Absprache

Neue Ausbildungen in Hadersleben, Tondern und Sonderburg

Neue Ausbildungen in Hadersleben, Tondern und Sonderburg

Neue Ausbildungen in Hadersleben, Tondern und Sonderburg

Kopenhagen/Nordschleswig
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Zukünftig sollen auch in Sonderburg Maschinenmeister ausgebildet werden. Foto: Hans Chr. Gabelgaard/Jysk Fynske Medier/Ritzau Scanpix

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Eine breite Mehrheit der Parteien im Folketing hat vereinbart, wie die Verlegung von Ausbildungsplätzen von den großen Städten umgesetzt werden soll. Drei Städte in Nordschleswig werden berücksichtigt.

Ergotherapeut in Hadersleben (Haderslev), Datamatiker in Tondern (Tønder) und Maschinenmeister in Sonderburg (Sønderborg). Das sind die neuen Möglichkeiten für junge Menschen, in Nordschleswig eine Ausbildung zu machen.

Außerdem siedelt UC Syd in Tondern pädagogische Ausbildungen an und die Süddänische Universität (SDU) Ausbildungsplätze nach Sonderburg um.

Zufriedener Minister

Eine breite Mehrheit der Parteien hat sich am Dienstagmorgen auf die Umsetzung einer Absprache zur Umsiedlung von Ausbildungen geeinigt.

„Es muss gute Möglichkeiten geben, in allen Teilen von Dänemark eine Ausbildung durchzuführen. Eine breite Mehrheit des Folketings hat Verantwortung dafür übernommen, dass die kleineren Jahrgänge nicht zu einer weiteren Zentralisierung und der Schließung von Ausbildungen im Land führen“, sagt Bildungs- und Forschungsminister Jesper Petersen (Soz.) aus Hadersleben laut einer Pressemitteilung.

Weniger Aussiedlung

Im Juni vergangenen Jahres einigte sich die Regierung mit Venstre, den Konservativen, der Dänischen Volkspartei, den Neuen Bürgerlichen, den Christdemokraten, der Einheitsliste und den Alternativen auf eine Aussiedlung von Ausbildungen aus den vier großen Städten in die Provinz. Die letzteren beiden Parteien haben seither ihre Unterstützung gekündigt. Bevor die Absprache umgesetzt wurde, konnten die Ausbildungsstätten ihre Vorschläge einbringen.

Ursprünglich wollte die Regierung 10 Prozent der Ausbildungsplätze aus den großen Städten verlegen oder kürzen. Das Ergebnis fällt deutlich bescheidener aus: In den vier Städten gibt es 6,4 Prozent oder 4.350 Ausbildungsplätze weniger. Davon werden jedoch nur etwa 2.400 in die Provinz verlegt. 1.950 Ausbildungsplätze verschwinden ganz.

Werden die Pläne der Bildungsstätten umgesetzt, sollen bis 2030 dafür 2.000 neue Ausbildungsplätze außerhalb der großen Städte entstehen.

„Mit der Absprache haben wir sichergestellt, dass wir weiterhin starke Universitäten in den großen Städten haben, und dass etliche gute Möglichkeiten für Ausbildungen in allen Landesteilen eingerichtet werden“, so Bildungsminister Petersen.

Mittel aufgestockt

Auch Venstre freut sich über die Vereinbarung.

„Es zeichnet sich jetzt ein deutlicher Anstieg an Ausbildungsplätzen außerhalb der größten Städte ab. Ein Anstieg, der zu einem Dänemark mit einem besseren Bildungsgleichgewicht und einer besseren Versorgung mit qualifizierten Arbeitskräften für den privaten wie den öffentlichen Sektor im ganzen Land beiträgt“, meint Bildungssprecherin Ulla Tørnæs laut Pressemitteilung.

Der Plan wird deutlich teurer als zunächst angenommen. Ursprünglich hatten die Parteien vereinbart, 537 Millionen Kronen für die Schaffung der neuen Ausbildungsplätze bereitzustellen. In der endgültigen Absprache sind es 805 Millionen Kronen geworden. Darüber freut sich die Sozialistische Volkspartei.

„Wir haben mehr Mittel sicherstellen können, und das ist ein großer Sieg. Wir bekommen jetzt mehr gute Ausbildungen im ganzen Land, und gleichzeitig landen wir nicht bei den etwas besorgniserregenden Szenarien, die einige Bildungsstätten uns präsentierten“, so Bildungssprecherin Astrid Carøe.

Der Artikel ist um 13.00 Uhr korrigiert worden. In der Pressemitteilung des Ministeriums war von einem neuen Campus in Tondern die Rede. Ein eigentliches Campus ist laut UC Syd jedoch nicht geplant.

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