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Erfolgserlebnis im Pokal gibt den SønderjyskE-Kickern Auftrieb

Erfolgserlebnis gibt den SønderjyskE-Kickern Auftrieb

Erfolgserlebnis gibt den SønderjyskE-Kickern Auftrieb

Hadersleben/Haderslev
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Sebastian Mielitz durfte mit SønderjyskE über den Einzug ins Pokal-Halbfinale jubeln. Foto: Henning Bagger/Ritzau Scanpix

Die SønderjyskE-Fußballer wollen nach dem Einzug ins Pokal-Halbfinale gegen OB nachlegen. Sebastian Mielitz hat sein absolutes Fokus auf den Klassenerhalt gerichtet und sich noch keine Gedanken über das Saisonende hinaus gemacht.

Viel Zeit bleibt nicht, sich über den Einzug ins Pokal-Halbfinale zu freuen. Die SønderjyskE-Fußballer haben bereits die Vorbereitungen auf die nächste Aufgabe in der Superliga aufgenommen, die nur 66 Stunden nach dem Schlusspfiff in Randers angepfiffen wird. Das Erfolgserlebnis im Pokal gibt Auftrieb für das richtungsweisende Heimspiel am Sonntag ab 14 Uhr gegen OB.

„Ein Sieg ist immer immens wichtig fürs Selbstverständnis. Wir haben gezeigt: wir können das! Wir haben uns in Randers gut zurückgekämpft, haben einen Rückstand drehen können und super Moral bewiesen“, sagt Sebsatian Mielitz zum „Nordschleswiger“.

Gute Ausgangsposition für die Abstiegsrunde

Mit seinen 30 Jahren gehörte der Deutsche beim 2:1-Sieg in Randers fast schon zum alten Eisen. In der blutjungen SønderjyskE-Mannschaft war unter den Feldspielern Jeppe Simonsen mit seinen 24 Jahren der Alterspräsident.

„Die Jungs haben das super gemacht, obwohl sie anfangs verständlicherweise nervös waren. Sie haben sich reingekämpft. So ein Sieg gibt Selbstvertrauen“, so der ehemalige Bundesliga-Torwart, der dieses Selbstvertrauen mit in die Superliga nehmen will: „Die Superliga ist der Wettbewerb, wo wir uns jede Woche messen lassen müssen. Für den Klub ist es immens wichtig, dass wir in der Liga bleiben. Wir werden Sonntag alles in die Waagschale werfen, damit wir uns eine gute Ausgangsposition für die Abstiegsrunde schaffen können.“

Der Vertrag von Sebastian Mielitz läuft zum Saisonende aus. Foto: Karin Riggelsen

OB kann nach acht Spielen ohne Sieg mit in den Abstiegskampf gezerrt werden. Die Odenseer haben lediglich vier Punkte mehr als SønderjyskE und AC Horsens auf dem Konto. Die Hellblauen können nicht nur Boden auf OB gut machen, sondern auch Abstand zur Horsens-Mannschaft schaffen, die an den letzten drei Spieltagen der regulären Saison vor schweren Aufgaben gegen FC København, FC Midtjylland und Brøndby IF stehen.

„Ich denke, wir fahren am besten damit, wenn wir auf uns selbst schauen und unsere Hausaufgaben erledigen, damit wir im Abstiegskampf alles selbst in der Hand haben“, meint Sebastian Mielitz vor dem Wiedersehen mit vielen alten Bekannten.

Bei OB haben die Spieler Janus Drachmann, Troels Kløve und Mart Lieder sowie die Trainer Jakob Michelsen, Henrik Hansen und Janus Blond alle eine SønderjyskE-Vergangenheit. In den Reihen von SønderjyskE sind es Anders K. Jacobsen, Julius Eskesen, Johan Absalonsen und der aussortierte Joao Pereira, die schon im OB-Trikot kickten.

Noch keine Gedanken über die Zukunft

Sebastian Mielitz ist wieder die Nummer eins im SønderjyskE-Tor, nachdem er in den letzten drei Spielen vor der Winterpause Nikola Mirkovic weichen musste. 90 Superliga-Spiele hat der Deutsche seit seiner Ankunft im Sommer 2017 für SønderjyskE absolviert, doch ob in der nächsten Saison weitere dazu kommen, ist noch unklar. Der Vertrag läuft zum Saisonende aus.

„Ich mache mir da noch keine Gedanken drüber, wenn ich ehrlich bin. Die sportliche Situation lässt das im Moment nicht zu. Wir haben in diesem Frühjahr viele wichtige Spiele vor uns. Mein absoluter Fokus liegt darauf, dass wir den Klassenerhalt schaffen“, sagt der 30-Jährige, der 62 Bundesliga-Spiele für Werder Bremen absolvierte und über den SC Freiburg und die SpVgg Greuther Fürth bei SønderjyskE landete.

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