Eishockey

Rungsted zog SønderjyskE den Zahn

Rungsted zog SønderjyskE den Zahn

Rungsted zog SønderjyskE den Zahn

Woyens/Vojens
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Foto: Keld Navntoft/Ritzau Scanpix

Der Traum vom Gewinn  des ersten Meistertitels seit 2015 ist für die Eishockeyspieler von SønderjyskE erst einmal in weite Ferne gerückt. Rungsted Seier Capital hat sich  in der Finalserie mit 2:0 in Führung gebracht und hat sehr gute Karten an der Hand, nach 17-jähriger Durststrecke wieder den dänischen Eishockey-Thron zu erklimmen.

Nach der bitteren 3:4-Niederlage nach Verlängerung folgte vor 4.812 Zuschauern in der Woyenser Frøs Arena eine 2:3-Niederlage, gegen die nichts einzuwenden war. Rungsted wirkte körperlich und nicht zuletzt mental frischer und siegte verdient. Die Hellblauen hatten an dem Nackenschlag aus dem Auftaktspiel, als sie trotz einer 3:1-Führung noch abgefangen wurden, schwer zu knabbern und auch nicht verdaut. Es fehlte im Gegensatz zur regulären Saison, als SønderjyskE 13 der 15 Punkte gegen Rungsted erzielen konnte, die Überzeugung, dass man mit einem taktischen Konzept die hohe spielerische Klasse des Gegners neutralisieren kann. Dazu hat SønderjyskE auch zu viele Fehler in der eigenen Zone gemacht.

Das Marathon-Duell vom Freitagabend steckte den Hellblauen anscheinend auch mehr in den Beinen als dem Gegner. Die Hellblauen kamen nur 39 Stunden nach dem Abpfiff in Hørsholm zu passiv aus der Kabine und gerieten Mitte des Anfangsdrittels massiv unter Druck. Die Gastgeber hatten bei zwei Pfostentreffern von Rungsted Glück und durften sich nicht beschweren, dass sie zu Beginn des zweiten Drittels in Rückstand gerieten, obwohl sie in den letzten Minuten des Anfangsdrittels eine gute Phase hatten und Rungsted nach hinten drängten.
Der amtierende Pokalsieger bestrafte gleich zweimal gnadenlos, dass die SønderjyskE-Verteidiger hinter dem Tor nicht aufräumen und die Hartgummischeibe aus der Gefahrenzone bringen konnten. Die 2:0-Führung für die Gäste war verdient, denn sie spielten ein schlaues Auswärtsspiel und ließen nur wenige Torchancen zu.

Das Anschlusstor von Gabriel Desjardins nach glänzender Vorlage von Matt Prapavessis in der 44. Minute gab dem Gastgeber neue Hoffnung. SønderjyskE machte danach mächtig Druck und hatte Rungsted am Haken, kassierte aber zehn Minuten vor Schluss den K.-o. durch das 1:3.

SønderjyskE steht nun mächtig unter Druck und muss mindestens noch zweimal in Hørsholm gewinnen, um doch noch Meister werden zu können. Der dritte Akt steigt am Dienstag ab 20.30 Uhr in Hørsholm.


SønderjyskE - Rungsted Seier Capital (0:0,0:2,2:1) 2:3
0:1 Nikolaj Rosenthal (25:25), 0:2 Nikolaj Krag Christensen (29:13), 1:2 Gabriel Desjardins (43:36/Ass.: Matt Prapavessis), 1:3 Rasmus Thykjær Andersson (50:07), 2:3 T.J. Moore (59:54).
Zeitstrafen: SE 1x2 – Rungsted 1x2 Minuten.
Schiedsrichter: Mads Frandsen/Jens Christian Gregersen.
Zuschauer: 4.812.

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Leitartikel

Cornelius von Tiedemann
Cornelius von Tiedemann Stellv. Chefredakteur
„Der Mix machts“