Deutsche Minderheit

Erst die Tagesordnung, dann die Polonaise

Menschen tanzen als Polonaise zwischen gedeckten Tischen in einem Saal.
Kaum hatten die Orchestermitglieder das Zepter übernommen, formierte sich auch schon die erste Polonaise.

Rübenmus, Blasmusik und gute Stimmung: Die Generalversammlung des Sozialdienstes Tondern verlief zwar zügig – doch danach wurde aus der Pflicht schnell ein geselliger Abend. Warum die Vorsitzende Irene Feddersen am Ende besonders zufrieden war.

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Zusammenfassung

  • Die Generalversammlung des Sozialdienstes Tondern im Schützenhaus war gut besucht und formal rasch erledigt.
  • Im Jahresbericht wurden zahlreiche Ausflüge, über 700 Teilnehmende sowie das große Engagement der Ehrenamtlichen und wichtige Spenden hervorgehoben.
  • Beim anschließenden Beisammensein mit Rübenmus und Blasmusik sorgte die Rebbøl Brassband für ausgelassene Stimmung bis hin zu einer Polonaise.

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Mit Speck fängt man Mäuse, heißt es bekanntlich. Beim Sozialdienst Tondern (Tønder) scheint dagegen eine andere Mischung besonders gut zu funktionieren: Rübenmus, deftige Beilagen und dazu schwungvolle Musik.

67 Gäste konnte Vorsitzende Irene Feddersen zur Generalversammlung im Tonderner Schützenhaus begrüßen.

Zügige Versammlung

Die eigentliche Tagesordnung war schnell abgearbeitet. „In einer halben Stunde waren wir durch“, berichtet Irene Feddersen.

In ihrem Jahresbericht ließ die Vorsitzende das vergangene Vereinsjahr Revue passieren.

Bei der Fahrt nach Nordstrand wurde auch eine Vogelkoje besucht, in der bis in die 1930er-Jahre Wildenten gefangen wurden. In der Gegenwart ist die Anlage Teil eines wertvollen Naturraums.

Zu den Höhepunkten des Jahres gehörten mehrere Ausflüge. Besonders in Erinnerung blieben eine Fahrt nach Ratzeburg mit Spargelessen sowie eine Kanalfahrt auf dem Nord-Ostsee-Kanal, die gemeinsam mit dem Bund Deutscher Nordschleswiger (BDN) und der Kirchengemeinde organisiert wurde. Auch Touren nach Nordstrand, zur Firma GreenTec in Enge-Sande, zum Hofladen „Jægerslyst“ in Niederjersdal (Neder Jerstal) sowie zum Weihnachtsmarkt in Husum standen auf dem Programm.

Insgesamt nahmen mehr als 700 Mitglieder an Veranstaltungen des Sozialdienstes teil.

Dank für Engagement und Spenden

Großen Dank richtete die Vorsitzende an die vielen Personen, die Angebote wie Sitzgymnastik, Tischtennis oder Ahnenforschung organisieren. Ebenso hob sie die gute Zusammenarbeit mit Partnerinnen und Partner wie der Kommune, der Bücherei, dem Schützenverein, dem BDN Tondern und weiteren Organisationen hervor.

Erfreulich waren auch zwei Spenden: Mehr als 9.000 Kronen gingen nach einer Trauerfeier an die drei Sozialdienste des Bezirks Westküste. Zudem erhielt der Bezirk eine Spende über 5.000 Kronen von der Stiftung Christian Peter Jessen & Anna Margrethe Jessen.

Unter dem Tagesordnungspunkt „Wahlen“ blieb alles beim Alten: Die Vorsitzende selbst wurde ebenso wiedergewählt wie die Vorstandsmitglieder Cathrine von Qualen Christensen und Anna Cathrine Jürgensen. Als Suppleantinnen bestätigten die Mitglieder Dorothea Lindow und Maud Timmerby in ihren Ämtern; Revisorinnen bleiben weiterhin Annemarie Nielsen und Maren Petersen.

Blasmusik zum „Nachtisch“

Blaskapelle spielt vor sitzenden Gästen in einem festlich gedeckten Saal.
Das Orchester aus Reppel (Rebbøl) gefiel mit seiner enorme Bandbreite von deutscher und dänischer Unterhaltungsmusik.

Nach dem offiziellen Teil wurde es im Schützenhaus gemütlich. Auf den Tisch kam Rübenmus mit Kohlwürsten, Bratkartoffeln und geräuchertem Nackenbraten.

Während das Essen aufgetischt wurde, spielte die Rebbøl Brassband zunächst einen zünftigen Marsch und gab einen kleinen Vorgeschmack dessen, was später noch kommen würde. Tatsächlich legten die Musiker nach dem Essen erst so richtig los. Schon nach wenigen Sekunden zog bald eine lange Polonaise durch den ganzen Saal.

„Ich könnte mir vorstellen, dass es die erste Generalversammlung eines Vereins der deutschen Minderheit ist, auf der eine Polonaise gemacht wurde“, stellte Irene Feddersen lachend fest.

Überhaupt war das Publikum offenbar sehr guter Laune. Es sang, klatschte und schunkelte begeistert mit.

Großes Lob zollte die Vorsitzende der Band, die ihr Publikum von der ersten Minute an mitriss. Am Ende des Abends verabschiedete sie viele gut gelaunte Gäste.