Vereinsleben

MTV Apenrade setzt auf neue Sporttrends

Bald findet die Generalversammlung des Sportvereins statt.

Sportverhalten: Der MTV Apenrade verzeichnet einen Wandel hin zu Individualsport. Der Verein reagiert mit neuen Angeboten und sucht ehrenamtliche Unterstützung. Mitglieder können sich bei der nächsten Generalversammlung einbringen.

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Zusammenfassung

  • MTV Apenrade entwickelt sich vom klassischen Mannschafts- zum Fitness- und Individualsportverein.
  • Der Verein sucht mehr ehrenamtliche Trainerinnen, Trainer und organisatorische Unterstützung.
  • Bei der nächsten Generalversammlung im Haus Nordschleswig können Interessierte den Verein kennenlernen und sich engagieren.

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„Ich finde, der MTV steht gut da“, sagt Anja Eggert. Die Angebote des Vereins würden gut angenommen. Besonders im Erwachsenenbereich habe der Verein zuletzt sogar neue Mitglieder gewonnen. Das zeige, dass das Programm viele Menschen anspreche. So zufrieden zeigt sich die Vorsitzende des MTV Apenrade (Mein Turnverein Apenrade).

Gleichzeitig beobachtet sie einen deutlichen Wandel im Sportverhalten – und wünscht sich mehr Menschen, die sich ehrenamtlich einbringen, damit mehr Angebote gemacht werden können.

Trotzdem hat sich der Verein in den vergangenen Jahren verändert. Früher stand beim MTV vor allem der klassische Vereinssport im Mittelpunkt, etwa Mannschaftssportarten wie Handball. Heute sehe das anders aus.

Vom Mannschafts- zum Fitnesssport

Anja Eggert hofft auf Menschen, die Lust haben, den MTV mitzugestalten.

„Wir haben uns über die Jahre vom reinen Sportverein primär zu einem Fitnessverein verändert“, erklärt Eggert. Sie vermutet, dass sich die Gewohnheiten der Menschen geändert haben. Statt Mannschaftssport suchen viele eher individuelle Angebote. Yoga oder andere Fitnesskurse passen besser in den Alltag vieler Mitglieder.

Der Trend sei deutlich: Der Individualsport wächst. Mannschaftssport spiele dagegen eine kleinere Rolle als früher. Der Verein hat sich – so weit möglich – angepasst.

Ich finde das schade, weil der Vereinsgedanke dabei verloren geht.

Anja Eggert

Für Eggert hat diese Entwicklung auch eine Kehrseite. „Ich finde das schade, weil der Vereinsgedanke dabei verloren geht“, sagt sie. Wenn Menschen allein trainieren statt gemeinsam in einer Mannschaft aktiv zu sein, entstehen weniger feste Bindungen im Verein.

Das zeigt sich auch bei den Trainerinnen und Trainern. Ehrenamtliche Kräfte zu finden, sei heute deutlich schwieriger. Dabei hätte der Verein durchaus Ideen für weitere Angebote.

Neue Angebote dann, wenn diese jemand anbietet

Der Vorstand hat deshalb einen pragmatischen Weg gewählt. Neue Kurse entstehen vor allem dann, wenn sich jemand findet, der sie leiten möchte. „Wenn jemand etwas anbieten möchte und schon Trainerin oder Trainer ist, versuchen wir, das zu unterstützen und – wenn nötig – auch zu vermarkten“, erklärt Eggert.

Neben neuen Sportangeboten möchte der Verein auch das Gemeinschaftsgefühl stärken. Ein Beispiel ist eine Veranstaltung, die viele Mitglieder noch in guter Erinnerung haben: der MTV-Feierabend. Dabei treten Mitglieder in kleinen, humorvollen Spielen gegeneinander an. Danach sitzt man zusammen und isst gemeinsam. „Das war immer sehr lustig“, sagt Eggert. Der Vorstand möchte dieses Format nun wiederbeleben.

Unterstützung gesucht

Auch organisatorisch wünscht sich der Verein neue Mitstreiterinnen und Mitstreiter. Zwar sieht Eggert den Vorstand derzeit gut aufgestellt. Dennoch gebe es Aufgaben, bei denen zusätzliche Hilfe willkommen wäre. Dazu gehören etwa der Kontakt zur Schule oder die Betreuung der Social-Media-Kanäle.

Wer sich für ein Engagement interessiert, hat bald Gelegenheit dazu. Die nächste Generalversammlung des MTV Apenrade findet am Mittwoch, 25. März, ab 17 Uhr im Haus Nordschleswig statt. Dort können sich Interessierte melden und den Verein näher kennenlernen.

Eggert hofft, dass sich Menschen finden, die Lust haben, den MTV mitzugestalten. Denn auch wenn sich der Sport verändert hat, bleibt für sie eines entscheidend: dass ein Verein mehr ist als nur ein Ort zum Trainieren. Dafür gibt es gute Gründe und auch Lösungen.

Kleine Häppchen statt großer Last

Viele Menschen scheuen das Ehrenamt, weil sie Angst vor der Pflicht haben. Eine Lösung ist das sogenannte Micro-Volunteering. Statt jemanden für Jahre fest an eine Gruppe zu binden, kann der Verein Projekte für kurze Zeit anbieten. Ein Kurs über sechs Wochen oder die Hilfe bei nur einem Fest senkt die Hürde. Wenn die Last auf vielen Schultern ruht, trägt sie sich leichter. Diese Überlegungen würden beim MTV auch schon gemacht, so Eggert. „Wir arbeiten daran, wie wir das bei uns im Verein implementieren können.“

MTV Apenrade von 1864 – Mein Turnverein Apenrade

  • Mein TurnVerein Apenrade von 1864 (Der neue Name steht seit März 2024 für ein offenes Miteinander).

  • Der Club besteht seit 1864. Das belegt das Deutsche Archiv in Apenrade.

  • Ab der neuen Saison 2025/2026 sind neben weiteren Kursen STARK-Training, Tanz für Kids und Faustball (ab Klasse 5) fester Teil des Angebots.

  • Der Club nutzt die Spond-App für den Draht zu den Leuten und für alle Termine.

  • Wer sich einbringt, erhält Lern-Kurse, neue Shirts oder darf bei tollen Events dabei sein.

  • Starke Partner: Der Club arbeitet eng mit dem Deutschen Jugendverband (DJN) und der DGI Sønderjylland zusammen.