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SønderjyskE-Kader muss noch reduziert werden

SønderjyskE-Kader muss noch reduziert werden

SønderjyskE-Kader muss noch reduziert werden

Hadersleben/Haderslev
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SønderjyskE plant ohne den schwedischen Stürmer Marko Mitrovic. Foto: Karin Riggelsen

Die angepeilten Abgänge von Marko Mitrovic und Nicolaj Ritter könnten die Verpflichtung eines weiteren Stürmers ermöglichen.

Das Sommertransferfenster ist noch knapp zwei Wochen lang geöffnet. Bei SønderjyskE hat sich im Laufe der vergangenen Monate viel bewegt, aber weitere Transferaktivitäten werden erwartet. In erster Linie soll der größte SønderjyskE-Kader aller Zeiten verkleinert werden, und können ein paar Reservespieler abgesetzt werden, steht auch die Verpflichtung eines weiteren Stürmers ins Haus.

„Es muss für Spieler und Klub Sinn machen. Es hat Anfragen gegeben, aber noch hat es nicht geklappt“, sagt SønderjyskE-Sportchef Hans Jørgen Haysen.
Ganz oben auf der Abschussliste steht Fehleinkauf Marko Mitrovic. Der schwedische Stürmer, der im Winter aus Randers kam, hat seit Mitte Mai nicht mehr für SønderjyskE gespielt.

„Ein Verkauf, ein Leihgeschaft und auch eine Vertragsauflösung kommen infrage, aber dort sind wir noch gar nicht“, sagt Haysen.

Ein wenig anders ist die Situation bei Nicolaj Ritter. Für die dritte Wahl auf der Linksverteidiger-Position soll aber dennoch ein neuer Verein gefunden werden.

„Wir haben 28 Mann im Kader, das sind so viele wie nie zuvor. Früher lagen wir bei 22 bis 25. Wenn alle fit sind, müssen wir für jedes Spiel zehn Leute aussortieren, und zwar nicht nur Talente, sondern auch Leute, die für uns Spiele gemacht haben und an die wir glauben. Zwei Mann weniger wären schon gut, aber wir haben jetzt auch einen wahnsinnigen Konkurrenzkampf, den wir in der Form noch nie hatten und den wir nicht wieder verlieren möchten“, so Haysen, der auch den Konkurrenzkampf im Sturm weiter anheizen möchte: „Es muss aber schon was Gutes sein, bevor wir aktiv werden. Wir haben mit Zinckernagel, Scheel, Hvilsom, Olesen und auch William Tchuameni, der sich schneller als erwartet entwickelt, gute Alternativen, aber als ehrgeiziger Klub wollen wir auch hier einen Schritt nach vorne machen.“

Der Sportchef ist sich bewusst, dass man einen Mikael Uhre nicht ewig wird halten können. Bereits im Winter hatte der FC Midtjylland angefragt, und das Interesse für den 22-jährigen Mittelstürmer ist nicht kleiner geworden.

„Viele haben ein Auge auf Uhre geworfen, aber wir haben keine Eile. Wenn er seine Entwicklung fortsetzt und im Torabschluss noch besser wird, könnte ein Verkauf ein Thema werden“, sagt Haysen und unterstreicht, dass der ehemalige U21-Nationalstürmer nicht günstig zu haben sein wird: „Verlässt er uns, dann wird es der teuerste Verkauf der Vereinsgeschichte, sonst macht es keinen Sinn.“

Simon Kroon wurde im Winter für 5,5 Millionen Kronen an den FC Midtjylland verkauft. Diese Marke müsste schon geknackt werden, um Uhre aus dem bis zum Sommer 2019 laufenden Vertrag loszueisen.

„Wenn wir als Klub den nächsten Schritt machen wollen, müssen wir bei Spielerverkäufen auch höhere Summen einnehmen, damit wir auch ein wenig teurer einkaufen können. Es würde unsere Planungssicherheit stärken, damit wir nicht zu überhasteten Entscheidungen gedrängt werden“, meint der SønderjyskE-Sportchef.

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