Schleswig-Holstein

Daniel Günther kandidiert 2027 noch mal für fünf Jahre als Ministerpräsident

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Will 2027 als Ministerpräsident wiedergewählt werden: Daniel Günther (CDU).

Daniel Günther kündigt bei der CDU-Klausur an, 2027 erneut als Spitzenkandidat antreten zu wollen. Gewinnt er die Wahl, könnte er der am längsten amtierende Regierungschef in der Geschichte Schleswig-Holsteins werden.

Er will es noch mal wissen. „Auch nach der Landtagswahl 2027 möchte ich an der Spitze der Landesregierung stehen“, sagt Ministerpräsident Daniel Günther. Was viele Beobachter schon gemutmaßt haben, macht der CDU-Politiker auf der Klausurtagung seiner Partei in Rendsburg öffentlich.

„Ich habe meiner CDU gegenüber heute die Bereitschaft bekundet, mich erneut um die Spitzenkandidatur zu bewerben“, sagt der 52-Jährige in einer Pressekonferenz. „Ich würde mich gerne weitere fünf Jahre mit ganzer Kraft, Energie und Entschlossenheit für unser Land und für die Menschen in unserem Land einsetzen.“

Wenn Günther das gelänge, wäre er mit einer Amtszeit von 15 Jahren der am längsten amtierende Ministerpräsident des Landes – noch vor Heide Simonis (SPD), die Schleswig-Holstein von 1993 bis 2005 regiert hat, und Gerhard Stoltenberg (CDU), der von 1971 bis 1982 Regierungschef war.

„Seit meinem Amtsantritt 2017 hat es viele tiefgreifende Veränderungen gegeben, in Deutschland, Europa und der Welt. Durch die vielen Krisen um uns herum ist die Arbeit über die Jahre herausfordernder geworden“, sagt Günther, der vor acht Jahren die Wahl gegen Amtsinhaber Torsten Albig (SPD) gewann und danach eine Koalition aus CDU, Grünen und FDP bildete.

Seit seinem Wahlsieg fünf Jahre später, bei der Günther mit seiner CDU mit 43,4 Prozent nur knapp die absolute Mehrheit verfehlte, regiert er gemeinsam mit den Grünen mit einer Zweidrittelmehrheit.

Noch keine Entscheidung über Spitzenkandidatur bei SPD und Grünen

Die werden sich laut Sozialministerin Aminata Touré in den nächsten Wochen entscheiden, wer die Partei in die Wahl führt. In der SPD läuft gerade der Vorwahlkampf um die Spitzenkandidatur zwischen Parteichefin Serpil Midyatli und dem Kieler Oberbürgermeister Ulf Kämpfer.

„Ich habe ich mir die Entscheidung nicht leicht gemacht, ob ich ein drittes Mal für das Amt des Ministerpräsidenten antreten möchte“, sagt Günther. „Aber ich möchte gerade in diesen stürmischen Zeiten den Schleswig-Holsteinerinnen und Schleswig-Holsteinern Sicherheit, Orientierung und Optimismus geben.“ Er wolle sich für Umweltschutz und Wirtschaftswachstum einsetzen.

Und an Selbstbewusstsein mangelt es dem zweifachen Familienvater auch nicht: „Ich denke, ein Ministerpräsident wie ich es bin, tut meiner CDU Deutschlands in diesen Zeiten ganz gut.“