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Riddersholm steht voll hinter Banggaard

Riddersholm steht voll hinter Banggaard

Riddersholm steht voll hinter Banggaard

Hadersleben/Haderslev
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Patrick Banggaard im Duell mit Silkeborg-Stürmer Emil Holten. Foto: Henning Bagger/Ritzau Scanpix

Patrick Banggaard ist nach zweieinhalb Jahren in Deutschland, den Niederlanden und auf Zypern in die Superliga zurückgekehrt, wo er mit dem FC Midtjylland dänischer Meister wurde. Der 25-jährige SønderjyskE-Innenverteidiger findet seinen Start okay, sieht aber noch Luft nach oben.

Keine gute Figur machte die SønderjyskE-Defensive beim 3:3-Unentschieden in Silkeborg. Die Bilanz mit vier Gegentoren aus fünf Spielen war bis dahin die zweitbeste in der Fußball-Superliga, doch nach den drei Gegentoren von Silkeborg sind im Umfeld die Kritik an Neuzugang Patrick Banggaard und die Rufe nach Edelreservist Kees Luijckx lauter geworden.

Der 25-Jährige war am 3:3-Ausgleich beteiligt und hatte in den ersten Saisonspielen einige Mängel im Spielaufbau offenbart, aber ansonsten gut verteidigt, und der Cheftrainer stellt sich voll hinter seinem Innenverteidiger.

„Ich finde, es ist eine merkwürdige Diskussion und auch ein Ausdruck für eine Fehlerfindungs-Kultur. Wir hatten vor dem Silkeborg-Spiel die zweitbeste Defensive der Superliga und jetzt die viertbeste. Dennoch müssen wir diskutieren, wer hinten spielt und wer nicht“, zeigt sich Glen Riddersholm von der Frage des „Nordschleswigers“ wenig begeistert: „Es gibt keinen Trainer, der nicht die beste Mannschaft aufbieten will. Auch ich nicht. Der Konkurrenzkampf ist groß. Meiner Ansicht nach gehört Kees, den einige jetzt fordern, derzeit nicht zu den zwei besten Innenverteidigern, und ich sehe keine Anzeichen dafür, dass unsere Defensive mit ihm besser wird. Kees hat in der Vergangenheit sehr viel für SønderjyskE getan, aber für mich geht es um die Leistung hier und jetzt. Ich habe persönlich nichts gegen Kees; es sind nur fußballfachliche Argumente, die entscheiden. Wir hatten im Frühjahr mit Kees in der Innenverteidigung einen Gegentor-Schnitt von 1,42. Wir sehen jetzt in der Defensive robuster als wir es im Frühjahr getan haben.“

Der SønderjyskE-Trainer stellt sich voll hinter Patrick Banggaard, der 2015 unter Riddersholm mit dem FC Midtjylland dänischer Meister wurde.

„Ganz grundlegend hat er eine gute Vorbereitung und einen guten Saisonstart hingelegt. Gegen Randers war seine Leistung gut, gegen AaB war er bester Mann auf dem Platz und in Lyngby stabil. Dann kam das FCK-Spiel, wo wir als Kollektiv überfordert waren. Banggaard musste sich gegen AGF auf eine Dreierkette umstellen, war aber am Ball fürchterlich. Das war auf einem unerhört schwachen Niveau, aber defensiv hat er dagegengehalten. Und gegen Silkeborg haben wir als Kollektiv schwach gegen Standards verteidigt“, so Riddersholm: „Seine Leistungen gehen unterm Strich in Ordnung, aber wenn das gesagt ist, bedeutet es nicht, dass ich nicht mehr von ihm erwarte. Ich weiß, dass er noch ein Niveau zulegen kann.“

Patrick Banggaard jubelt über einen Darmstadt-Treffer im Hamburger Volksparkstadion. Foto: dpa

Der 25-Jährige freut sich, nach zweieinhalb Jahren im Ausland bei Darmstadt 98, Roda Kerkrade und Pafos FC auf Zypern wieder in der Superliga zu kicken.

„Es ist bislang okay gelaufen, aber es gibt noch Luft nach oben. Ich weiß von früher, wie Glen Fußball spielen will, musste mich aber erst in meiner neuen Rolle zurechtfinden“, sagt Patrick Banggaard, der mit der Defensive in den ersten Saisonspielen ganz zufrieden gewesen ist: „Die drei Gegentore von Silkeborg ändern natürlich das Bild ein wenig, aber generell ist mein Eindruck positiv.“
Der Innenverteidiger blickt auf drei unterschiedliche Auslands-Aufenthalte zurück.

„In Darmstadt lief es anfangs sehr gut. Ich habe neun Spiele in der 1. Bundesliga machen dürfen und in einigen recht großen Stadien gespielt. Wir haben in der Allianz-Arena gegen Bayern in der 85. Minute bei einem 0:1-Rückstand einen Elfmeter verschossen“, erzählt Banggaard: „In Deutschland war alles sehr strukturiert. Das hat mir eigentlich gut gefallen, aber leider haben wir den Trainer gewechselt, und der neue (Dirk Schuster, d. Red.) hat nicht in meine Richtung geblickt. Auch das Spiel in Holland hat mir sehr gut gefallen, wogegen aus Zypern nur die Erlebnisse außerhalb des Fußballplatzes bleiben werden.“

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