Wirtschaft

Behörde gibt grünes Licht: „Davidsen“ übernimmt Roslev

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Das einstige Familienunternehmen aus Woyens ist heute in finnischem Besitz und einer der größten Akteure der dänischen Baubranche.

Die Woyenser Baumarktkette „Davidsen“ hat seinen traditionsreichen Mitbewerber Roslev in Nordjütland übernommen. Hintergrund der Übernahme sind ein anstehender Generationenwechsel und steigende Anforderungen in der Baubranche.

Es ist offiziell: Die dänische Wettbewerbsbehörde hat soeben der Übernahme der Roslev-Kette durch die Baumarktkette „Davidsen“ zugestimmt.

„Davidsen“ mit Sitz in Woyens (Vojens) möchte damit seine Marktposition in Dänemark ausbauen, das Sortiment erweitern und verstärkt lokal angepasste Lösungen anbieten.

Umfassende Investitionen und wachsende Anforderungen

Die Inhaber von Roslev, einem Unternehmen mit einer 125-jährigen Geschichte, begründen den Verkauf mit einem anstehenden Generationenwechsel.

Bereits im vergangenen Sommer hatte Geschäftsführer Jørgen Straarup Hansen die Entscheidung zum Verkauf bekannt gegeben. Als Gründe nannte er die steigenden Anforderungen an Digitalisierung und Nachhaltigkeit, die mit erheblichen Investitionen verbunden seien. Diese Entwicklungen hätten den Schritt notwendig gemacht.

Roslev bleibt – „Davidsen“ wächst

Die vier bisherigen Roslev-Standorte in Nordjütland bleiben erhalten. Auch die Mitarbeitenden übernimmt das Woyenser Unternehmen.

In den kommenden Wochen werden die Roslev-Logos durch das Firmenlogo des neuen Eigners ersetzt, und auch die IT-Systeme werden vereinheitlicht.

Fest in finnischer Hand

Davidsen gehört heute mehrheitlich dem finnischen Handelskonzern Kesko, einem der größten Unternehmen der Branche in Nordeuropa. 2024 wurde Kesko Hauptaktionär von „Davidsen“, nachdem das Unternehmen zuvor über Jahrzehnte im Besitz der Gründerfamilie war. Die Davidsen-Familie ist jedoch weiterhin Teil der Eigentümerstruktur, wenngleich Povl Davidsen keine operative Rolle in dem Betrieb spielt. Nachdem Povl Davidsen das Unternehmen 1969 im Zuge eines Generationenwechsels übernommen und über Jahrzehnte hinweg erfolgreich geleitet hatte, trat er 2023 aus der operativen Führung zurück.