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SønderjyskE muss Gürtel enger schnallen

SønderjyskE muss Gürtel enger schnallen

SønderjyskE muss Gürtel enger schnallen

Hadersleben/Haderslev
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SønderjyskE-Direktor Klaus Rasmussen und Sportchef Hans Jørgen Haysen. Foto: Claus Fisker/Ritzau Scanpix

Der Etat des frisch gebackenen Pokalsiegers wird in der kommenden Saison um einen Millionenbetrag verringert. Der Kader wird um bis zu fünf Spieler kleiner.

Die letzte Aufgabe der laufenden Saison steht vor der Tür. Das Auswärtsspiel am Mittwoch ab 20 Uhr in Lyngby wird zeigen, ob bei den SønderjyskE-Fußballern nach dem Pokal-Triumph und dem geschafften Klassenerhalt die Luft raus ist.

„Wir ändern nichts an den Vorbereitungen für das Spiel. Das ist wichtig für die Kultur und die Mentalität im Klub“, versucht Trainer Glen Riddersholm seine Spieler zu motivieren, während sein Sportchef sich in diesen Tagen ganz andere Gedanken macht.

Hans Jørgen Haysen hat acht auslaufende Verträge und muss einen Kader für die kommende Saison zusammenstellen, unter erschwerten Bedingungen. SønderjyskE wird den Gürtel enger schnallen müssen. Eine Reaktion auf ein Jahr mit den ersten roten Zahlen nach fast einem Jahrzehnt, mit Fersehgeldern, die niedriger als veranschlagt ausgefallen sind, und mit einer Corona-Krise.

Der SønderjyskE-Kader wird kleiner. Foto: Claus Fisker/Ritzau Scanpix

„Wir blicken auf einen Etat, wo wir uns zurückhalten müssen. Wir müssen verantwortungsbewusst handeln und werden nicht den gleichen Etat wie in dieser Saison haben. Und die Abgänge werden nicht eins zu eins ersetzt werden. Der Kader wird schmaler, um bis zu drei, vier oder fünf Spieler“, sagt Hans Jørgen Haysen zum „Nordschleswiger“.

Der Sportchef hofft allerdings auch auf außerordentliche Unterstützung aus dem Sponsorenkreis, so wie es im Winter der Fall war, als „ein guter Freund des Hauses“ bei der Finanzierung der Verpflichtung von Pierre Kanstrup dem Klub unter die Arme griff.

„Darauf könnten wir wieder hoffen, aber unter allen Umständen wollen wir einen Kader zusammenstellen, der so wettbewerbsfähig wie möglich sein wird“, so Haysen.

Auf Zahlen will der SønderjyskE-Sportchef nicht eingehen, aber nach Einschätzung des „Nordschleswigers“ ist es durchaus denkbar, dass die Ausgaben für den Spielerkader von derzeit 30 Millionen Kronen im Jahr zur kommenden Saison auf rund 25 Millionen Kronen fallen werden.

Stefan Gartenmann und SønderjyskE dürfen sich auf dreieinhalb Wochen Urlaub freuen. Foto: Claus Fisker/Ritzau Scanpix

SønderjyskE hätte gut die Einnahmen gebrauchen können, die im Europa-Playoff auf dem Spiel stehen. Als Pokalsieger ist man auf den zehnten Platz eingestuft und aus dem Wettbewerb genommen. Die Möglichkeit, den Anteil an den Fernsehgeldern zu steigern, ist den Hellblauen genommen worden, doch die fehlenden eins bis zwei Millionen Kronen können unterm Strich verkraftet werden, denn SønderjyskE winkt zur neuen Saison ein Wettbewerbsvorteil.

SønderjyskE wird am Donnerstag als erster Superligist überhaupt in den Sommerurlaub gehen. Die meisten Konkurrenten spielen noch bis zum 26. Juli, die letzten sogar noch bis zum 29. Juli. Die SønderjyskE-Kicker stehen vor einem dreieinhalbwöchigen Sommerurlaub, bevor voraussichtlich am 3. August die Vorbereitungen auf die vermutlich Mitte September beginnende Superliga-Saison aufgenommen werden.

Unmittelbar nach dem Superliga-Auftakt werden die Hellblauen auch ins internationale Geschäft einsteigen. Die dritte Qualifikationsrunde ist für den 24. September terminiert und wird nicht über Hin- und Rückspiel entschieden, sondern nur über eine Partie. Das Los entscheidet das Heimrecht. Dies wäre auch für die darauf folgende Playoff-Runde der Fall.

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Leitartikel

Gwyn Nissen
Gwyn Nissen Chefredakteur
„Mutiges Museum“