Coronavirus

SønderjyskE muss mit finanziellen Einbußen rechnen

SønderjyskE muss mit finanziellen Einbußen rechnen

SønderjyskE muss mit finanziellen Einbußen rechnen

Woyens/Vojens
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Die SønderjyskE-Fans hatten in Randers Grund zum Jubeln, müssen aber bis zum Monatsende die Spiele ihrer Mannschaft auf dem Bildschirm ansehen. Foto: Henning Bagger/Ritzau Scanpix

Klaus Rasmussen steht hinter der Entscheidung, Geisterspiele durchzuführen. „Es wird aber einige Klubs extrem hart treffen“, meint der SønderjyskE-Direktor.

Der März ist traditionell der Monat, wo die großen Sportarten hierzulande auf die Zielgerade der Saison einbiegen und mit den entscheidenden Spielen so richtig Kasse machen können. Bis Ende März finden aber wegen des Corona-Virusses in den beiden besten Spielklassen im Fußball, Handball und Eishockey ohne Zuschauer statt. Die Klubs müssen mit empfindlichen finanziellen Einbußen rechnen.

„Wir können es uns nicht erlauben, ärgerlich oder enttäuscht zu sein. Es geht hier um Menschenleben. Und es ist eine Angelegenheit, die ernsthafte Konsequenzen für unsere Gesellschaft haben kann“, sagt Klaus Rasmussen zum „Nordschleswiger“.

Der SønderjyskE-Direktor steht hinter der Entscheidung, Geisterspiele durchzuführen, rechnet aber auch mit ernsthaften Folgen für einige Sportvereine.

„Das ist eine verantwortungsbewusste Entscheidung. Das ist leider höhere Gewalt. Das trifft die Weltgemeinschaft und die Weltwirtschaft. Es trifft auch die Unterhaltungsindustrie, von der wir ein Teil sind. Und es wird einige Klubs extrem hart treffen“, glaubt Klaus Rasmussen.

Klaus Rasmussen sieht SønderjyskE unter Druck. Foto: Karin Riggelsen

Auch SønderjyskE wird erhebliche finanzielle Einbußen in Kauf nehmen müssen, der SønderjyskE-Direktor will allerdings keine konkreten Zahlen nennen. Nach Einschätzung des „Nordschleswigers“ liegen die Einnahmen bei Superliga-Heimspielen bei rund einer Viertel Million Kronen. Mit ausverkauften Playoff-Spielen im Eishockey stößt man auch in diese Größenordnung vor, im Normalfall liegt man aber in den Playoffs im niedrigen sechsstelligen Bereich.

Die Spiele aus der Fußball-Superliga werden auch ohne Zuschauer live im Fernsehen übertragen. Das ist im Eishockey nicht gewährleistet. Playoff-Spiele vor leeren Rängen ist keine interessante Ware.

„Es steht außer Frage, dass es eine ernsthafte Situation ist, in die die Eishockey-Klubs gebracht worden sind. Das ist die Jahreszeit, wo die großen Spiele kommen“, sagt Klaus Rasmussen, der in seiner Funktion als Liga-Vorsitzender zu einer weiteren Krisensitzung am Montag einberufen hat: „Wir werden uns die Empfehlungen anhören Alles ist noch neu, und wir werden uns einen Überblick verschaffen, wie die Situation aussieht. Es kann in einer oder in zwei Wochen einen neuen Status geben. Bis auf Weiteres gehen wir von Ultimo März aus, und danach werden wir uns einrichten.“

In der Eishockey-Liga scheint vieles möglich, auch eine Verschiebung der Playoffs. Die Einnahmen aus den Playoffs sind für die chronisch klammen Eishockey-Klubs lebenswichtig, und die Liga, die nur noch aus neun Mannschaften besteht, kann nicht verkraften, dass weiteren Klubs das Genick gebrochen wird.

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