinter dem spektakulären Schatz? Forscher wollen jetzt die Geheimnisse der Bronzezeit lüften.

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Zusammenfassung

  • Ein interdisziplinäres Team untersucht nun umfassend den 3300 Jahre alten Goldhort von Gessel bei Syke.
  • Der Fund umfasst 1,7 Kilogramm Gold in 117 Teilen, vor allem Spiralringe, die dicht beieinander vergraben waren.
  • Die Forschenden wollen Herstellung, Funktion und Herkunft des Goldes klären sowie das Umfeld der Fundstelle genauer erforschen.

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Der spektakuläre Goldhort von Gessel im Landkreis Diepholz soll rund 15 Jahre nach seiner Entdeckung umfassend wissenschaftlich untersucht werden. 

Ein interdisziplinäres Team aus Archäologie und Naturwissenschaften nehme den rund 3300 Jahre alten Fund aus der Bronzezeit nun mit Förderung der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) genauer unter die Lupe, teilten das Niedersächsische Landesamt für Denkmalpflege, das Landesmuseum Hannover und die Universität zu Kiel mit.

Der Goldschatz war 2011 bei Ausgrabungen nahe Syke entdeckt worden. Mit 1,7 Kilogramm Gold aus insgesamt 117 Einzelteilen zählt der Fund zu den größten Goldhorten der europäischen Bronzezeit. Die Objekte – darunter zahlreiche Spiralringe – waren dicht beieinander in etwa 60 Zentimetern Tiefe deponiert worden.

Wie wurden die Goldobjekte hergestellt? Wofür dienten sie?

Ein Computertomograph habe schon kurz nach der Bergung gezeigt, dass sich zahlreiche Goldobjekte in dem Fundblock befanden, erinnerte sich der damalige Landesarchäologe Henning Haßmann. 

Mit dem neuen Forschungsprojekt wollen Wissenschaftler unter anderem klären, wie die Goldobjekte hergestellt wurden, wofür sie dienten und woher das verwendete Gold stammt.

Auch das Umfeld der Fundstelle soll genauer untersucht werden. Es sei kaum vorstellbar, dass eine so wertvolle Niederlegung ohne Bezug zu einer größeren Siedlung oder Gemeinschaft erfolgt sei, erklärten die Beteiligten.

Für 2028 ist eine Ausstellung geplant

Die Forschungen sind auf drei Jahre angelegt. Ergebnisse sollen unter anderem auf einer wissenschaftlichen Tagung vorgestellt werden. Für 2028 ist zudem eine Ausstellung geplant, die die neuen Erkenntnisse über den Goldhort und die Lebenswelt der Bronzezeit präsentieren soll. 

Teile des Fundes sind bereits heute im Landesmuseum Hannover und im Kreismuseum Syke zu sehen.