Eishockey

Galbraith entschuldigt sich: „Ich habe die Fassung verloren“

Galbraith entschuldigt sich: „Ich habe die Fassung verloren“

Galbraith entschuldigt sich: „Ich habe die Fassung verloren“

Hørsholm
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Patrick Galbraith regte sich über einen fehlenden Pfiff der Schiedsrichter fürchterlich auf. Foto: Thomas Sjørup/Ritzau Scanpix

Der SønderjyskE-Torwart hat die 3:4-Niederlage im dritten Playoff-Spiel gegen Rungsted auf seine Kappe genommen. Das Überzahl-Tor zum 2:4-Rückstand war seiner Ansicht nach ausschlaggebend.

„Wir haben recht gutes Eishockey gezeigt. Es hätte in beide Richtungen gehen können, aber das Powerplay gegen Ende des Spiels war allesentscheidend“, meint SønderjyskE-Torwart Patrick Galbraith nach der 3:4-Niederlage im dritten Halbfinalspiel gegen Rungsted Seier Capital zum „Nordschleswiger“.

Für das Powerplay war er selbst verantwortlich. Der langjährige Nationaltorhüter wurde von einem Puck an der Gesichtsmaske getroffen und regte sich so sehr über einen fehlenden Pfiff der Schiedsrichter auf, dass er sich eine Zwei-Minuten-Strafe einhandelte.

„Ich bin vom Puck im Gesicht getroffen worden, und beide Schnallen meiner Gesichtsmaske haben sich gelöst. Ich hätte die Gesichtsmaske fast verloren und musste sie mit der einen Hand festhalten. Der Schiedsrichter hat mich im Spielgeschehen gefragt, ob ich okay bin. Ich habe signalisiert, dass ich nicht okay bin, aber das hat anscheinend nicht gereicht. Danach habe ich die Fassung verloren, und das tut mir leid“, so Patrick Galbraith.

Weder Patrick noch Daniel Galbraith konnten den Gegentreffer zum 1:2-Rückstand verhindern. Foto: Thomas Sjørup/Ritzau Scanpix

Die Überzahl-Situation nutzte Tim Daly zur vorentscheidenden 4:2-Führung in der 54. Minute.

„Ich habe vom Schiedsrichter keine Antwort bekommen. Das war eben seine Einschätzung, und ich muss das nächste Mal einen kühlen Kopf bewahren“, sagt Patrick Galbraith.

Mario Simioni gefiel die Aktion nicht, doch die Kritik an seinen Torwart hielt sich in Grenzen.

„Nein, ich bin nicht sauer auf ihn. Diese Zeitstrafe war aber unnötig und hat uns wehgetan. Das war ein enges Spiel zu dem Zeitpunkt, und ich hatte schon vorher gesagt, dass die Disziplin für den Erfolg vital ist“, sagt der SønderjyskE-Trainer zum „Nordschleswiger“.

Daniel Kønig Hansen erzielte den zwischenzeitlichen 2:2-Ausgleich. Foto: Thomas Sjørup/Ritzau Scanpix

Der Italo-Kanadier hätte sich wie schon in Spiel zwei mehr Powerplay-Möglichkeiten für seine Mannschaft wünschen können, wollte aber ansonsten die Schiedsrichter-Leistung nicht kommentieren.

„Wir müssen mehr Schüsse aufs Tor bringen, wenn wir denn endlich die Chance im Powerplay bekommen. Aber wir haben überhaupt kein schlechtes Eishockeyspiel gemacht. Zum dritten Mal in Folge ist das Spiel mit einem Tor Unterschied ausgegangen. Wir hätten die Serie 2:1 oder sogar 3:0 führen können, aber nun liegen wir 1:2 hinten. Wir müssen Spiel vier am Dienstag bereit sein“, meint ein weiterhin zuversichtlicher Mario Simioni.

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