Deutsche MInderheit

BDN-Bezirksvorsitzende in Tondern: Die deutsche Minderheit muss sich strukturell verschlanken

Der erste gemeinsame Tag mit Vereinen aus der deutschen und der dänischen Minderheit fand im September 2021 in Tondern statt.

Marie Medow freute sich über vielfältige und gut besuchte Veranstaltungen im Bezirk Westküste: Doch es seien immer die gleichen Personen, die kämen, bedauerte sie. Sie rief Freiwillige zum Mitmachen für die Durchführung von zwei Großeventen im August und im September auf.

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Zusammenfassung

  • Die Bezirksvorsitzende Marie Medow lobt das vielfältige und gut besuchte Veranstaltungsangebot der deutschen Minderheit an der Westküste, mahnt aber strukturelle Veränderungen an.
  • Wegen fehlenden Nachwuchses in einigen Orten in Nordschleswig stehen einzelne Ortsvereine vor der möglichen Stilllegung, während andere Vereine auf engere Zusammenarbeit statt Auflösung setzen.
  • Medow dankt den Ehrenamtlichen, gratuliert der Schleswigschen Partei zum Kommunalwahlerfolg und bittet um Unterstützung für die Faustball-EM in Tondern und den Tag der Minderheiten in Niebüll.

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Die BDN-Ortsvereine und Vereine in der Kommune Tondern würden zwar immer vielfältige Veranstaltungsangebote vorbereiten, die zudem immer gut besucht seien. „Dennoch werde ich nicht müde zu fordern, dass sich die deutsche Minderheit verschlanken muss“, erklärte die BDN-Bezirksvorsitzende Marie Medow bei der mit mehr als 30 Personen besuchten Bezirksmitgliederversammlung am Sonntagvormittag. „Denn es sind immer wieder die gleichen, die zu den Veranstaltungen kommen“, argumentierte sie zugunsten einer Strukturstraffung.

Zusammenlegung von Vereinen stand auf der Bezirksversammlung in Tondern nicht zur Diskussion.

In Saxburg (Saksborg) droht eine Stilllegung, in Rothenkrug (Rødekro) mangelt der Nachwuchs. Der Sozialdienstverein Fördetreff im Raum Bau (Bov) hat sich jedoch für ein Weitermachen in eigener Regie entschieden. Die Mitglieder votierten gegen eine Auflösung und für eine engere Zusammenarbeit mit dem Sozialdienst Tingleff (Tinglev). Der Sozialdienst Sonderburg (Sønderborg) wiederum will die Zusammenarbeit mit Lunden und dem Fördekreis intensivieren.

Den „Laden Minderheit am Laufen halten“

„Ihr haltet den Laden Minderheit am Laufen, und könnt euch daher auch stolz auf die Schultern klopfen“, so Medow. Ohne das Publikum wäre alles nichts.

Eine Verschlankung und eine neue Vereinsstruktur würden Zeit und Arbeit kosten. Es sollte kein Raten ins Blaue sein. Man müsste das Thema aber angehen, so Marie Medow, die vor drei Jahren Mitglied der AG war, die sich Gedanken über die Zukunft der Minderheit gemacht hatte. Der BDN-Hauptvorstand hatte zum damaligen Zeitpunkt Änderungen abgelehnt.

Medow: Plakate aufhängen, das bringt etwas

Einen großen Dank sprach Marie Medow den Freiwilligen in den Vorständen und deren Helferinnen und Helfern aus. Einen herzlichen Glückwunsch gab es für die Schleswigsche Partei zum Abschneiden bei der Kommunalwahl im November, „das ein Lob für eure Stadtratsarbeit ist.“

Sie lobte auch die gemeinsame Aktion, Wahlplakate aufzuhängen. „So etwas gemeinsam zu machen, gibt etwas“, unterstrich sie.

Das Faustball-Team aus Nordschleswig startet bei der Europameisterschaft für Dänemark.

Für die Ausrichtung von zwei bevorstehenden Großveranstaltungen würde sie sich sowohl über Unterstützung als Hilfskraft als auch über Hilfe aus dem Publikum freuen, meinte die Bezirksvorsitzende.

Vom 12. bis zum 15. August wird die Faustball-EM in Tondern ausgerichtet. Und am 20. September findet der zweite Tag der Minderheiten in Niebüll (Nibøl) statt. Die Premiere wurde vor fünf Jahren erfolgreich in Tondern durchgeführt, als sich unter anderem Vereine und Organisationen aus der deutschen Minderheit sowie der dänischen Minderheit aus Südschleswig dem Publikum in der gesamten Fußgängerzone vorstellten.