Fussball

Ein paar Plätze sind noch offen

Jens Kragh Iversen
Jens Kragh Iversen Sportredaktion
Hadersleben/Haderslev
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Die körperliche Verfassung von u.a. Marc Pedersen spielt auch eine Rolle bei der Frage, auf welchen Positionen SønderjyskE sich noch verstärken will. Foto: Karin Riggelsen

23 Tage nach dem Abschluss der vergangenen Saison nehmen die Superliga-Fußballer von SønderjyskE am Dienstag die Vorbereitungen auf die neue Spielzeit in Angriff.

„Wir gehen mit einem großen und von der Qualität her guten Kader in die Saisonvorbereitung“, sagt Sportchef Hans Jørgen Haysen, unterstreicht aber, dass der Kader noch nicht komplett ist: „Es fehlen noch ein paar Leute, die hier und jetzt für die Startelf in Frage kommen, und dann vielleicht noch ein Spieler für die Zukunft. Es sind nur knappe vier Wochen bis zum Superliga-Start am 15. Juli. Wir müssen vom ersten Pfiff an da sein und werden auf dem Markt zuschlagen, wenn sich die Gelegenheit bietet, aber wir können durchaus auch warten. Manchmal entstehen später im Transferfenster andere Möglichkeiten. Wir sind nicht Real Madrid, wo man sich einfach die Spieler aussuchen kann. Wenn die Großen aufgegessen haben, dürfen wir an den Tisch und können von einem Regal aussuchen, von wo es vorher nicht möglich war.“

Der Sportchef will sich nicht festlegen, auf welchen Positionen SønderjyskE sich noch verstärken will.

„Wir sind gespannt, wie es um die körperliche Verfassung von Eggert Jonsson, Marc Pedersen und Casper Olesen aussieht, die alle lange gefehlt haben. Sollte es sich zeigen, dass beispielsweise Marc P. und Eggert weiter ihre Probleme haben, müssen wir auf diesen Positionen was tun, aber es fehlt uns meiner Ansicht nach noch eine offensive Karte. Ob das jetzt einer fürs Sturmzentrum, für die Außenbahn oder für die Position als hängende Spitze ist, weiß ich noch nicht. Da spielt es auch eine Rolle , ob Spieler aus unserem Kader, die nur wenig Einsatzminuten bekommen haben, es anderswo versuchen wollen. Das könnte andere Türen öffnen“, so Haysen, der sich mit Namen von Spielern zurückhält, die für einen Verkauf oder eine Ausleihe in Frage kommen. Dies könnten aber Silas Songani, Marko Mitrovic, Nicolaj Ritter und Matthias Maak sein.

Neben dem verletzten Sakari Mattila und den abgewanderten Nicolaj Madsen (Vejle), Pierre Kanstrup (AGF) und Marin Skender (Ziel unbekannt) wird auch Johan Absalonsen nicht zum Training erscheinen, obwohl er noch keinen neuen Verein hat und noch bis zum 30. Juni bei SønderjyskE unter Vertrag steht.

„Wir haben beschlossen, dass es keinen Sinn macht, dass er zum Training erscheinen muss. Wir haben ihm die zehn Tage frei gegeben, damit er herausfinden kann, wo es hingeht. Johan hat stets mit offenen Karten gespielt, und klopft er doch noch bei mir an die Tür, werden wir sicherlich eine Lösung finden“, sagt der Sportchef, der sich darüber freuen kann, dass der Spieleretat nicht kleiner geworden ist: „Wir legen finanziell kontinuierlich zu, sind aber leider nicht auf dem Niveau angelangt, wo wir sagen können, dass wir um die Top-6-Platzierungen mitmischen müssen. Ich hätte gerne einen noch größeren Schritt nach vorne gemacht, aber wenn wir Klubs überholen wollen, ist es erforderlich, dass ein Goßsponsor mächtig in die Kasse spuckt.“

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