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SønderjyskE zieht ins Pokal-Halbfinale ein

SønderjyskE zieht ins Pokal-Halbfinale ein

SønderjyskE zieht ins Pokal-Halbfinale ein

Randers
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Jubel nach dem Schlusspfiff. Foto: Henning Bagger/Ritzau Scanpix

Der Traum vom Pokalsieg lebt! Die SønderjyskE-Fußballer haben mit einer blutjungen Mannschaft einen frühen 0:1-Rückstand wettgemacht und sind mit einem 2:1-Auswärtssieg gegen den Ligarivalen Randers FC ins Halbfinale des dänischen Landespokal-Wettbewerbes eingezogen.

Emil Frederiksen krönte seine starke Leistung, als er in der 89. Minute zum Matchwinner wurde. Der 19-Jährige überlistete mit einem Freistoß aus 35 Metern Entfernung den gegnerischen Torwart, der mit einer Flanke von der Seitenlinie gerechnet hatte. Eine Schlitzohrigkeit, die er von seinem Vater, dem ehemaligen Superliga-Torjäger Søren Frederiksen abgeschaut hat.

SønderjyskE steht somit zum dritten Mal in der Vereinsgeschichte im Halbfinale, und die Chancen auf den Pokalsieg sind so gut wie selten zuvor. Hochkaräter wie der FC Midtjylland und der FC København sind bereits ausgeschieden. Im Rennen sind „nur noch“ AGF, AaB sowie Horsens/Silkeborg – alles schlagbare Gegner.

SønderjyskE schien im Viertelfinale lange vor dem Aus zu stehen. Die blutjunge SønderjyskE-Mannschaft, mit dem 24-jährigen Jeppe Simonsen als Alterspräsident unter den Feldspielern, spielte mitunter naiv, zeigte aber auch gute Ansätze.

Matthias Greve jubelt über das frühe Führungstor. Foto: Henning Bagger/Ritzau Scanpix

Es fehlte anfangs noch die Abstimmung in der neu formierten Viererkette, die sich in der fünften Minute durch einen simplen Steilpass überlisten ließ. Mathias Greve überlupfte den herausstürmenden Sebastian Mielitz, drückte aber den Ball mit dem Unterarm das letzte Stück über die Torlinie. Das irreguläre Tor hätte nicht gegeben werden dürfen, doch Schiedsrichter Peter Kjærsgaard wird erst in der nächsten Saison VAR-Unterstützung bekommen.

SønderjyskE hatte nur fünf Minuten später Glück, als ein abgefälschter Schuss von Tosin Kehinde vom Innenpfosten wieder ins Spiel sprang, kam aber langsam besser ins Spiel.

Es entstanden immer wieder Möglichkeiten, wenn schnell von Abwehr auf Angriff umgeschaltet wurde, doch der finale Pass ging meistens in die Hose. So blieb es bei halben Chancen, die stets abgeblockt wurden.

Julius Eskesen bei seinem ersten Startelf-Einsatz. Foto: Henning Bagger/Ritzau Scanpix

Gefährlich wurde es erst, als der blasse Artem Dovbyk in der 65. Minute den Platz verlassen hatte. Weniger als eine Minute nach seiner Einwechslung erzielte Anders K. Jacobsen den 1:1-Ausgleich, nach starker Vorarbeit von Emil Frederiksen.

Randers FC hatte drei Minuten zuvor die Riesenchance zur vorentscheidenden 2:0-Führung liegen lassen. Emil Riis hatte im Laufduell von der Mittellinie Isak Oli Olafsson alt aussehen lassen, scheiterte aber völlig freistehend an Sebastian Mielitz.

Der Deutsche klärte zehn Minuten vor Schluss erneut glänzend gegen Mathias Greve und hielt seine Mannschaft im Spiel.

Randers FC - SønderjyskE (1:0) 1:2

1:0 Mathias Greve (5.), 1:1 Anders K. Jacobsen (66.), 1:2 Emil Frederiksen (89.)
Randers FC Jonas Dakir – Björn Kopplin, Simon Graves Jensen, Mathias Nielsen, Jesper Lauridsen – Frederik Lauenborg, André Rømer (46.: Vito Hammershøy-Mistrati), Mathioas Greve, Tosin Kehinde (81.: Kasper Høgh) – Emil Riis, Marvin Egho (51.: Simon Piesinger).
SønderjyskE: Sebastian Mielitz – Alexander Bah, Stefan Gartenmann, Isak Oli Olafsson, Jeppe Simonsen – Emil Frederiksen, Victor Mpindi (72.: Rilwan Hassan), Rasmus Vinderslev – Peter Christiansen (86.: Eggert Jonsson), Artem Dovbyk (66.: Anders K. Jacobsen), Julius Eskesen.
Gelbe Karten: Frederik Lauenborg, Tosin Kehinde – Alexander Bah, Isak Oli Olafsson, Emil Frederiksen.
Schiedsrichter: Peter Kjærsgaard.
Zuschauer: 1.919.

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Leitartikel

Gwyn Nissen
Gwyn Nissen Chefredakteur
„Voneinander lernen“