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Maschinenmeister-Schule bringt Sonderburg 20 Arbeitsplätze

Maschinenmeister-Schule bringt Sonderburg 20 Arbeitsplätze

Maschinenmeister-Schule bringt Sonderburg 20 Arbeitsplät

Sonderburg/Sønderborg
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In der Maschinenmeister-Schule in Esbjerg Foto: Hans Chr. Gabelgaard/Jysk Fynske Medier/Ritzau Scanpix

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Ab Herbst 2022 kann man sich in Sonderburg zum Maschinenmeister ausbilden lassen. Am Dienstag gab es erste konkrete Informationen, wie der Ausbildungsverlauf aussehen könnte.

„Bislang müssen deutsche Studenten bis nach Fredericia fahren. Das wird ab Herbst 2022 anders sein. Dann müssen sie nur noch bis nach Sonderburg fahren.“ Jens Færgemand Mikkelsen ist Rektor der „Maskinmesterskole“ in Fredericia. Geht es nach ihm und den Plänen der Regierung, kann man ab dem Wintersemester 2022 in Sonderburg eine Ausbildung zum Maschinenmeister absolvieren. Ziel ist es, Ausbildungen besser im ganzen Land zu verteilen.

Es beginnt mit dem Werkstatt-Schulverlauf

Am Dienstag traf sich Jens Færgemand Mikkelsen mit Bürgermeister Erik Lauritzen (Soz.) und anderen Beteiligten im Alsion, um die Pläne zu konkretisieren. Rund 20 Plätze wird es im ersten Semester geben. Die Studierenden beginnen mit dem neunmonatigen Werkstatt-Schulverlauf, wonach sich ein neunmonatiges Praktikum in einem Betrieb anschließt.

„Es gibt zwei verschiedene Herangehensweisen. Kommt man vom Gymnasium, beginnt man mit dem Werkstatt-Schulverlauf und geht ins Praktikum“, erläutert Jens Færgemand Mikkelsen. „Ist man ausgebildeter Handwerker, besucht man für sechs Monate die Schule und lernt Mathe, Physik und Dänisch. Beide Verläufe treffen sich dann zum Theorieteil wieder, wo eine gemeinsame Klasse entsteht.“

Der praktische Teil soll am EUC Syd, der Unterricht im Alsion stattfinden.

Die Zusammenarbeit mit der Kommune ist stark. Es ist ein Traum, wie wir hier von der Kommune empfangen werden und welchen Wert die Kommune dieser neuen Ausbildung zukommen lässt.

Jens Færgemand Mikkelsen, Rektor

Am Campus in Fredericia sind aktuell rund 330 Personen in der Ausbildung zum Maschinenmeister, am Campus in Esbjerg rund 200 Personen. „Den Campus in Esbjerg haben wir 2014 eröffnet. Nun wollen wir einen weiteren Ausbildungsort in Sonderburg schaffen“, so der Rektor. Langfristig sollen in Sonderburg 150 Ausbildungsplätze entstehen.

Die Institution aus Fredericia muss sich bis Februar 2022 offiziell um Einrichtung und Betrieb des Sonderburger Ausbildungsstandortes bewerben. „Wir hoffen natürlich, dass unsere Pläne gutgeheißen werden. Die Zusammenarbeit mit der Kommune ist stark. Es ist ein Traum, wie wir hier von der Kommune empfangen werden und welchen Wert die Kommune dieser neuen Ausbildung zukommen lässt.“

20 neue Arbeitsplätze für Sonderburg

Im Zuge der neuen Ausbildungseinheit kommen rund 15 Lehrkräfte nach Sonderburg, außerdem Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für die Verwaltung. „Das bedeutet also rund 20 neue Arbeitsplätze für Sonderburg“, unterstreicht der Rektor. Er hofft vor allem auch auf deutsche Studierende. „Es gibt im Raum Flensburg einige junge Leute, für die diese Ausbildung attraktiv sein kann“, so Jens Færgemand Mikkelsen.

Als ausgebildeter Maschinenmeister arbeiten heutzutage nur noch zehn Prozent in der ursprünglichen Berufsgruppe, der Seefahrt. Der große Teil arbeitet in der Industrie, beispielsweise in Kraftwerken und Bauunternehmen, als Projektleitung und Betriebskonsulent.

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